Mopedikürer
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Die Racing Welle funktioniert tadellos MIT Scheibenfeder, wenn man bei der Bosch Zündung die durch den veränderten Winkel hervorgerufene Frühverstellung durch Weiten des Unterbrecherkontaktabstandes ausgleicht.
Ich würde aber stark empfehlen, eine Originalwelle mit dem silbergelagerten Rito Pleuel zu bestücken.
Das Pleuellager ist noch etwas hochwertiger als das von Racing.
Die Zündung muss man natürlich trotzdem neu einstellen, und zwar mit Messuhr und Multimeter.
Beim 2,9ps Satz hat man für den ZZP einen Bereich von 1,5 bis 2mm vor OT, das sind am Rand des Polrades ein halber cm, das kann man noch mit Augenmaß und nach Markierung einstellen.
Beim 5,8ps muss man zwischen 1,2 und 1,4mm vor OT landen, das sind keine 2mm am Polradrand.
Da muss man den Kolbenhub genau per Messuhr bestimmen und auch das tatsächliche Öffnen des Unterbrechers muss per Widerstandsmessung mit Multimeter bestätigt werden, da man das mit dem Auge nicht genau genug feststellen kann.
Es geht um einem Bereich von zwei Zehntel mm Kolbenhub.
Fehleinstellungen der Zündung führen zu überhitzung und damit zu frühen Lagerschäden, erhöhtem Verschleiß
im Zylinder und wenn stark verstellt zu Kolbenfressern.
Letzteres passiert, wenn sich das Polrad unbemerkt verdreht, weil keine Scheibenfeder verbaut :mrgreen:<br /><br />-- 21.10.2017 09:30 --<br /><br />tipps/Sachs-501-4-Motorueberholung.php
Kapitel 20.2
So stellt man die Zündung ein.
Eigentlich stellt man zuerst das Abrissmaß ein, indem man die Platte dementsprechend einstellt, dann den ZZP durch verstellen des Unterbrechers sucht, was aber nur annähernd geht, weshalb man die Feineinstellung durch erneutes, geringfügiges Drehen der Grundplatte erreicht.
Dazu muss man aber wissen, welches das Abrissmaß ist.
Hintergrund:
Es ist eine Bosch Zündung mit über 70mm langen Spulenankern. Dementsprechend sind auch die Längen und Abstände der Magnete im Polrad, die bei Bewegung Elektronen im Spulendraht bewegen und so Spannung induzieren.
Es läuft an beiden Enden der Spulenanker ein Magnet vorbei, es sind vier Magnete im Polrad und die beiden Spulen (Zünd- und Lichtanker) haben je zwei Polschuhe, also insgesamt 4 Polschuhe und 4 Magnete im Polrad.
Bei 4 Magneten hat man 2 Polpaare.
Die Magnete sind verschieden gepolt, es folgt auf einen nordpoligen ein südpoliger, so dass an beiden Polschuhen einer Spule immer entgegengesetzte Pole anliegen.
Hierbei durchdringen die von N nach S laufenden Magnetfeldlinien die Spule. Stehen sich die mittleren Bereiche der Magneten gegenüber, verlaufen die Feldlinien längs zum Spulenanker.
In der Drehbewegung durchqueren sie ihn in dem Bereich eher langsam, also werden auch die Elektronen im Draht langsamer bewegt.
Zwischen den Magneten ändert sich der Magnetfluß am stärksten, also wird die stärkste Spannung dort induziert.
Man kann also sagen, dass die Spannungskurve nahe der Polumkehr, also zwischen den Magneten, sich ihrem Maximum nähert.
Dort öffnet man den Unterbrecher, um eine möglichst hohe "Rückschlagspannung" zu erhalten, die man zur Zündung benötigt.
Deshalb liegt der optimale Zeitpunkt so und so viele mm nach dem Abriss des Magneten vom Polschuh der Zündspule.
Stellt man das Polrad auf den ZZP, so kann man sehen wie weit der rechte Magnet schon vom Polschuh der Zündspule entfernt ist, das ist das Abrissmaß
Mit der Racing-Welle hat man den Abriss sozusagen Kante auf Kante, und weiter als 0,6mm Kontaktabstand kann man nicht einstellen, so dass man die Platte etwas nach links drehen könnte.
Aber es funktioniert wie gesagt tadellos.
Die Racing Welle funktioniert tadellos MIT Scheibenfeder, wenn man bei der Bosch Zündung die durch den veränderten Winkel hervorgerufene Frühverstellung durch Weiten des Unterbrecherkontaktabstandes ausgleicht.
Ich würde aber stark empfehlen, eine Originalwelle mit dem silbergelagerten Rito Pleuel zu bestücken.
Das Pleuellager ist noch etwas hochwertiger als das von Racing.
Die Zündung muss man natürlich trotzdem neu einstellen, und zwar mit Messuhr und Multimeter.
Beim 2,9ps Satz hat man für den ZZP einen Bereich von 1,5 bis 2mm vor OT, das sind am Rand des Polrades ein halber cm, das kann man noch mit Augenmaß und nach Markierung einstellen.
Beim 5,8ps muss man zwischen 1,2 und 1,4mm vor OT landen, das sind keine 2mm am Polradrand.
Da muss man den Kolbenhub genau per Messuhr bestimmen und auch das tatsächliche Öffnen des Unterbrechers muss per Widerstandsmessung mit Multimeter bestätigt werden, da man das mit dem Auge nicht genau genug feststellen kann.
Es geht um einem Bereich von zwei Zehntel mm Kolbenhub.
Fehleinstellungen der Zündung führen zu überhitzung und damit zu frühen Lagerschäden, erhöhtem Verschleiß
im Zylinder und wenn stark verstellt zu Kolbenfressern.
Letzteres passiert, wenn sich das Polrad unbemerkt verdreht, weil keine Scheibenfeder verbaut :mrgreen:<br /><br />-- 21.10.2017 09:30 --<br /><br />tipps/Sachs-501-4-Motorueberholung.php
Kapitel 20.2
So stellt man die Zündung ein.
Eigentlich stellt man zuerst das Abrissmaß ein, indem man die Platte dementsprechend einstellt, dann den ZZP durch verstellen des Unterbrechers sucht, was aber nur annähernd geht, weshalb man die Feineinstellung durch erneutes, geringfügiges Drehen der Grundplatte erreicht.
Dazu muss man aber wissen, welches das Abrissmaß ist.
Hintergrund:
Es ist eine Bosch Zündung mit über 70mm langen Spulenankern. Dementsprechend sind auch die Längen und Abstände der Magnete im Polrad, die bei Bewegung Elektronen im Spulendraht bewegen und so Spannung induzieren.
Es läuft an beiden Enden der Spulenanker ein Magnet vorbei, es sind vier Magnete im Polrad und die beiden Spulen (Zünd- und Lichtanker) haben je zwei Polschuhe, also insgesamt 4 Polschuhe und 4 Magnete im Polrad.
Bei 4 Magneten hat man 2 Polpaare.
Die Magnete sind verschieden gepolt, es folgt auf einen nordpoligen ein südpoliger, so dass an beiden Polschuhen einer Spule immer entgegengesetzte Pole anliegen.
Hierbei durchdringen die von N nach S laufenden Magnetfeldlinien die Spule. Stehen sich die mittleren Bereiche der Magneten gegenüber, verlaufen die Feldlinien längs zum Spulenanker.
In der Drehbewegung durchqueren sie ihn in dem Bereich eher langsam, also werden auch die Elektronen im Draht langsamer bewegt.
Zwischen den Magneten ändert sich der Magnetfluß am stärksten, also wird die stärkste Spannung dort induziert.
Man kann also sagen, dass die Spannungskurve nahe der Polumkehr, also zwischen den Magneten, sich ihrem Maximum nähert.
Dort öffnet man den Unterbrecher, um eine möglichst hohe "Rückschlagspannung" zu erhalten, die man zur Zündung benötigt.
Deshalb liegt der optimale Zeitpunkt so und so viele mm nach dem Abriss des Magneten vom Polschuh der Zündspule.
Stellt man das Polrad auf den ZZP, so kann man sehen wie weit der rechte Magnet schon vom Polschuh der Zündspule entfernt ist, das ist das Abrissmaß
Mit der Racing-Welle hat man den Abriss sozusagen Kante auf Kante, und weiter als 0,6mm Kontaktabstand kann man nicht einstellen, so dass man die Platte etwas nach links drehen könnte.
Aber es funktioniert wie gesagt tadellos.