Zündung

M

MofaPit

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66578 Schiffweiler
Fahrzeug(e)
Hercules MF3
Hallo,
ich habe hier einen Motor liegen, bei dem ich nicht durchblicke. Es geht um das Einstellen der Zündung:
Am Schwungrad in Stellung M macht ja der Unterbrecher auf. Das sehe ich such noch. Dann auf OT kann ich nichts mehr sehen, weil der Unterbrecher von der Schwungscheibe verdeckt ist. Habe mal Bilder eingefügt.
Was ist da falsch? Ist ein Rechtsdreher.
Gruß
Pit
Dann noch was: auf Stellung M steht der Kolben ganz oben. Wenn ich auf OT gehe, geht der ein Stück weit runter.
Sieht man auf den Bildern.
 

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Hi,
Dann noch was: auf Stellung M steht der Kolben ganz oben. Wenn ich auf OT gehe, geht der ein Stück weit runter.
Sieht man auf den Bildern.
Hi, würde sagen da passt was nicht zusammen!?
OT ist OBERER TOTPUNKT,sprich der Kolben ist ganz oben und M ist der Zündzeitpunkt.
Schau mal nach den Keil auf der Kurbelwelle. Wenn der passt ist entweder dein Polrad das falsche oder der Wellenstumpf hat sich verdreht.
Zum Testen würde ich dann den Keil weglassen, das Polrad und die Kurbelwelle auf OT stellen und dann den Zündzeitpunkt kontrollieren.
Ich denke bei dem Motor kannst du auch den Keil weglassen. Das Polrad wird sich dadurch wahrscheinlich nicht verdrehen wenn der Konus noch in Ordnung ist. Ich stelle meine Motoren, gerade erst gemacht, mit einer Zündlichtpistole ein, da wärst du zu 100% sicher das es passt!
Gruß Ralf
 
ZZP und Abrißmaß ohne Blitzpistole überprüfen ist nicht mehr zeitgemäß, weil man im völligen Blindflug unterwehs ist!
 
Hallo,
der Motor liegt auf der Werkbank. Kann den z.Zt. nicht laufen lassen.
Der Keil ist im Stumpf drin.
Kann gut sein, dass das Polrad das Falsche ist.
Deshalb auch die Sache mit dem Unterbrecher einstellen. Hab das aber eben gerade so hinbekommen.
Warum brauch ich überhaupt den O.T.?
Gruß
Pit
 
Zur Kontrolle!
Zum einstellen brauchst du nur M.

Mach den Keil einfach raus und Probier dann!
 
Hallo,
also den Keil entfernen und dann auf Pos. M festschrauben und dann die Kontakte einstellen?
Gruß
Pit
 
Nein, Keil raus, dann den Kolben auf OT stellen,, Polrad auf OT stellen und festschrauben.
Nun verdrehen auf M, dann muss sich der Unterbrecher öffnen.
Kannst du auch ein (früher ein Zigarettenpapier) dünnes Papier dazwischenklemmen, wenn dieses dann lose wird, öffnet der Kontakt.
Den Unterbrecherabstand, musst du einstellen wenn der Nocken von Polrad den grösstmöglichen Abstand/Hub hat, sonst hat die Zündung keine Leistung.

Also: zuerst den Abstand, durch Verdrehen des Kontaktes, mit einer Fühlerlehre auf den angegebenen Wert, meistens 0,3 bis 0,4mm einstellen. Danach, durch Verdrehen der gesamten Zündplatte, der ZZP, Polradmarkierung M, und die Kerbe im Gehäuse fluchtend, einstellen.

Dann müsste es passen.
Und mach nicht mit alten oder verbogenen Teilen rum sondern bau gleich was Neues ein!

Gutes Gelingen!!!
Gruß Ralf
 
Immer daran denken, dass das richtige Abrißmaß absolute Priorität hat, egal ob mit 0,3 oder 0,5mm Kontaktabstand! Eine Korrektur von 0,1mm beim Kontaktabstand, verursacht mehrere Millimeter Änderung am Abrißmaß!
 
Hallo Ewald,
erklär mir bitte mal was genau unter einem Abrissmaß zu verstehen ist.
Gruß
Pit

Nein, Keil raus, dann den Kolben auf OT stellen,, Polrad auf OT stellen und festschrauben.
Nun verdrehen auf M, dann muss sich der Unterbrecher öffnen.
Kannst du auch ein (früher ein Zigarettenpapier) dünnes Papier dazwischenklemmen, wenn dieses dann lose wird, öffnet der Kontakt.
Den Unterbrecherabstand, musst du einstellen wenn der Nocken von Polrad den grösstmöglichen Abstand/Hub hat, sonst hat die Zündung keine Leistung.

Also: zuerst den Abstand, durch Verdrehen des Kontaktes, mit einer Fühlerlehre auf den angegebenen Wert, meistens 0,3 bis 0,4mm einstellen. Danach, durch Verdrehen der gesamten Zündplatte, der ZZP, Polradmarkierung M, und die Kerbe im Gehäuse fluchtend, einstellen.

Dann müsste es passen.
Und mach nicht mit alten oder verbogenen Teilen rum sondern bau gleich was Neues ein!

Gutes Gelingen!!!
Gruß Ralf
Hallo Ralf,
gut erklärt. Wenn ich das Polrad auf OT Stelle und beim Kolben OT festgeschraubt habe, verdrehe ich nach M. Das ist dann entgegen gesetzt der Laufrichtung.
Ich werde es nachher versuchen.
Gruß
Pit
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch die Zündspule ist ein Generator, damit überhaupt ein "knackiger" Zündfunke erfolgen kann muss in der Primärwicklung höchstmöglicher Strom fließen, bevor die Unterbrecherkontakte öffnen!

Um diese Zusammenhänge leichter zu verstehen, ziehst Du an einem Dauermagneten beispielsweise mit dem Schraubenzieher von der Mitte bis zur äußeren Kante. In der Mitte must Du so gut wie keine kinetische Energie aufwenden, aber um die "Abrißkante" zu überwinden, brauchst Du spürbar Kraft!

Öffnen die Unterbrecherkontakte zu früh, wirst Du nur mit "kraftlosen" Zündunken belohnt, ich hoffe das war verständlich.

abrissmass.jpg
 
Die häufige in alter Fachliteratur verbreiteten 7 bis 11 oder 8 bis 12 mm Abrißmaß sind leider nicht selten großer Unsinn, vor allem an jüngeren kontaktgesteuerten Zündanlagen, wo beispielsweise 5 bis 7 mm als goldener Mittelweg gelten.

Richtig schlimm erwischt es manchmal diveres Yamaha Besitzer, welche die Zündgrundplatte nicht verdrehen können! Denn wer mehr Frühzündung durch vergrößern des Kontaktabstandes erreichen will, kommt manchmal in den Bereich von 0 mm Abrißmaß und dann reicht der Mini Zündfunke oft nicht meht zum erforgreichen starten des Motors.
 
Hallo,
ich kriege ja hier sehr viele gute Tipps.
Wo kauft ihr eigentlich eure Ersatzteile?
Z.B. Zündspulen, Lichtspulen. Kontakte hab ich noch Neue von Bosch gefunden. (Ist zumindest der Bosch Stempel drauf).
Kann man Mofa Kult empfehlen?
Gruß
Pit
 
Bitte Vorsicht bei Licht und anderen Generatorspulen für alte Fahrzeuge ohne Spannungsregler! Weil früher einzig die Glühlampen und Spulen aufeinander abgestimmt waren, wurde deren Betriebsspannung bei hohen Motordrehzahlen annähernd richtig begrenzt. Für Fahrzeugtypen welche über viele Jahre produziert wurden, gab es in der Produktionzzeit nicht selten verschiedene Polräder und auch unterschiedliche Generatorspulen, welche untereinander nicht kompatibel sind.

Wer eine Spule benötigt welche exakt die gleichen Ströme wie vor vielen Jahrzehnten erzeugen sollte, muss die defekte zwingend reparieren. Andernfalls würde die Betriebsspannung entweder zu hoch oder zu niedrig ausfallen, deshalb niemals diversen Nachbau-Produkten blind vertrauen!

Bei innenliegenden Zündspulen keinesfalls zu billig kaufen, damit bliebe man garantiert in absehbarer Zeit unerwartet liegen. Ordentliche Verarbeitung und Massenproduktion bekommt man garantiert nicht unter 70 Euro Stückpreis, seltene Kleinserien kosten naturgemäß wesentlich mehr!
 

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