K50 Motoplat Zündung Frage

hdmarkus

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Hallo zusammen, ich versuche nun schon länger die Zündung vernünftig einzustellen, jedoch ohne Erfolg. Den ZZP habe ich mit der Messuhr eingestellt und eine Markierung am Motor gemacht. Die verbaute Zündung hat keine nummerngleichen Komponenten. Der Motor läuft, es fehlt aber etwas an vernünftiger Gasannahme.

Das Video zeigt die Zündung während des abblitzens im Standgas. Erhöht man die Drehzahl so läuft die Markierung auf dem Polrad noch etwas weiter nach vorne.

Was muss ich tun damit beide Markierungen (Motor, Polrad) übereinstimmen?

Ich hoffe dass einigermaßen verständlich erklärt zu haben.

Grüße
Markus
 

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Die Nummerngleichheit war nicht unwichtig, weil kaum ein Zündimpusgeber-Stift von der exakten Poition dem anderen gleicht. Deshalb immer darauf achten dass die eingefäste Nut im Polrad, nicht annähernd am Stift streifen kann!

Dieser Effekt mit stark wanderndem ZZP tritt häufig auf, wenn deren ALU Polräder schon eher schwach magnetisiert sind. Das merkt man aber vor allem auch daran, dass die Generatorleistungen noch deutlich schwächer sind als ohnehin allgemein bekannt. Wenn Du auf eines der beiden Löcher am Polrad blitzt, dann sollte über 2000 Upm Motordrehzahl der Richtungspfeil und die beiden stehenden Markierungen etwa mittig im Loch sichtbar sein.

PS: Die kostengünstigste Blitzpisole in der 20 bis 30 Euro Liga welche am Video erkennbar ist, funktioniert erfahrungsgemäß deutlich besser als viele teuerere Exemplare! Auf keinen Fall sollte man Blitzlampen verwenden, wo man an der Rückseite den Schließwinkel einstellen kann, die sind alle das bezahlte Geld nicht wert!
 
Hab heute mal eine andere Zündung ausprobiert, die ich noch an einem Ersatzmotor hatte. Dort waren die Nummern gleich und beim abblitzen passt jetzt eigentlich alles. Leider ist der Stator nicht mehr ganz so gut und hat diverse Ausbrüche. Werde ich trotzdem mal versuchen zu fahren.
 
Auch wenn sich gar kein Gießharz am Stator befindet, hätte das keine direkte Auswirkung auf deren Funktion. Immerhin gibt es von Motoplat auch annähernd baugleiche Statoren welche unvergossen waren und welche man eher einfach für bessere Generatorleistungen optimieren kann.

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Dann funktioniert das Fahrlicht mit handelsüblichen 12 Volt Glühlampen, auch bei moderateren Drehzahlen viel besser.

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Und hier noch ein KTM Moped mit zeitgemäß angepasstem Kabelbaum.

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PS: ein ehemaliger KTM Mitarbeiter aus Munderfing, kann zu schwache Motoplat Alu-Polräder noch aufmagnetisieren!
 
Hallo Ewald, die Info werde ich mir bestimmt merken, vielen lieben Dank!
 
Diese Komponenten waren verbaut in dem Setup mit wanderndem ZZP. Das Polrad sieht auch anders aus wie das was jetzt verbaut ist (Löcher sind anders, nicht ganz Rund. Ist das vielleicht eine neuere Ausführung? Auch die Nummern sind völlig unterschiedlich (Polrad 5-stellig, Stator 3-stellig).
 

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Motoplat Statoren und ALU Polräder hatten immer 6 stellige Seriennummern eingeschlagen. Derart zerfressene Motoplat Polräder hatte ich bisher noch nie, aber auch schon bessere weggeworfen. So etwas würde nicht mal verschenken, denn jeden unbrauchbaren Schrott bewahre ich auch nicht sinnlos auf. Der abgebildete Stator hat eine fragwürdige rote Kriegsbemalung bekommen. 😆
 
Wahre Worte, jetzt bin ich auf jeden Fall schlauer 😅 Gibt’s eigentlich neue Alternativen zu den Motoplat‘s, ähnlich wie die Vape für die Simmsons?
 
Hast Du Dein einseitig zerfressenes Polrad schon an einem kompakten Wuchtständer auf seine tatsächliche Unwucht gewogen?

unwucht1.jpg


Das bringt oft auch überraschene Erkenntnisse an vermeintlich "heiligen" Racing-Trümmern. 😆

Wenn Du Dich mit dem Gedanken anfreunden kannst den Kabelbaum an andere Generatoren auch wirklich fachgerecht anzupassen, dann wäre eine rechtsdrehende Ausführung von Kokusan mit ca. 12V 80 Watt Generatorleistung die vernünftigste und bezahlbare Alternative. Nach meinen persönlichen Besichtigungen wurde leider überwiegend "übelst" gemurkst und nicht selten funktionierte nach unprofessionellen Umrüstungen "mit Ausnahme vom Zündungsteil", so gut wie nichts mehr. In jedem Fall muss man bei derartigen Optimierungen auch ernsthaft mitdenken und die Hauptstomkreise nach dem Generatorteil, erstmal so ähnlich realisieren!

12v-universal_schema.png


Wenn der Kabelbaum bisher noch nicht vermurkst wurde und alles bis auf den Magnetzündergenerator so recht und schlecht funktionierte, wäre möglicherweise ein intaktes und passendes Motoplat Alu-Polrad der einfachste Weg zum Zwischenziel.
 
Das sieht beherrschbar aus. Blinkrelais und Drehzahlmesser kämen noch dazu oder? Gibts dazu auch nen kompletten Schaltplan?

Das mit dem Unwucht messen kann ich nicht machen, hab so ein Teil zum Messen nicht.
 
Solche Komponenten kosten zu Zeiten vom massenhaften Flugdrohnen nicht mehr viel und sollten eigentlich in jeder Hobbywerkstatt vohanden sein.


Allerdings sollte man dazu neue etwas größere Konen drehen und je nach Gewicht vom Polrad, eine 4 oder 5 mm Welle benützen.
 
Auf jeden Fall weiß ich nun an wen ich mich wenden kann in Elektrik Fragen. Vielen lieben Dank Ewald (y)
 
Immer wieder werde ich mit Fragen oder vermeintlichen Feststellungen konfrontiert wie "warum sollte man LiFePO4 Akkus verwenden", wenn doch Bleiakkus deutlich billiger sind? Das liegt in erster Linie daran dass LiFePO4 Technik schnelladefähig und auch viel kleiner bzw. leichtgewichtiger ist, wobei für Bleiakkus sehr viel Geduld zum richtig vollladen benötigt wird.

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Manche "Schlaumeier" installieren aus Gewichtsgründen sogar zarte 12V 1,2Ah AGM Bleiakkus, damit geht dann bei zyklischer Betriebsart so gut wie gar nichts mehr! Ich erhalte auch regelmäßig Fragen "warum sollte ich einen zusätzlichen Elko installieren?"! Dieser ist für LiFePO Energiespeicher sehr wichtig, wenn das BMS eine der 4 integrierten Zellen frühzeitig als vollgeladen erkennt und den Ladestrom hart abschaltet!

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Dem Laderegler fehlt dann ohne zusätzlichen Elko als Lückenbüßer die Glättung der pulsierenden Gleichspannung und das BMS vom LFP Akku kann völlig verrückt spielen. Diese Empfehlung hatte vor über einem Jahr ein erfahrener Motorradbesitzer vorsätzlich ignoriert und an einem alten Puch Motorrad mit 12V 150 Watt VAPE Magnetzündergenerator, schon bei der ersten längeren Ausfahrt den neuen LPF Akku gnadenlos zerstört.

PS: Vergleicht man die möglichen Ladeströme der beiden stark unterschiedliche Energispeicher dann erkennt man sehr deutlich. dass der kleine 4Ah LFP Energiespeicher bis zum Ladeschluß, permanent 3 Ampere Ladestrom zieht. Beim Bleiakku sinken mit zunehemender Ladung die möglichen Ladeströme sehr stark in den Keller, nach langen 22 Stunden war er noch immer nicht völlig vollgeladen.

PS: Derart kleine aber feine Deitails sind allerdings mit "keinem" Cetek "Ladevollautomaten für Dummies" als solche irgendwie erkennbar.
 
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