Es freut mich dass sich Deine Leidensgeschichte einem erfreuliches Ende nähert! Zu hochohmige Übergangswiderstände an Unterbrecherkontakten sind sehr häufig, wenn nicht sogar die häufigte Fehlerursache an kontaktgesteuerten Magnetzündergeneratoren überhaupt. Allerdings passt dann das starke Funkenfeuer an den Kontakten wieder gar nicht dazu, weil kaum ausreichend hohe Ströme dafür fließen würden.
An Fahrzeugen welche lange Zeit herumstanden reicht häufig das sorgfältige reinigen der Kontakte und die alte Kontaktzündung funktioniert wieder wie vor dem früheren stilllegen. Viele Leute erneuern aber vorsorglich Unterbrecherkontakte und Einpresskondensator, was häufig nicht lange und oft schon von Anfang nie richtig funktioniert.
Folgende 6V 25-/5 Watt Zündanlage von einer 1973er KS 50 Supersport, welche mal auf ein zeitgemäßeres Cockpit mit Tacho und Drehzahlmesser umgerüstet wurde, hatte einen defekten Wellendichtring und stand dann ca. 25 Jahre unbenützt im Keller. Der verdorbene Kraftstoff hat die Zündgrundplatte stark oxydieren lassen, sowie Schrauben und auch die unteren Spulen weitgehend zerstört bzw. starke Rostnarben an Eisenkernen von Licht und Rücklichtspule verursacht. Wenn man solche Komponenten zeitaufwendig reinigt, entrostet und repariert ist es natürlich am sinnvollsten, gleichzeitig fachgerechte Optimierungen daran durchzuführen.
Wie man am Bild erkennen kann, verwendete ich eine jüngere leichter angerostete Lichtspule von einer GTS 50 Zündanlage und wickelte diese für 12 V 36 Watt Generatorleistung um.
Der wichtigste Grund in diesem Zusammenhang war die Tatsache, dass das Bremslicht mit ihrer alten 6V 5 Watt Bremslichtspule bei Standgasdrehzahl so gut wie gar nicht funktionieren konnte, was sicherheitstechnisch im Straßenverkehr lebensgefährlich ist!
Deshalb versorgt die frisch gewickelte 12V 36 Watt Lichtspule eine 12V 25/25 Watt Scheinwerferlampe, das Rücklicht und die Instrumentenbeleuchtung mit Wechselstrom und zusätzlich das Bremslicht und eine richtige Hupe mit Gleichstrom aus einem kompakten 12,8V LiFePO4 Akku, welcher zusätzlich von der optimierten Lichtspule geladen wird (übrigens auch ein Klassiker für zeitgemäße Zündapp GTS 50 Optimirerungen).
In diesem Zusammenhang wurde der alte und qualitativ noch bessere Unterbrecher erhalten bzw. fachgerecht gereinigt und der ursprüngliche Einspresskondensator auf der Zündgrundplatte verbannt. Die weitgehend überflüssige Bremslichtspule versorgt nun einzig den alten VDO Drehzahlmesser, damit er nicht wie häufig vom AC Spannungsbegrenzer für die korrekte Anzeige gestört wird. In jedem Fall ist aber fachgerechte Arbeitsweise zwingend erforderlich, damit das ganze am Ende auch erfolgreich funktioniert. Bei derartigen Umrüstungen sollte man die Hauptstromkreise nach dem Generator, annähernd nach folgendem Schaltungsvorschlag anpassen.
Bei derartigen Optimierungen ändert sich vor allem nichts an der ursprünglichen Schwungmasse und die altbekannte Laufcharakteristik vom Motor verändert sich auch nicht!