Jaulendes Lager nach Tanken

Bevor Du mit dem Motor weiter machst, würde ich die Kurbelwelle mal auf Rundlauf prüfen/lassen. Auch mal das Pleuel schnell anschieben und auf Geräusche achten. Klingelt es ,oder sind nicht normale Geräusche zu hören würde ich eine neue Welle einbauen. Eine neue Welle läuft sehr leise.

Alle anderen Teile ,wie auch die Sicherungsringe auf Schäden überprüfen. Letztere tausche ich immer.
Gruß Klaus
 
Sachscupspezi":1qa4nbww schrieb:
Hallo
Das 6203C4 Kugellager ist für die K-Welle ist nicht für Schiebesitz ausgelegt. Beispiel deine Vorgelegewelle Kupplungsseitig 6004C3 ,oder 16004C3 Hauptwelle hat Schiebesitz. Schiebesitz rein stecken und raus ziehen mit Handkraft möglich, ohne was zu erwärmen.

Wenn die Welle da leicht aus dem 6203C4 raus zu ziehen war , solltest Du die Welle mal genau prüfen. Ein neues Lager, lässt sich ohne es warm zu machen nicht bis zu den Ausgleichsscheiben leicht aufpressen/drücken.
Kugellager können sich teilweise sogar auf der Welle verdrehen lassen. Welle wäre beschädigt/ eingelaufen.
Die Kugellager lassen sich meisten relativ weit auf die Welle schieben,das letzte Stück wird dann nur mit warm machen klappen. Kalt mit großer Kraft ,sollte man das niemals machen.
Das gilt jetzt für Kugellager wie SKF FAG NKE DKLF bestimmt auch noch für Kugellager namhafter Hersteller. Bei noname ,weiß ich das nicht. Diese kommen für mich nicht in den Motor.
Gruß Klaus

-- 14.10.2021 22:10 --

Wenn der Motor gemacht wurde ,könnte es sein, das der Schrauber zuerst das Kugellager ins Gehäuse gepresst hat und die Kurbelwelle nicht weit genug bis zum Anschlag aufschieben konnte. Dann könnte es möglich sein , das man die Kurbelwelle leichter aus dem Kugellager ziehen kann.

-- 14.10.2021 22:19 --

Ist aber eher unwahrscheinlich, da muss die Welle irgendwie schon etwas eingelaufen sein. Mehrere Faktoren die da zusammen kommen.


Also das neue Lager ist eins von SKF, das rutscht nicht ganz auf der Welle runter, das alte noch in der Hälfte steckende mit etwas Druck schon. Bis zum Anschlag/Passscheiben. Desshalb wird ja alles erneuert. Die KW hat augenscheinlich keine Riefen oder Änliches und das Pleuel dreht auch geräuschlos. Kein Höhenspiel.
Also werde ich am WE mal etwas Zeit investieren damit ich bald wieder fahren kann - es fehlt das was!

Gruß Hans
 
Guten Morgen Hans
Wie schon beschrieben , 6203C4 kein Schiebesitz. Das Kugellager im Gehäuse ist ja nicht in Ordnung.Die Welle lässt sich rein schieben. Das neue Kugellager geht nicht bis zu den Scheiben. Das heißt aber nicht ,das die Welle nicht etwas eingelaufen ist.
Das Kugellager muss richtig fest auf der Welle sitzen wenn es abgekühlt ist.
Gruß Klaus<br /><br />-- 16.10.2021 10:12 --<br /><br />Vom Kugellager bis zu den Ausgleichsscheiben fehlen noch ca.11mm.Nur bis da hin lässt sich das Kugellager ohne warm zu machen aufschieben.Das Kugellager innen 17 mm ,die Welle ist am Ende 1bis 2 hundertstel dicker.
An neuer original Sachs Welle getestet.
20211016_110208.jpg
 
Sachscupspezi":1tv517mw schrieb:
Vom Kugellager bis zu den Ausgleichsscheiben fehlen noch ca.11mm.Nur bis da hin lässt sich das Kugellager ohne warm zu machen aufschieben.Das Kugellager innen 17 mm ,die Welle ist am Ende 1bis 2 hundertstel dicker.
An neuer original Sachs Welle getestet.


Japp, so sieht das mit dem neuen SKF Lager bei mir in etwa aus. Habe heute mal alle Lager herausgenommen - mit ausreichend Hitze auf ner Kochplatte, Wellendichtringe raus und den neuen Ziehkeil eingebaut. Die Schaltstange ist ganz schön "eingelaufen" also riefig wenn ich das mal so formulieren kann. die werde ich wohl auch ersetzen.
Leider habe ich zur Zeit beruflich zuviel um die Ohren als das ich da dran bleiben kann.
 
Moin,
nach dem nun auch mein Abzieher für´s Schulter K.-lager vom Schlosser zurück ist kann ich endlich loslegen. Mal sehen wie weit ich heute Nachmittag komme. Lager, Wellendichtung, Schrauben, Passcheiben... hoffentlich ist alles da.

... Hans
 
SOOOOOO,
nun ist ja schon einiges an Zeit ins Land gegangen und ich hatte die letzten paar Tage mal richtig Zeit, da bin ich mal an mein Puzzle gegangen und habe es endlich zusammengebaut.
Alle Lager neu, alle Dichtungen neu - auch die WDR, Neuer Kolben inkl Ringen... Heute Mittag fertig und eingbaut - ich muss sagen die Schaltung einzustellen war die größte Herausvorderung!!!
Dann der große Moment, Zündung eingestellt, Sprit rein und 2-3 Mal gekickt und sie läuft...

Nach ca 2 Minuten im Standgas, nochmal aus - Öl geprüft und gut. Also wieder an und gerade als ich draufspringen will - fängt sie an zu Qualmen wie ein 40 Jahre alter Diesel im Winter!!?????
Schnell wieder aus und nun ?

... alles auf Anfang...

... weine könnt ich, aber wenigstens weiß ich wer mist gebaut hat. Diese Woche auf dem Zettel : Motor ausbauen und zerlegen - Fehlersuche...
 
Wie sieht die Kaltstarteinrichtung im Vergaser aus? Ist das Gummi im Kaltstartkolen i. O.? Mach mal ein Bild. Ferner muss der Zug für die Kaltstarteinrichtung etwas Spiel haben. Ansonsten - so oder so - läuft der Motor zu fett, so als ob du immer mit Choke fährst. Folge Überfettung, Qualm.

Falls das nicht der Fall ist, Wedi kupplungsseitig defekt, zieht Getriebeöl, verbrennt das Öl und qualmt somit.

Gruß Holger
 
@ Mr.Killmister
In beiden Fällen was Holger beschreibt ,ist es kein Weltuntergang .
... alles auf Anfang...

... weine könnt ich

Den Wellendichtring kann man bei dem 501/4 doch von außen ziehen. Falls der Vergaser /Kaltstarter b.z.w Zugeinstellung das Problem wäre, ist es relativ leicht zu lösen.
Das die Motormitteldichtung da nicht richtig abdichtet aus irgendeinen Grund . Dichtfläche z.B beschädigt ,oder die Dichtung selbst verschoben ist eher selten. Man kontrolliert das ja.
Zur Hilfe nochmal

.

Gute Wellendichtringe besorgen,falls nötig.

Seite 29 und 72
Da gibt es andere Möglichkeiten den WD zu ziehen wenn kein Sachs Werkzeug vorhanden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Frage ? Hast Du die Wellendichtringe eingebaut bevor die Kurbelwelle eingesteckt wurde?
Dann kann es passieren, das man die Feder von der Dichtlippe schiebt.
Wellendichtringe/Dichtlippen mit Heißlagerfett bestreichen.
 
Oder der Wellendichtring wurde zu warm beim erhitzen der Motorgehäusehälfte .
 
Eine Frage ? Hast Du die Wellendichtringe eingebaut bevor die Kurbelwelle eingesteckt wurde?
Dann kann es passieren, das man die Feder von der Dichtlippe schiebt.
Wellendichtringe/Dichtlippen mit Heißlagerfett bestreichen.
Moin,
nee der WDR kam erst nach dem Einbau der KW. Ich habe soweit machbar alle WDR nach dem Einbau der Lager und dem Kontrollieren des Ausmessens eingesetzt. Heute Abend baue ich den Motor aus und mach ihn mal auf. Mal sehen was da kommt. WDR sind von FEBI und Elring die sollten passen. Die kenne ich aus meiner KFZ schrauberei und da vertraue ich drauf. Möglich, dass einer bei der Montage gelitten hat. Ich werde es sehen und berichten...schöner Mist.
 
Dann mal viel Erfolg . Das sind doch Kleinigkeiten, die man relativ einfach richten kann. Einen Zylinder zerschießen ,wäre weit aus schlimmer.
Gruß Klaus
 
Dann mal viel Erfolg . Das sind doch Kleinigkeiten, die man relativ einfach richten kann. Einen Zylinder zerschießen ,wäre weit aus schlimmer.
Gruß Klaus
Den Zylinder habe ich schon hinter mir...

... und hier das Ergebnis meiner heutigen Suche, seht selbst.
Bei dem Neuen passiert das nicht mehr, das habe ich mit Loctide mittelfest eingeklebt!
 

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Hallo
Die Frage wäre, warum hält der WD da nicht? Der Sitz zu groß(beschädigt) ,oder der Wellendichtring zu klein.
An dieser Stelle, hätte ich jetzt mal einen gummierten WD verbaut und geschaut wie er sich dort einpressen lässt. Wenn es mit zu wenig Widerstand wäre , weiß man das der Sitz schon zu groß ist.
Den metallischen einzukleben ist schon richtig .
Gruß Klaus
 
Da stimmt was nicht. Ich hätte ihn nicht eingeklebt. Vor allem nicht mit Schraubensicherung. Das merkt man doch, wenn man den WEDI eindrückt, dass er nicht hält?
Metallaußenmantel gegen Metall mit Füge Welle fixieren. Wenn der Sitz unbeschädigt ist, hast du nen falschen Wedi genommen oder einen Defekt herbei geführt.
Gruß Holger
 

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