Motor Sachs 50/5 AKF - Überholung, Reparatur Getriebe

Sieht sehr gut aus.
Für den WD habe ich auch eine Einbauhilfe. Wenn die Bohrung zur Schmierung ganz frei ist,sitzt der Wellendichtring schon passend auf Anschlag,denke ich. Warum nicht leicht ,mit Gefühl mit der Presse niderdrücken?
Ich verforme den Wellendichtring dabei nicht. Muss nicht ,geht aber ohne Probleme.
Hämmern sollte man nie
Gruß Klaus
 
Ich bin schon ein Freund vom Einpressen.
Nicht gewaltsam natürlich.
Das Gehäuse übermäßig zu erwärmen ist nicht so meins.Beim Ausbau von Kugellagern besonders Schulterkugellager Außenringen passiert das schon mal. Das 6201C3 Vorgelegewelle ,kann man nach Erwärmung ausziehen.Es muss kein Lager in den Sitz fallen. Wenn das dann so ist,ist meiner Meinung nach schon zuviel Temperatur im Spiel.
Das man den Lagersitz beim einpressen der Kugellager ausnudelt ,ist Quatsch.
Beim Einbau der Kurbelwelle vom 501/3+4 ,ist es schon wichtig die Kurbelwelle einzuziehen ,wie das Holger schon bebildert geschildert hat.
Gruß Klaus
 
Kann jeder machen wie er will. Mir ist das egal, ich gebe nur an, wie ich das mache. Eben mit Gefühl.

Ob das Gehäuse nun als "ordentlich bearbeitet" oder als "Flickschusterei" bezeichnet wird, bleibt auch jedem selbst überlassen.
 
hallo!

ich sags mal so:
niemals ist der weg das ziel, immer nur eine pannenfreie, gute ankunft!

grüsse
markus
 
Passt schon
Epoxy ist ein guter Werkstoff mit dem man Beschädigungen ausbessern kann.
Ist meiner Meinung nach eher semiproff.
Da geht bestimmt was mit Schweißen.
Natürlich aufwendige und nicht für jeden mal schnell machbar.
Wenn das lange hält ist es eine annehmbare Lösung. Ich habe das doch auch schon so gemacht. Ebend mal schnell geflickt. Das muss man nicht negativ sehen. Beim Fahrrad ein Loch zu reparieren ,nennt man auch flicken. Oder hast du den Schlauch ordentlich bearbeitet.
Gruß Klaus
 
Ich kann das schon richtig deuten, keine Sorge.

....
Flickschusterei bezeichnet eine
schlampige, provisorische oder notdürftige Arbeit, die häufig Nachbesserungen erfordert. Es ist eine abwertende Bezeichnung für etwas, das schlecht und ohne Sorgfalt erledigt wurde, wie zum Beispiel schlecht ausgebesserte Schlaglöcher, die auf Flickschusterei hindeuten. Der Begriff ist auch synonym mit anderen Wörtern wie Pfuscharbeit, Stümperei, Stückwerk oder Schlamperei. ....

Das hat mit Fahrradschlauch flicken nichts zu tun.
 
Wenn du (nicht "Bekannte", "Anverwandte" usw.) es schweißen kannst, dokumentiere es hier. Ist bestimmt für alle interessant. Vor allem Stellen in der Nähe von Lagersitzen sind von großer Bedeutung. Wenn ohne Verzug realisierbar, umso besser. Technisch bestimmt keine 08/15-Braterei. Machbar bestimmt allemal.

Ich kann es nicht. Und genau deshalb mach ich das so, wie beschrieben. Und wenn man damit normal umgeht, seine Kette immer korrekt gespannt hält, dann wird das auch halten und funktionieren. Hätte ich daran Zweifel, würde ich das so nicht machen.
 
Ich brauche nichts dokumentieren. Ist einfach meine Meinung die ich äußere.
Ich denke, das ich schweißen ,nicht braten kann.
 
Ja super. Machen, nicht nur so erzählen. Von mir bekommst du dann einen Daumen hoch.
 
Also ich finde das Gehäuse erst mal super bearbeitet, Top. Den Ritzel Ausbruch habe ich bisher auch so repariert( nur ohne die Stege) und bis dato hält es. An der Dichtfläche würde mich mal interessieren wie das dann aussieht, wenn man den Motor wieder auf macht. Aber das wird wohl die 20 Jahre nicht passieren...
Schweißen würde ich persönlich auch besser finden, aber bisher hat mir die passende Technik dazu gefehlt. Jetzt muss ich jedenfalls erst mal üben, bis ich mich an ein Motorgehäuse ran wagen kann. Die Dichtfläche waren zwar nur ein paar Punkte gewesen, aber Ausbrüche sind nicht so einfach.
 
Hallo
Das mit dem Kleben /Epoxy/ Knetmetal ist doch nicht schlecht.
Flickschustern ist da wohl nicht so ganz passend. Klebetechniken sind schon nicht schlecht.
Mit dem richtigen Schweißverfahren,kann man da was schweißen,ohne das der Block zu heiß wird. Dazu braucht man das passende Schweißgerät. Es wird nicht durchgeschweißt,sondern eher gepunktet. Ich denke,das hält wohl besser.Es ist wohl legitim sowas auch in andere Hände zu geben. Man muss nicht alles selber machen und demonstrieren und gleich ist man unfähig. Mit dem richtigen Gerät würde ich das hin bekommen.
Zylinder gibt man auch zum Nikasil beschichten ab. Zum Beispiel zum M Wiebusch. Man redet doch auch über dieses Verfahren und kann es selbst nicht.
Gruß Klaus
 
Heute zunächst die Schaltung. Hier ein paar wichtige Dinge, gerade bei der gefederten Ausführung. Als erstes der Winkel mit Rastenklinke, im Bild mit einem Punkt markiert.

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Man sollte prüfen, ob das "Gelenk" noch straff ist, der Ausleger darf nicht rumwackeln, beweglich ja, jedoch nicht ausgenudelt. Ich suche immmer einen passenden raus. Der vorhandene war leider nicht mehr der beste.

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Dann innerer Schalthebel, Unterteil:

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Auf dem vorhandenen Verscheiß an diesem Bereich:

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Also wird der getauscht:

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Wer ist nicht macht, wird wahrscheinlich dennoch damit schalten können. Bleibt jedem selbst überlassen.

Schaltschuh:

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rechts der vorhandene, links der, den ich nehme.

Montage Schaltung, einhängen der Zugfeder, dritte-Gang-Position: Werkzeug: ein alter Fingernagel....

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Dann weiter mit der Kupplung, Detail: Drucklager, dreiteilig.

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Wenn die Außenscheiben mit Ringnut so aussehen....

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nicht mehr verwenden. Die vorhandenen waren beide i. O.:

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Weiter mit der Druckplatte:

Falls so wie links im Bild

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bitte nicht mehr verwenden. Rechts in Ordnung.

Alles fertig montiert:

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Simmerringe wie immer mit der Hand und Gefühl aufgezogen:

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Eigentlich war ich dann mit dem was ich machen wollte fertig. Eigentlich ja nur das Getriebe überholen. Nicht den kompletten Motor. Doch letzte Nacht ging mir durch den Kopf, was ich für den AKF noch so liegen habe. Heute morgen gleich geschaut...

Kopf:

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Der war auf einem CKF-Block montiert. Abgebaut und lackiert. Dann noch einen Zylinder. Einen nicht verbauten 1A-Zylinder habe ich nicht mehr. Deshalb einen Zylinder Tol. C herausgesucht. Optisch Schulnote 2, technisch Schulnote 4. Orig. Einringkolben dazu, nur zum Test für den Motor bzw. das Getriebe. Ich will ja immer wissen, ob alles passt. Und das geht nur mit einem Test. Kupplungsdeckel lag auch noch einer rum, optisch 2 - 3. Danach alles verbaut.

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Dann noch eine Ducati-Zündung hervorgekramt und verbaut. Den orig. Kondensator entfernt. Da hat wohl der Vorbesitzer mal irgendwie versucht das Polrad durch einstecken eines Schraubendrehers durchs Polrad in die Grundplatte zu blockieren und ist abgerutscht? Oder schlimmer: hat den Schraubendreher am Kondensator als Gegenhalt angesetzt? Wie auch immer.....

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Oben auch im Bild die verwendete Zünkerze, 22er Denso.

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ZZP-Einstellung über Werkzeug Eigenbau. Da kommt man besser an den Unterbrecher dran. Natürlich wird der ZZP dann später mit dem richtigen Polrad nochmals verifiziert.

Kondensator provisorisch nach außen gelegt und mit einer Bosch-Zündspule gestartet: Läuft einwandfrei.

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Über den Kupplungsdeckel sollte ich nochmal drüberwischen. Es hat allerdings schon gedämmert.

Bin sehr zufrieden damit. Motor läuft, hat Leistung, schaltet einwandfrei und springt gut an. Morgen werde ich eine ausführlichere Probefahrt machen. Hat heute aufgrund mangelnder Beleuchtung nicht mehr geklappt. Mit Stirnlampe wollte ich nun doch nicht fahren...... Gespannt bin ich auf die Vmax. Alles im orig. Zustand. Bis auf den anderen Kondensator und einer zu kurzen Übersetzung von 11 zu 40.

Ich tippe mal auf echte ca. 50 km/h. Das wären dann mit der 50 km/h-Zulassungsübersetzung von 11/35 ca. 55 km/h.
 

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hallo holger!

wieder mal alles perfekt gemacht!
bitte lass dir deine gute arbeit nicht von anderen madig machen......

grüsse
markus
 
Ich habe eine Frage zur Zündkerze.
Verwendest du absichtlich eine mit vorgezogenen Isolator?
 
Ja, weil so vorgegeben. Vgl. Bosch W5BC.
 
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