Neuaufbau Motor Sachs 501/4 BKF mit SC 50 Zylinder, 506/4 AKF Kurbelwelle

cluberer2003

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Kawasaki Z900RS, Supra 4, MK 1, Sportbike SB, Prima 5 1979, M 4 Bj. 1978, BMW 535 d F11 LCI
Beim Aufräumen bin ich über diesen Microcarmotor gestolpert:

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Da kam mir die Idee mit diesem Zylinder einen 501er neu aufzubauen. Zylinder gesäubert und lackiert.

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Als Kurbelwelle nehme ich eine von meinen vielen 506ern, dann kommen die endlich mal weg bzw. zum Einsatz:

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Dazu eine neue Mutter M 12 für den linken KW-Stumpf und zwei 0,8er Paßscheiben mit Anphasung zum Ausgleichen des KW-Spiels.

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Ein gutes Gehäuse ohne Ausbrüche herausgesucht....

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Ziehkeil getauscht

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Kurbelwelle eingemessen und in die linke Hälfte eingesetzt:

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Jetzt erstmal nen Kaffee, dann gehts gleich weiter.....
 

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Wenn du davon welche loswerden willst, dann meld dich gerne ;)
Ich denke, dass ich die nach und nach selbst verbauen werde.

Einmessen der Kurbelwelle.... Nach meinem Kaffee und auskühlen des Gehäuses, habe ich mal den Sitz der Kurbelwelle geprüft:

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Also, wer hier im montierten und kalten Zustand ein Axialspiel bzw. die "Lagerluft" vom 6203er Lager messen bzw. fühlen kann, der muss mir das mal in der Praxis vormachen. Da rührt sich axial nichts bzw. nichts spürbares. Wenn man mit Gewalt was rausmessen kann, dann sind das max. wenige 1/100 mm. Und wenn das Gehäuse zusammen ist dann prüfen, ob das Axialspiel korrekt eingemessen wurde? ..... na denn - die Erde ist eine Scheibe.

Wellen distanziert, alles zusammengesteckt, Dichtung drauf:

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Das Gewinde der Ölablaßschraube musste ich neu machen, war - wie so oft - defekt. M 12 - aber bitteschön nicht mit großem Kopf, sondern 14er Schlüsselweite, wie original.

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Beim Bohren muss man korrekt arbeiten, sonst sitzt die Schraube bzw. die Dichtfläche der Schraube nicht plan zum Gehäuse:

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Antriebszahnrad ohne Scheibenfeder mit Schraubensicherung versehen festgezogen:

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Der Kupplungsdeckel innen - sehr gut erhalten:

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Getriebe fertig:

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Nach dem Vermessen vom Zylinder kommt ein Barikit Kolben "E" zur Verwendung:

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Kopf drauf.... Den habe ich übrigens nur mechanisch gesäubert. Der Motor bzw. der Lack vom Getriebe ist alt, jedoch gut erhalten. Lackieren fand ich hier nicht notwendig.

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Dann noch eine saubere, gut erhaltene Motoplatzündung 6 Volt 19/20/5 Watt:

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ZZP auf 1,5 mm vor OT eingestellt.

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Dann noch einen Vergaser herausgesucht, Bing 17/14/101:

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Fertig:

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Nicht wie neu.... Aber ordentlich gemacht. Gute Komponenten, technisch ohne Mängel. Probefahrt folgt, muss erst noch den AGS ausbauen. Werde berichten. Vmax. denke ich mal so um die 60 km/h. 14er Ritzel ist neu, wird dann mit 40er Kettenrad gefahren.
 
Wir hatten damals schon eine Diskussion, das ein Kolben mit L -Ring original sei.
Laut irgend einer Ersatzteilliste die ich habe. Mein Zylinder sah auch so aus,ob dort original der Kolben mit oben L-Ring lief.
Gruß Klaus
 
L-Ring, richtig. War auch verbaut.
 
Es war ein D Kolben verbaut. Die Laufbahn war einwandfrei, nach Messung 38,05 oben, etwas weiter unten 38,04. Von daher E-Kolben. Neuer Kreuzschliff ist drin.
 
Moin,
das geht ja wie das Brezel backen. Und KW messe ich auch nur vor dem Einsetzen. Und dann vertraue ich auf Gott und Odin, daß ich das ordentlich gemessen habe. Mehr geht doch auch nicht.
 
Beim 501er ist das einfach. Hälften zusammen. Spiel prüfen. Welle muss frei laufen. Axialspiel wird man kaum feststellen, egal wie genau man gemessen hat. Das Zauberwort heißt hier Radialspiel. Wenn sich die Welle nach oben und unten drücken lässt, ist zuviel Spiel vorhanden. Das muss entsprechend ausgeglichen werden. Kurzum: Welle ist korrekt eingemessen, wenn sie ohne Simmerringe frei läuft, das Pleuel nach anstupsen wieder von alleine hochkommt und kein Radialspiel spürbar ist. Die Welle darf sich quasi nicht bewegen lassen und muss frei laufen.
 
Wie gleichst du Radialspiel des.Lagers aus?
Dazu müsste ja der Durchmesser des Lagersitzes gepasst werden.
 
Hallo
Richtig messen und vorgegebene Kugellager verwenden und anständig einbauen ,so das die auch richtig im Lagersitz sitzen.

Wenn die Kurbelwelle sich axial nicht bewegen lässt ,klemmt sie.
Da ist immer Spiel vorhanden und wenn es die restliche Axialluft im 6203C4 ist.

Diese Luft kann man bis auf 0 abauen indem man zuviel Ausgleichsscheiben aufgelegt hat. Dann werden die Kugel stramm gegen die Wangen der Kugellauffläche gedrückt.Wenn gut gemessen und passend Ausgleichsscheiben nachdem Messergebnis aufgelegt wurden,sollte die Welle leicht laufen. Da reichen 1-2/100 mm Spiel. Wenn sie strammt hat man ein zu großes Einbaumaß der Kurbelwelle erzeugt durch das auflegen von zuvielen Scheiben.
Wie auch immer,der Holger macht das schon richtig.
Ich bin auch in der Lage ,das gut zu messen und einzubauen.
Vielleicht drückt man sich manchmal falsch aus.
Mit dem einem Festlager kann man nur noch axiale Restlagerluft feststellen.
Ich habe da wirklich nach Zusammenbau des Motors ca.5/100 mm rausziehen können. Das kann nur die axiale Luft im Kugellager sein.Händisch konnte ich kein Spiel fühlen und die Kurbelwelle drehte sich leicht und lief etwas nach.4- 5/100 mm ist doch ein kleines Spiel.
Gruß Klaus
 
Wie gleichst du Radialspiel des.Lagers aus?
Dazu müsste ja der Durchmesser des Lagersitzes gepasst werden.
Radiales Spiel hast du zum Beispiel bei 1 x 6203 und 1 x BO 17, wenn zu wenig ausgeglichen.

Kannst du auch nur beurteilen, wenn du schon praktische Erfahrung mit solch an der Kurbelwelle gelagerten Motoren hast.
 
Dann sitzt der Käfig/Kugeln vom B017 außerhalb der Kugellauffläche . Im 6203C4 kann das ja nicht sein,oder ?
Und das Radialspiel wäre ja nur fühlbar an der BO Seite.
 
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