Umbau Primärtrieb

Moin und Servus!

Nach langer Zeit des nicht mehr drum Kümmerns und einer Absage einer Metallbude, das Ding zu schweißen habe ich es endlich wieder abgeholt und in der Betriebsschlosserei einer Firma machen lassen, wo ich gerade arbeite.
Das ist das Ergebnis nach simplem WIG-Schweißen ohne besondere Vorkehrungen:

kmqy-1ir-449f.jpg

kmqy-1iq-dd3d.jpg


In der Tat, die Härte ist raus, aber ich bin der Meinung, dass auch die Verzahnung der Nabe lange halten wird und die es in Puncto Härte eigentlich nur bei der Laufverzahnung drauf ankommt - diese ist in keiner Weise in Mitleidenschaft gezogen worden.
Die Torsionskräfte sind eher gering einzuschätzen, so ein Motor holt schließlich die Kraft aus hoher Drehzahl.
Abrupte Lastwechsel belasten natürlich schon aufgrund der Trägheit der Teile die Verzahnung der Kupplung, aber ich bin da durchaus zuversichtlich.

kmqy-1ip-d2ee.jpg


Natürlich habe ich das in meiner Küche abgetrennt :mrgreen:

kmqy-1io-dbf8.jpg

kmqy-1in-cacc.jpg


Nochmal irgendwo übern Bandschleifer ziehen, dann ist es sauber.

Dann noch die Nadellagerbuchse raus und ne Bronzebuchse rein und das Teil kann verbaut werden. Werde es sicherlich auch erstmal ausprobieren.
 
So weit so gut, ohne Lamellen an dem 501ckf verbaut:

IMAG4774_BURST002_COVER.jpg


Wie schon zuvor probiert, passt er und dreht frei, kein Korrekturbedarf.
Halt nur noch die Lagerbuchse und die Schnittkante beschleifen.

Vielleicht behalte ich den auch für mich. :D
 
Nach näherer Betrachtung der Verzahnung zu den Lamellen denke ich doch, dass es angemessen wäre, die Nabe des Rades induktiv nachhärten zu lassen.

Die reine Auflagefläche, die durch die Vielzahl an Zähen entsteht ist sehr vielversprechend und reicht theoretisch locker aus, um die Kräfte zu übertragen.

Aber: Die Passung der Lamellen und der Verzahnung hat natürlich etwas Luft, und da arbeitet die Lamelle, schlägt und verschiebt sich - und das führt natürlich zu Verschleiß.

Da blättere ich lieber 50 Euro hin und bin wieder auf der Profi-Seite und mache Qualität.

Sicherlich könnte man zwei oder drei solche Dinger zu dem erforderlichen Mindestpreis härten lassen.
Ein Angebot habe ich bereits.

Wer dazu Beziehungen hat oder nen günstigen Anbieter kennt - bitte bescheid!
 
kmqy-1lo-ed73.jpg


Gehärtet ist es jetzt!
Zuvor ließ sich die Verzahnung für die Lamellen mit dem Messer ankratzen, jetzt ist sie wieder fit für den Rest des Zahnrad-Lebens.

Geschweißt wurde das Teil im WIG Verfahren, bei 100 oder 110 Ampere AC und mit einem Stahl-Edelstahlmischdraht. (Schwarz-Weiß-Draht)
Der Schweißer sagte, dass der nicht so spritzt beim Schweißen.
Er war auch neugierig, ob das gehärtete Zeug zu schweißen geht - und er hat es wirklich gut hinbekommen.

Nun habe ich es nachbearbeitet, gekürzt, geschliffen, angephast und die Nabe induktiv härten lassen.
Ich hätte es auch im Ganzen härten lassen können, aber da hat man ein größeres Risiko von Verzug.
Nach einem Gespräch mit dem Fachmann war mir klar, dass das Induktivhärten in dem Fall das beste ist, auch wenn die Anlauffarben noch sichtbar sind.

Natürlich habe ich auch mal dran gekratzt, aber da geht kein zerkratzen mehr.

Mit einmaligem Versand hat es nun knapp über 60 Euro gekostet - hingebracht hatte ich es persönlich. Die einmaligen Einrichtkosten sind 35 Euro. Wenn man zwei oder mehr Teile machen läßt, dann lohnt es sich eher.

Demnächst mal Test im eigenen Motor.<br /><br />-- 02.11.2017 22:51 --<br /><br />Und da hatte ich fürs Schweißen schon einen Haufen Geld bezahlt:

kmqy-1lq-7ec6.jpg


Na, das war zumindest ein freiwilliges kleines Dankeschön an die Kollegen dort :D
 
Hi,

ist doch gut geworden. Bin gespannt, ob es dann so funktioniert, wie du es dir vorstellst.

Gruß,
Jona<br /><br />-- 03.11.2017 00:08 --<br /><br />Ich muss mal ne blöde Frage - falls es sowas gibt - stellen:
Wie funktioniert eigentlich so eine Kupplung? Im ungezogenen, sprich kraftschlüssigen Zustand müssen ja Reiblamellen und Stahllamellen zusammengepresst sein, damit ein Kraftschluss vorhanden ist. Dies wird durch die Druckfedern und die Drucklamelle gegeben, die das ganze Paket gegen das Vorlegerad drücken.
Wenn man nun die Kupplung zieht, ich gehe jetzt vom 5 Gang (Zeichnung vom AKF) aus, dann drückt man ja den Druckteller gegen das Lamellenpaket, somit wirkt man der Kraft der Druckfedern entgegen, richtig?
Doch dann wird das Lamellenpaket ja von Druckfeder und Druckteller zusammengedrückt, dann ist ja erst recht ein Kraftschluss vorhanden? Wo liegt jetzt da mein Denkfehler? Wäre nett, wenn mir das jemand erklären könnte...
Und noch was: Der Druckteller greift ja durch das Vorlegerad durch, dreht er sich dann immer mit?

Danke und Gruß,
Jona
 
Hallo Jona,

das ist ganz einfach. Das Kupplungsrad (= Vorgelegerad) dreht sich - genauso wie der Druckteller - immer mit; ist auch logisch, da eine permanente Verbindung (Schrägverzahnung) zwischen Antriebszahnrad und eben Vorgelegerad vorhanden ist.

Mit der Kupplungsfunktion musst du dir das so vorstellen:

Die Druckfedern pressen die Reib- u. Stahllamellen gegen die blanke (hintere) Innenseitenfläche des Vorgelegerades und sorgen so für eine Verbindung = > die Kraft wird weiter ans Getriebe übertragen, Moped hat Vortrieb.

Zieht man jetzt die Kupplung, wird diese Verbindung gelöst, das Vorgelegerad dreht sich nur noch "allleine" (über den Wellenstumpf der Vorgelegewelle), der Rest wird nicht "mitgenommen".

Eigentlich ganz einfach.

Schreib mal, ob das so nachvollziehbar ist.

Gruß Holger
 
.... , dann drückt man ja den Druckteller gegen das Lamellenpaket, ...

Nein, man drückt mit dem Teller nur die unterste sog. Drucklamelle, die direkt auf den Federn sitzt hinein und entspannt so das Lamellenpaket:

IMAG2730.jpg


Die Beine des Tellers gehen auf hochragende Beine der Drucklamelle, welche an den anderen Lamellen vorbei gehen.
 
Hallo Holger, hallo Mopedi,

danke für die Erklärungen! Doch, das war verständlich, Holger. Dass das Vorlegerad sich permanent mitreht war mir noch nicht klar, ist ja aber logisch.
Mopedikürer":hi6b6s6l schrieb:
Nein, man drückt mit dem Teller nur die unterste sog. Drucklamelle, die direkt auf den Federn sitzt hinein und entspannt so das Lamellenpaket
Das war dann mein Fehler gestern Abend. Dann ist natürlich alles klar!

Danke und Grüße,
Jona
 
:top:, danke für den Link!
 
Er Pferd leider immer noch nicht wie soll er...

Vergaser scheint irgend ein Problem zu haben.

Jetzt fahre ich einen 5,8ps Grauguss (Sprint), der war gerade frisch gebohrt, gehont mit neuem KS Kolben.

Jetzt ist er fast eingefahren und auch schon etwas Drehfreudiger und kräftiger und ich reiße ihn auch schon mal richtig hoch, halt nur kurze Sprints, keine Dauerbelastung.

Selbst für diesen Zylinder ist die gelängte Primärübersetzung mit gelängter Kettenübersetzung 15:40 schon etwas zu viel, obwohl der eigentlich am 5 Gang mit 14:35 betrieben wird.
Gut, mit normalem Hinterreifen 2,75 x17 statt 3x17 wäre es wohl perfekt.

Aber der Kx5 Zylinder würde wohl auch ohne Vergaserproblem überfordert sein.
Denke aber, dass es an 13:40 Kettenübers. perfekt sein muss.

Hoffe, Ich finde den Fehler.
 
Hab ich mir heute gekauft:

IMAG0011.jpg


Hab aber gar nicht geguckt, ob die Hälften nummerngleich sind.

:?
 
Hallo
Die können gar nicht nummerngleich sein, die sind beide von der selben Seite. :mrgreen:
Aber trotzdem guten Appetit.
Bist du noch am wachsen?
Gruß Bernd<br /><br />-- 08.12.2017 19:09 --<br /><br />Etwas wenig Majo
 
Gestern war Training etwas kraftintensiver als sonst.
Bin endlich mal etwas regelmäßiger da (Kickboxen, nur leichtkontakt).
Seit Sommer (Rennrad, Laufen) wieder etwas fitter.
Aber es hapert noch sehr beim Kampfsport...
Mit 40 Jahren bin ich aber noch gut im Saft, und da ist sicher noch Zugewinn möglich.
Habe paar Jahre nicht so viel trainiert - das ist das Problem.
 
Zurück
Oben