Sachs 50/6 SWD Schaltstange

K50bruno

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Hallo ,


mir ist bei der letzten Ausfahrt ein ewiges verschalten aufgefallen.

Moped auf die Seite gelegt und Schaltung überprüfen.
Da ist mir sofort aufgefallen das die Schaltstange immer sofort in den 6. Gang gefallen ist.

Mist dachte ich, Näpfe und Federn wohl defekt.

Motor ausbauen und nachsehen.

Die Schaltstange war gebrochen.
Wie geht das denn?


Zum Glück hatte ich noch eine gebrauchte da.
Kurbelwelle und Lager auch gleich getauscht.

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Nachmittags lief die RL wieder wie ein Bienchen
 
Sachscupspezi

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Hallo
Die Welle ist ja nicht besonders dick. Die Einlauf Riefen von den Näpfen machen da weniger, schwächen aber auch die Welle.

Durch eine schlecht trennende Kupplung abgenutzt ,falsch eingestellt ,oder falsch betätigt ,also schalten unter schlechter Kupplungstrennung, kann sowas passieren. Der Ziehkeil oder die Schalräder können dabei auch stark beschädigt werden,b.z.w die Welle bricht.
Oder altersbedingt Material geschwächt wäre auch möglich.
Man müsste sich die ganze Hauptwelle /Schalträder mal genau anschauen, ob da Schäden vorhanden sind .
Ölschmierung an der ziemlich oben liegenden Hauptwelle muss sicher gestellt sein.
Gruß Klaus

-- 25.06.2018 11:21 --

Beim Verschalten hat man auch starke Belastung auf Ziehkeil und Schaltstange. Schaltungungseinstellung verstellt.<br /><br />-- 25.06.2018 11:41 --<br /><br />Die Schaltstange ist ja im Bereich vom Ziehkeil gebrochen, an den anderen Stellen wird sie ja auch nicht belastet. Die Schaltfixierung Indexierung macht nur Rillen die wohl nicht zu dem Bruch führen.
 
K50bruno

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Hallo ,


eine Belastung der Schaltstange hinter dem Ziehkeil mußt du mir mal erklären.

Da ist doch nur eine Einrastung des jeweiligen Ganges . Ich sehe da jetzt keine Belastung .

mfg Jürgen


Beim Ziehkeil und Schalträdern natürlich
 
Sachscupspezi

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Deine Hauptwelle/ Schalträder hast Du ja bestimmt auf Schäden kontrolliert.

-- 25.06.2018 12:15 --

Die Belastung Ziehkeil Schalträder wirkt sich auch auf die die Schaltstange aus. Ziehkeil komplett abgeschert hatte ich schon öfters, dann tausche ich auch die Schaltstange. Wenn Schalträder auf einer eingelaufenen Hauptwelle kippeln ist das auch nicht gut für die Schaltstange.<br /><br />-- 25.06.2018 12:29 --<br /><br />Die Welle ist an der dünnen Stelle gebrochen, ohne Krafteinwirkung ist es mir nicht vorstellbar ,das die Welle dort weg bricht.
 
K50bruno

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Das ist schon klar. Hauptwelle , Schalträder und auch der Ziehkeil haben null Abrieb.

Eine originale 6 Gang Schaltstange gibt es ja auch nicht an jeder Ecke ....


nur an genau der Stelle wo sie gebrochen ist , gibt es meiner Meinung nach keine Belastung. Die dreht sich ja nicht mal auf den Näpfen .
 
Sachscupspezi

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Ohne Krafteinwirkung bricht nichts. Meistens bricht es an der schwächsten Stelle. Wohin die Kräft gewirkt hat sieht man genau an deiner Bruchstelle.

-- 25.06.2018 13:18 --

IMG_0266.JPG

Haut man die Gänge mal ohne Kupplungstrennung bei diesem dünnen Teilchen rein , weiß man nicht was da so vorgeschädigt wird und nachher den Geist auf gibt:

-- 25.06.2018 13:45 --

Schon allein nach langer Standzeit (Kupplungslamellen verklebt ) Starten und die Kupplung trennt nicht gut kracht es beim einlegen des 1. Gang.<br /><br />-- 25.06.2018 13:54 --<br /><br />Durch Biegung kann auch eine Welle brechen .
 
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Interessantes Thema. Ich habe auch schon Schaltstangen gesehen, die verbogen waren und nicht mehr sauber in der Hauptwelle drehbar waren ohne den Ziehkeil.
Mir ist nicht ganz klar, wie es dazu kommt, aber es muss ja irgendwie eine Belastung auf die Schaltwelle gekommen sein, womöglich von dem Keil.
Die Stange ist an zwei Enden der hauptfälle sozusagen gelagert. Würde man durch das lange Loch der Hauptwelle mit einem Dorn auf diese Stange schlagen, würde sie sich natürlich durchbiegen oder brechen.
Die verbogenen Schaltstangen laufen auf Höhe der Nutmutter dann auch nicht mehr zentrisch sondern Eiern herum.
Möglicherweise entsteht beim verschalten auch eine Belastung von Seiten des Schaltschuhs auf das Ende der Schaltstange mit der Nut oder Nutmutter.
Beides, oder auch nur eines von beiden, das müsste ja erst einmal geklärt werden, passiert äußerst selten, es muss sich da ja auch erst einmal etwas richtig verkanten in einem äußerst ungünstigen Moment.
Die Scherkräfte des Keils wirken ja in erster Linie auf das Langloch der Hauptwelle und nicht auf die Schaltstange.
Wenn ein Gang rausrutscht schießt er auch oft in den nächsten Gang rein, wie ein Stein, der vom rasenmäherblatt geschossen wird.
Vielleicht verkantet es sich da über den Schaltschuh, vor allem wenn man gerade ungünstig auf den Schalthebel tritt.
Das alles ist so am ausgebauten Motor auch schwer nachvollziehbar, weil durch die Bewegung der Teile im Betrieb ganz andere Dynamiken entstehen.
Fakt ist, dass diese Schaltstangen biegen und brechen können, und zwar vor dem Ziehkeil.
Stecke ich einen Stock durch zwei Löcher mit einem gewissen Abstand, so dass ein Teil des Stockes auch einen gewissen Abstand aus dem ersten Loch heraus ragt, so könnte ich diesen Stock brechen, indem ich auf den Bereich zwischen den Löchern schlage oder am herausstehenden Ende den Stock biege, so dass er zwischen den Löchern bricht.
 
cluberer2003

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So etwas hatte ich auch schon öfter. Einmal habe ich die Schaltstange gewechselt, ohne das Getriebe komplett zu zerlegen. Einfach die gebrochene Schaltstange durch die Abtriebswelle rechte Seite herausfallen lassen, Moped auf die Seite gekippt. Dann Kupplungsdeckel runter, Kupplung und Schaltung ausgebaut, bzw. nur Kupplungsrad abgenommen. Dann die Schaltstange etwas lose gedreht. Gleichzeitig einen 5er-Inbuss mit Kugelkopf durch die Schaltwelle von der Ritzelseite auf Druck eingesteckt. Dann die Schaltstange komplett los geschraubt und kupplungsseitig herausgenommen, dabei aber den Inbuss von der rechten Seite nachgedrückt, so dass er zwischen den Schaltnäpfen einrastet. Danach eine neue Schaltstange eingesteckt, Inbuss herausgedrückt und die Schaltstange in den Ziehkeil eingeschraubt. Gewinde mit mittelfester Schraubensicherung versehen. Ging ohne Problem und war in einer halben Stunde erledigt.

Gruß Holger
 
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So hätte ich das auch gemacht, aber wenn so etwas passiert möchte man vielleicht auch einen Blick auf den Rest von das ganze werfen.
In dem öligen Getriebe könnte man auch hochfeste Schraubensicherung verwenden dann.
Ein Bekannter, dem ich vor über einem Jahr einen vier BKF gemacht habe, der hat irgendwie vor ein paar Tagen den Motor abgewürgt, ob er sich verschaltet hat dabei, weiß ich nicht genau, danach konnte er den vierten Gang nicht mehr behalten.
Vorher hat das alles funktioniert, ich habe ja die Schaltung bestmöglich eingestellt und da war nirgendwo Spiel oder Verschleiß, der das einstellen erschwert hätte.
Und sein Problem ist von jetzt auf gleich nach dem abwürgen eingetreten.
Dann hat er mir einige Audios und ein paar Videos vom offenen Motor geschickt, wo man sehen konnte dass beim Schalten die schaltklinke nicht richtig einhakt, und die schaltnarbe bewegt sich auf Hebeldruck ein wenig mit, was ja auch normal ist, aber wenn sie leichtgängig ist, dann wird dieses mitdrehen durch den Schalthebel und den Nippel im Langloch begrenzt.
Auf einem weiteren video hat er auf meinen anraten mal mit dem Finger an der schaltnarbe gedreht, auch mit etwas mehr Kraft, und da hat sich die Schaltstange mit der Nutmutter auf einmal ein paar Millimeter angehoben!
Das dürfte selbst, wenn die Schaltstangen nicht eingerastet ist, nicht so leicht gehen!
Da habe ich dann dieses Thema mal gesucht weil ich den Verdacht hatte, dass die schaltsteine vielleicht am 4 Gang abgebrochen sein könnte, weshalb er jetzt den vierten Gang nur noch halten kann, indem er den Fußhebel nach oben hält.
 
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Eine weitere interessante Frage zu dem Thema ist folgende: kommen gebrochene Schaltstangen beim gefederten Automaten vor oder nicht?
Wenn nicht, würde das meine Theorie der Kraftwirkung über den Schalthebel und Schaltschuh stützen.
Ich denke, dass hier eher das Problem liegt, weil der heran klappende Hebel ja letztlich die Distanz zwischen der lagerschraube und der Schaltstange verkürzt, weshalb ja auch der schaltschuh entsprechend Spiel hergibt.
Wenn sich aber einen Moment lang, womöglich auch durch die Drehbewegung der Schaltstange und ein geringfügiges Verkippen des Schuhs der Schuh verkantet könnte allein das Drehen der Schaltstange, wo ja die ganze Kraft voller Fahrt drin steckt, womöglich könnte alleine die Drehung beim Verkanten des schalt shoes die Schaltstange abbrechen oder verbiegen. Also die Nut oder Nutmutter würde sich dann einige Millimeter entlang des Langloches des Schuhes reißen.
Womöglich tritt das Problem auch nur auf, wenn der schaltschuh schon etwas eingeschliffen ist, so dass ein verkanten ermöglicht wird.
 
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Das Schaltstangen abbrechen ,obwohl sie relativ dünn sind kommt ja nicht so häufig vor.
Ich denke,da können mehrere Faktoren eine Rolle spielen.
Bei richtiger Schalteinstellung ,steht der Schaltschuh auf Anschlag fest gehaltenen Fußschalthebel nicht unter Druck.
Der Schaltschuh lässt sich in der Nutmutter b.z.w im Nut der Schaltstange etwas bewegen. Das kann man in jedem Gang prüfen. Steht der Schaltschuh unter Druck, passt das mit der Einstellung nicht gut.
Vielleicht hat das auch einen Einfluss beim Schalten,so das die Schaltstange da mehr belastet wird.
Gruß Klaus
 
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Das hat nichts damit zu tun ob der schaltschuh unter Druck steht, das tut er beim Schalten sowieso und sowieso auch nur beim Schalten. Letztlich ist es ja auch so, dass der Schalthebel bei eingerasteter Schaltstange die Schaltnabe in einer Stellung hält, wo die Schaltklinke in beide Richtungen der Verzahnungen greift. Ansonsten ist die Schaltnabe frei beweglich, und nur beim Schalten übt sie Druck aus.
Nur bei der gefederten Schaltung ist die Schaltnabe gerastet und hält den Hebel auf stellung, der dann die ungerastete Schaltstange positioniert.
In der Anleitung ist ja auch noch ein Punkt, wo man die Raste der Schaltnabe noch etwas genauer am Gang ausrichten soll, also das, was die genaue Stellung der Schaltnabe im Gang ausmacht, so dass die schaltklinke in beide Richtungen vernünftig greift.
 
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