Problem Kette/Kettenrad

Mopedikürer

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Miau!

Ich hatte schon mal nen Thread über Kettenspannung und so, schon bestimmt 5000 km her, konnte zwar immer gut fahren, aber so ganz recht ist da was nicht.

Hatte damals Ritzel, Kettenrad und Kette neu, lief auch so ganz Gut, aber eine Sache war immer komisch: Die Spannung war beim Drehen am Hinterrad nicht gleichbleibend.

Letztens habe ich es klar gesehen, auf einer Hälfte einer Umdrehung spannt die Kette sich, auf der anderen schlafft sie ein wenig. Ich kann aber so nicht sehen, dass das Kettenrad unrund läuft.

Vor einer Weile, ca. 2000km war ich zwei Wochen mit sehr schlaffer Kette gefahren, habe danach mein abermals stark verschlissenes Kettenrad und auch die Kette gewechselt.

Aber immer wieder ist schnell die Kette schlaff, alle wenige 100 km. Am Kettenrad noch kein Verschleiss erkennbar, auch hebt sich die Kette (noch) nicht aussergewöhnlich vom Kettenrad ab (was hieße, sie wäre gelängt).

Vor ein paar Tagen hatte ich nachgespannt, aber das war schon zu stark, dann habe ich wieder etwas gelöst, so dass die stärkste Spannung nicht zu heftig und die schwächste nicht zu schwach war.

Jetzt aber schlackert die Kette wieder ganz schön.

Leider habe ich nicht viel Erfahrung (bzw. Erf-Austausch) damit.

Woher kommt es, dass die Spannung alle volle Umdrehung ein Maximum erreicht?

Hätte ich damals statt nur das Kettenrad auch das Motorritzel wechseln müssen? Es sah nicht angegriffen aus...

Es ist doch nicht normal so, vielleicht hat ja einer hier ne richtige Ahnung.

Danke auf jeden Fall für eure Hilfe, hier habe ich schon etliches bekommen.
 
Vielleicht zieht sich dein Hinterrad nach vorne.
Du hast bestimmt oben Spannung und unten schlackert die Kette...das wäre evtl. eine Erklärung dafür.
Bin aber auch kein Profi.
Gruß Werner
 
Danke, danke!

Aber die Kette spannt im Ganzen beim Drehen und lässt nach im Ganzen. Soweit ich feststellen kann bei jeder halben Radumdrehung; aber ich kann den Grund dafür nicht am Kettenrad oder der Nabe ausmachen.

Kann aber sein, die Felge ist ein kleines Bisschen verzogen, merkt man nicht beim Fahren. Als ich den Reifen schlecht aufgezogen hatte, hatte ich das beim fahren bemerkt, und bei der Korrektur ist mir aufgefallen, dass die Felge auch nicht 100%ig ist. Aber ich fahre ja auch nicht 100 km/h damit.

Ich habe auch Infos gefunden, darüber, dass Ketten sich unebenmäßig dehnen und auch Kettenräder sich ungleichmäßig einarbeiten. Und daher ist es ganz normal, dass sich Ketten beim Drehen am Hinterrad spannen und lösen!

Man soll die Kettenspannung stets am Punkt der größten Spannung einjustieren! Danach einfedern und ausprobieren, wenn die Kette trotz größtmögl. Maximalspannung im Minimum zu stark durchhängt, dann soll die Antriebsgarnitur (Motorritzel, Kettenrad, Kette) im Ganzen erneuert werden.

Und beim Festziehen der Achsmuttern bzw. Aufsatzmuttern nimmt die Spannung nochmal zu, durch leichtes Verschieben beim Drehen der Muttern. Wie ich das verstanden habe, soll man sich aber dadurch nicht beirren lassen.
Vielleicht war das manchmal der Grund, dass die Spannung nach kurzer Zeit zu schwach war, weil ich sie beim Festdrehen für zu stark erachtet hatte, oder nachträglich zu viel lose gegeben habe.

Da biegen sich die Fragezeichen...

Auch meine Frage über die Folgen der zu starken oder zu losen Kette sind nun beantwortet:

Zu lose Kette: Kette kann schlagen, vom Ritzel springen,
oder in Fluchtrichtung über das Ritzel rutschen - beim Rennrad kenne ich das schon
oder aber die Kette gleitet gegen die Spitzen der Ritzelzähne
wobei sie entweder
durch zunehmende Spannung wieder zurückgedrückt wird, dabei
graben sich die Rollen in die Zähne ein bis sie ausdünnen und abbrechen

oder aber die Kette kann durch wiedererstarkende Spannung (und etwaiges
Fahren über eine Bodenwelle) sogar Reißen!

Zu straffe Kette: Gefahr des Reißens der Kette bei Stößen durch Bodenwellen o.ä.
Verschleiß der Kette, später durch gelängte Kette an den Zahnungen der Ritzel
und ja, auch Verschleiß am Lager der Abtriebswelle!

Vielleicht hätte ich doch das relativ neue Motorritzel tauschen sollen, nicht nur Kette und hinteres Kettenrad...

Hier einiges an Anleitung: http://www.motorradstrecken.eu/Kette_spannen

http://www.motorradstrecken.eu/Kette_spannen
 
Ja, ich habe ja vor geraumer Zeit gemerkt, warum es mir immer schwer fiel, die richtige Kettenspannung einzustellen: Beim Festziehen der Achsaufsatzmutter SW24 verdreht sich der Achsaufsatz bzw. wird noch ein Stückchen nach hinten gezogen, was dann die Kette zu sehr strammen lässt. Obwohl die Kettenspanner korrekt eingestellt sind.

Ich habe das immer durch Herumprobieren hingekriegt. Aber es gibt eine einfachere Lösung:

1. Achsmutter und Achsaufsatzmuttern lösen

2. Durch Schieben des Mopeds und Fühlen der Kettenspannung strammsten Punkt finden

3. Kettenspannung an den Kettenspannern korrekt einstellen und Kettenspanner verkontern ohne unbeabsichtigt Nachzuspannen. Spannung kontrollieren.

4. Linken Achsaufsatz festziehen

5. Rechten, antriebsseitigen Achsaufsatz festziehen, während man mit dem Fuß kräftig in die Kette tritt ! (Dadurch verhindert man ein weiteres Spannen der Kette beim Festziehen. Funktioniert.)

5. Achsmutter festziehen

6. Kettenspannung abschließend kontrollieren, auch mal schieben und prüfen, ob die Kette nicht an irgendeinem Punkt doch zu stramm sitzt. (Oder zu lose)

Eine zu stramme Kette könnte reißen, verschleißt sehr schnell und zieht evtl. das Lager der Abtriebswelle in Mitleidenschaft.

Zu lose Kette kann a.d. Ritzel wandern und reißen oder überspringen und reißen.
 

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