Sachs Motor 50 S aus einer Hercules K50 RX

hallo klaus!

ich lese hier beim holger sehr gerne mit!
sehr detailliert bebildert und beschrieben.
ich werds nicht nachmachen, möchte es aber verstehen.
bei sachs sind bestimmt 30% teile mehr drin,
da bleibe ich besser bei zündapp,
will ja nichts verbasteln...

grüsse
markus
Hallo Markus,

ich möchte mit diesen vielen Berichten Tipps und Tricks an alle weitergeben. Vielleicht können ja einige damit was anfangen.

Außerdem die Besonderheiten und Unterschiede der Sachs Motoren dieser Bauart erläutern und verdeutlichen.

Außerdem Anregungen für Vorgehensweisen, um an den Gehäusen und Innereien bestimmte Dinge "einfach" zu lösen.
 
Kurbelwelle ist eingemessen und verbaut.

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Nun zum Getriebe. Auch hier ein Hinweis, wird nicht immer beachtet:

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Der Einstich im Schaltrad 2ter Gang muss nach unten zum Schaltrad erster Gang zeigen. Nur dann hat der Schaltkeil dort im Leerlauf die Möglichkeit in einer freien Bahn zu laufen. Baut man dieses Schaltrad verkehrt herum ein, rattert es.

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Wenn man dann die Welle eingesetzt hat und alle Schalträder und Distanzringe verbaut hat, muss man vom obersten Schaltrad bis zum Absatz der Welle mit Scheiben 28x36,5 entsprechend ausgleichen, damit es bündig wird.

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Hat man unterschiedlich starke Scheiben, wie oben im Bild zu sehen....

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legt man IMMER zuerst die dünnere auf - siehe Bild oben. Dann - siehe Bild unten - die dickere:

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Wenn man es umgekehrt macht, besteht die Gefahr, dass die oberste Scheibe leichter verrutscht wenn man später die Hälften zusammenfügt. Dann denkt man, dass die Welle zu straff läuft, weil die Paßscheibe nicht direkt auf der unteren Scheibe aufliegt, sondern auf dem Wellenabsatz. Das trägt dann natürlich ungewollt zuviel auf.

Rechte Hälfte ist bereits vorbereitet.

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Dann zusammengefügt. Alle Wellen passen super, drehen leicht und haben kein axiales oder radiales Spiel. Auf Bilder verzichte ich hier.

Dann weiter im Kupplungsraum: Drittes KW-Lager 6201 C3 auch hier bis zum Absatz der Welle einpressen. Gerade bei dieser Sachs 50 S-Variante sitzt das Lager relativ tief im Sitz. Keinesfalls bündig.

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Dann prüft man die Schaltstange, man dreht an der Welle und schaut, ob die Schaltstange rund läuft, sie darf nicht eiern...


Dann den Kupplungskorb montieren. Selten so einen schönen gebrauchten Korb gehabt.....

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Danach die Schaltung. Hier muss man den inneren Schalthebel mit Paßscheiben ausgleichen. Wenn man etwas Fett auf die Scheiben gibt, fallen die Dinger nicht herab...

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So wie oben angesteckt, kann man sie dann eindrücken, damit die Lagerschraube eingedreht werden kann.

Dann den Schaltautomaten mit den zwei Inbußschrauben anziehen. Vorher in Leerlaufstellung genau so, wie im Bild unten, ausrichten:

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Wenn man das exakt macht, wird die Schaltung zu 90 % funktionieren. Bedingung hierfür: Schaltwelle und Schaltnabe spielfrei.

Das war es für heute, hatte nur eine gute Stunde Zeit, morgen gehts weiter.

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Zuletzt bearbeitet:
Finaltag.

Dichtfläche Zylinderfuß einmal drübergewischt, keine Dichtungsreste, keine Macken, nur Verfärbungen.

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Simmerringe drin

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Einspuren Kupplungsrad.

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Auf die untere Hälfte der Dichtfläche kleine Spur Dichtmittel

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Bohrungen für die Zentrierhülsen Kupplungsdeckel anphasen.

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Zylinder montieren

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Vergaser auf 6247er Düsenstock u. 105er HD umrüsten:

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Einbau, dreimal kicken - läuft.

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Probefahrt:

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Fazit:

Läuft top. Hat ordentlich Leistung. Schaltung, Kupplung, .... alles einwandfrei. Der 6247er Düsenstock in Kombination mit einer 105er HD ist für den Bing 1/19/31 mehr als nur eine Alternative. Für mich die beste Bestückung dieses Vergasertyps. Besser als original. Im Sommer könnte man eventl. eine 100er HD probieren. Ich bin fest davon überzeugt, dass eine Umrüstung - wie beschrieben - viele K 50-Besitzer zufriedener macht. Probiert es einfach aus......
 
Hallo und Grüße,

wenn ich richtig verstehe, ist diese Vergaserbestückung für jeden "Sachs 50s"-Motor (Originalzustand natürlich) gegenüber der "Werksbestückung" überlegen und vorzuziehen.

Danke und Grüße
Eduard
 
Genau, ist meine persönliche Meinung.
 
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