Zündkerzenstecker bzw Kabel mit Ohmmeter prüfen

Thomsen

Thomsen

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Prima 4s
Hallo,
da ich keinen Zündfunken habe möchte ich gerne mit einem Ohmmeter meinen Zündkerzenstecker und mein Zündkabel prüfen.

Wie schließe ich das Ohmmeter an?

Kann ich auch ein Multimeter verwenden?

Es handelt sich um eine Prima 4


Danke im Voraus ;)
 
Moin!

Ist eigentlich beinahe überflüssig. Wenn dann Messpitzen/Klammern an die Kabelenden bzw. an die Holzschraube und den mittleren Kontakt am Stecker. Oder am Ende des Kabels und Kontakt des Steckers, wenn beide verbunden.

Klar, um Zündfunken zu gewährleisten darf das Kabel nicht in der Ummantelung gebrochen sein. Man sollte auch am alten Kabel die beiden Enden mal so einen Zentimeter kürzen, da die Litze evtl. verspakt ist.

Aber die Ursache für dein problem ist wahrscheinlich woanders... ist die Zündung feucht geworden?
Sind evtl. Zündkontakte abgebrannt oder verstellt? Hat es denn vorher funktioniert oder hast du gerade alles neu zusammengebaut/gekauft von jn.?

Ist die Kerze sauber und stimmt der Abstand? Wenn der Isolator verdreckt ist, schließt er evtl. die Elektroden kurz = kein Funke oder zu schwacher Funke. Probiere ggf. ne andere passende Kerze.

Oft sind auch Kondensatoren hinüber, aber meist kündigt sich ihr Ableben über einen Zeitraum an, springt warm schwer an, irgendwann gar nicht mehr und irgendwann auch kalt nicht mehr.

Zündspulen eher selten defekt, aber nicht auszuschließen. Die könnte man nachmessen, aber dann muss man auch wissen, welcher Wert da raus kommen soll. Keine Ahnung, ob das irgendwo nachzulesen ist.

Übrigens: Der Funke kommt nur, wenn man die Eisenhülle des Steckers auch gegen Masse, am besten den Zylinder hält! Sonst kommt da gar nichts.
 
Moin,
danke für die schnelle Antwort ;)

das Zündkabel sieht von außen intakt aus, es ist eigentlich auch noch sehr neu genauso wie der Stecker. Laut der Messung sind diese beiden Bauteile in Ordnung. Ich habe nach langem suchen endlich gefunden wie man das ganze anschließt. Trotzdem vielen vielen Dank! ;)

Mir macht nur die Zündkerze etwas Sorgen, denn sie ist komplett schwarz. Ich habe trotz der schwarzen Kerze probiert das Mofa anzutreten. Ich habe vor dem antreten noch einmal die Zündung eingestellt da ich dachte da es vielleicht daran liegen könnte dass sie gar nicht mehr anspringt.
Nach ein paar mal treten haben ich mich sehr erschrocken, da es laut "gepufft" hat. Ist das normal?

Was könnte ich noch machen bzw prüfen damit mein Mofa wieder anspringt?
- Sie bekommt Sprit
- Zündkerzenstecker und Kabel scheinen in Ordnung zu sein
- Vergaser ist sauber
- Luftfilter ist sauber
- Benzinschläuche sind sauber
- Zündung ist eingestellt
- Tank ist ungefähr halb voll
 
Ja, lief denn dein Mofa vorher?

Also ich habe schon manchmal ne verrusste Kerze die nicht mehr lief unterwegs mit nem kleinen Schraubedreher oder nem abgebrochenem Zweig wieder gangbar gemacht....

Hauptsache den Mittelisolator rundherum sauber kratzen, hab das schon mit nem längs halbierten Zahnstocher gemacht, auch mit wd40 Spray und danach heiß Wasser kräftig ausgespült... klingt alles sehr diletantisch, aber es ging. Normalerweise strahlt man die Kerze mit Sand aus...

Nachdem ich meine Vergasernadel erneuert hatte, ist mir allerdings keine Kerze mehr verrusst.

Vielleicht läuft dein Mofa zu Fett, also zu viel Sprit und zu wenig Luft, also Vergasereinstellung.

Aber versuch mal die Kerze wieder sauber zu kriegen. Oder ne neue.
 
Das Mofa lief vorher einwandfrei.
Es hat zeitweise angefangen zu stottern und und zum Schluss lief es gar nicht mehr. Es springt auch jetzt gar nicht mehr an. Dieses Puffen gestern hat mich echt erschreckt. Nicht das da was auseinander fliegt.

Aber wieso könnte es auch an der Vergasereinstellung liegen?
Das Mofa hat noch die aller erste Düse und getunt wurde sie auch nie.
 
Also wie du das jetzt sagst, tippe ich auf einen Kaputten Kondensator. Der Kondensator einer Unterbrecherzündung sorgst dafür, dass der Abreißfunke zwischen den Unterbrecherkontakten gelöscht wird.
Er hat eine recht kleine Kapazität, er schließt den Untebrecherkontakt einen winzigsten Moment Kurz, dann ist er voll geladen und leitet keinen weiteren Strom, also er und der offene Unterbrecherkontakt trennen die Verbindung zur Zündspule. Also im Moment des Öffnens der Kontakte fließt der Strom in den Kondensator, ansonsten würde er durch den zunächst winzigen Luftspalt zwischen den Kontakten einen Lichtbogen(Funken) ziehen, was widerum bedeuten würde, dass der Unterbrecher den Stromfluss nicht unterbrechen würde, weil der Strom über die Funkenstrecke weiterfließt.

Das vollständige Unterbrechen in dem winzigen Moment des Öffnens der Kontakte (mehrere tausend mal i.d. Minute!) kann nur mit diesem zum Unterbrecher parallel geschalteten Kondensator erreicht werden, da er das Entstehen des Lichtbogens verhindert.

Das Unterbrechen braucht man, da das gerade zuvor in der Zündspule aufgebaute Magnetfeld beim Abschalten schlagartig zusammenbrechen soll. Fält das Magnetfeld einer Spule beim Abschalten zusammen, so ruft es in der Spule eine sog. Selbstinduktionsspannung hervor, die ein Vielfaches der zuvor Angelegten Spannung beträgt, in der Sekundärwicklung der Zündspule entsteht so die mehrere Tausend Volt hohe Zündspannung.

Genauso Funktioniert das beim Kuhzaun, da hängt eine Spule an einer Batterie, ein Relais schaltet den Strom weg, und die Ladungsmenge, die das zurückstürzende Magnetfeld in Gang setzt zuckt durch den Zaundraht - eine kleine Ladungsmenge, also ein kleiner Strom - völlig Ungefährlich - aber eine hohe Spannung, die schnell überschlägt, auch durchs Fell der Tiere.

Ein Kondensator geht nicht von einem a.d. nächsten Moment kaputt, er kündigt sein Ableben an, durch Stottern, schweres Starten, besonders wenn der Motor warm ist.
Je schlechter der Kondensator funktioniert, je größer wird der Abreißfunke am Unterbrecher, dadurch verringert sich das Abschaltvermögen, der Strom fließt zu immer größererem Teil weiter, wodurch wiederum die Zündspannung nachlässt.

Durch das Nachlassen der Zündspannung wiederum ist der Motor nicht nur schwerer zu starten, er verbrennt auch schlechter, was dann zu der Verrusten Kerze führen kann.

Versuch zunächst die Kerze zu säubern, dann weiter sehen.

Anzeichen für Kondensatorschaden: Das oben Erwähnte, auffälliges Funkenfeuer zwischen den Unterbrecherkontakten, wenn Motor noch läuft. Auffällig weiss beschlagene Unterbrecherkontakte als Folge des Funkenfeuers, bishin zum sichtbaren Abbrand der Kontaktflächen.

Du könntest an deiner (natürlich gesäuberten) Zündkerze die Elektroden um 0,2 mm enger Zusammenklopfen, mit ner Fühlerlehre misst man den Abstand. Funktioniert das dann wieder, so kannst du 98% sicher sein, dass der Kondensator hinüber ist. Aber fahre so nicht mehr weit herum, der Motor verbrennt nicht mehr vollständig und kann im Krümmer nachbrennen.

Um den Kondensator zu wechseln musst du aber wissen, wie man das macht.
 
Kann natürlich auch sein, dass deine Kerze einfach runtergebrannt ist. Ich hab mal geguckt, bei deinem Motor soll der Elektrodenabstand bei 0,5 mm liegen. Einstellen mit einer Fühlerlehre, kauf dir gleich ne mehrteilige bis 1mm, da hast du alles was du brauchst und kannst auch damit Sachen nachmessen, z.B. den Abstand der Zündkontakte, den Abstand der Magnete im Polrad von den Spulenankern.

Ich hatte gerade ne etwas runtergebrannte Zündkerze, statt 0,4-0,5mm Sollwert 5,5mm Istwert. Motor lief schwächer und sprang warm manchmal schlecht oder gar nicht an. Alles nur deswegen.

Ach, das ist sicherlich interessant für dich: http://www.technik-ostfriese.com/techni ... eitung.php

Allah erbarme sich deiner.
 
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