Gude,
ich würde auf keinen Fall die Nadel abziehen. Oftmals geht dann erst die Nadel, die Welle und/oder die Feder endgültig kaputt.
Selbst wenn man das wieder zusammen bekommt, zeigt der Tacho meistens dann nur noch Unfug an. Man kann den Tacho denoch wieder richtig reparieren, wenn man wie folgt (Vorschlag) vorgeht:
Diagnose hier bei diesem VDO aus 1976. Wellen-Antrieb fest und verharzt, Gammel überall, Nadel krumm und klemmt am Ziffernblatt und Nadel verblichen. So wie wohl bei den meisten dieser Dinger.
Aufbördeln.
1. Dann mit reinem Alkohol den Antrieb mit Pinsel betreufeln und vorsichtig mit Minischraubenzieher hin und her bewegen bis die Welle freigeht. Und das wird sie definitiv, weil Alk das Harz zersetzt. Nur etwas Geduld. Jetzt alle Wellen mit Alkohol reinigen. Dann mit nicht verharzendem und säurefreien Öl für Großuhren (gibts beim Uhrmacher) sparsam einölen.
Auf keinem Fall darf Öl auf den Wirbelstromgenerator, oder das Ziffernblatt kommen.
2. Die krumme Nadel vorsichtig mit Abdeckband unterfüttern. Jetzt mit dem Heißluftfön vorsichtig erwärmen bis man die Nadel mit dem Minischraubenzieher nach oben biegen kann. Halten und abkühlen lassen. - Wieder gerade!
3. Farbe: Ich benutze eine UV beständige Pigmentfarbe. Die ändert ihren Farbton nicht. Gibts im Modellbau in allen Farben.
4. Ist die Nadel bereits abgebrochen und liegt im Tacho. Dann gerade biegen und an den Stumpf (min. 2-3 mm) mit Schrumpfschlauch anbringen. Danach lackieren. Die kleine Verdickung am Anfang fällt dank der Farbe kaum auf.
5. Der Stumpf ist zu kurz. Dann einen heißen dünnen Draht in das verbliebene Kunststoff drücken und etwas JP Weld dort als Deckel darüber. Mit dem Dremel beischleifen. Auch hier kann man den Zeiger mit Schrumpfschlauch überziehen und lackieren.