Moin!
Als nächstes solltest du mal den Vergaser reinigen. Am Besten mit Benzin spülen, mit Küchenpapier ausputzen, dann WD40 oder Bremsenreiniger in die Kanäle sprühen, Düsensitze kann man auch mit Ohrstäbchen reinigen. Am besten mit Druckluftpistole alle Kanäle und nat. auch die Bohrungen der Hauptdüse durchpusten, unter vorheriger Verwendung von WD40 oder Bremsenreiniger.
Alles wie es war zusammenbauen, wenn du den Gaszug ausgehängt hast, achte auf korrektes Einhängen von Zugnippel und dem Choke-Schieber. Aber nur wenn du den Gaser z.B. i. deine Werkstatt zum Auspusten bringen willst musst du den Zug entfernen.
Sonst reicht es den Gaser vom Zylinder abzuziehen. Kann schwer gehen... auch das wieder aufsetzen mit Faltenbalg (auch mal von innen reinigen und die Durchführung im Rahmen)...
aber es geht, sonst würde er ja nicht da sitzen.
Kann natürlich sein, dass da auch Wasser mit im Spiel ist, wenns draußen stand. Sprit sollte aber vom letzten Jahr eigentlich (beachte die Bedeutung des Wortes "eigentlich") noch ok sein.
Wenn wirklich die Kerze funkt und der Vergaser sauber ist und auch kein Mäusenest im Auspuff, dann wäre ein Spritwechsel natürlich ne Maßnahme.
Aber da sie schon letzten Herbst gezickt hat denke ich es ist der Vergaser. So ein Siebfilter lässt immer noch feine Rostpartikel durch, einen Papierfilter darf man aber nicht verwenden! Der lässt den Motor zu mager laufen, Gefahr!
Kannst ja auch erst mal die Hauptdüse rausdrehen, das Loch mit dem Daumen zuhalten und ankicken, um den Düsenkanal freizukriegen, dann aber die Düse durchpusten. Geht sehr gut mit ner Fahrradluftpumpe; unterwegs hab ich sie auch schon mal "freigeküsst"...
Ich würde auf jeden Fall den Tank gründlich entrosten, bei meiner mk2 war anfangs ne ganze Tasse loser Rost drinn, nur beim Ausspülen. Aber gründliches Ausspülen mit Benzin hat nicht gereicht, immer wieder Vergaserprobleme.
Dann habe ich eine Ofenrohrbürste (Stahldraht) mit Seitenschneider zurechtgestutzt, dass sie i.d. Tanköffnung passt, drei Flaschen Breff Kalk und Schmutzreiniger rein, immer wieder Schütteln, Tank alle halbe Stunde mal anders lagern. Vor allem oben ist viel krümeliger Rost.
Dann die Bürste in ne Bohrmaschine gespannt und die ganzen Innenwände mit nicht zu schneller Drehzahl abgebürstet, um die Öffnung herum mit kleiner Stahldrahtbürste geputzt und die Ofenbürste noch mal L-Förmig gebogen und von Hand die Sicken ausgebürstet.
Dann die Breff-Brühe mit Wasser bis zur Öffnung aufgefüllt und über Nacht stehen lassen.
Am nächsten Morgen raus die Suppe, alles nochmal nachgebürstet, zehn oder zwanzig mal mit Duschschlauch kräftig heiss und kalt ausgespült.
Zuletzt mit Spiritus mehrmals ausgespült und mit einem in den Rest des Drahtes der Ofenbürste (war über 1m lang) gequetschtem Stück Tuch den Tank von innen ausgetupft, danach auf zwei Herdplatten getrocknet (vorsicht, nicht zu heiß, wg. der Farbe!).
War sehr stark verrostet, aber danach alles super. Bei nicht ganz so starkem Rost einfach dieser Anleitung folgen:
http://home.arcor.de/wawa.the.duck/frame_tipps.htm , auf "Tankreinigung" klicken.
Es lohnt sich auf jeden Fall, wenn der Tank innen merklich Rost freisetzt.