Sachs 50S Standgas raues Motorgeräusch

Möglich.
Und wenn z.B. das kleine Ritzel dann noch andersrum drauf ist als wie vorher, dann kann es Geräusche machen.
Beim Beschleunigen oder wenn du durch Runterschalten bremst, hörst du da was?

Kann schon sein, dass die Zähne im Lehrlauf klappern und mahlen, wenn da Spiel drin ist und wenn dann noch das große Rad auf der Welle kippelt, oder die mittlere Welle selbst sogar kippelt.
Bei Belastung fügt es sich wieder, und bei höherer Drehzahl eiert und schwingt es nicht mehr.

Man muss das raushören, bisschen rumspielen, sich vergegenwärtigen, was da drin passiert und alles auch befühlen.
 
Ja, Es pfeift bei last. Das hat es vorher auch schon immer gemacht. Da das Ritzel jetzt aber durch die größere Distanz weiter nach außen gekommen ist, pfeift es jetzt noch stärker. Aber das konnte ich mir schon denken.
Wenn ich jetzt wüsste wie sich das ganze bei einem intakten Primärgetriebe anfühlt und wie es aussieht könnte ich demnach besser handeln.
Aber schonmal danke für die Hilfe :D
 
Die Zähne haben nat. immer etwas Spiel, aber halt nur ein bis drei Zehntel, keinen halben oder ganzen mm.
Er sollte nicht hacken beim Lastwechsel.

Das mit der Ausgleichscheibe war schon dumm. Und ohne die zusätzliche Scheibe ragt das kleine Ritzel über den Rand des großen hinaus?
Wenn nicht hätte ich es in dem Fall einfach so gelassen.

Umdrehen wäre dann noch ein Versuch.

Hast du 3 oder 5 Lamellen-Kupplung?
 
Das Ritzel war normalerweise hinter ein stück hinter dem Primärrad, jetzt sitz es sogar ein stück weiter drauf. Das größere Problem ist eben das es ohne die 3,5mm nicht richtig fest montiert war. Durch den Kaputten Keil konnte ich das Ritzel in Drehrichtung 2mm hin und her bewegen obwohl die mutter fest angezogen war. Die Mutter war durch die fehlenden scheiben einfach nur am ende des Gewindes.

Ich glaube das es eine 5 Lamellen-Kupplung ist, habe die jedenfalls noch nicht außeinander gehabt. Es ist ja ein 50/5akf und in den ersatzteillisten haben die auch 5 Lamellen und das aufgeschraubte Primärrad.
 
Ja richtig, 5 Lamellen also.

Das ist ja auch bescheuert, so ein Ritzel derart falsch zu befestigen...

Und jetzt wo es fest ist, klappern die Zähne oder sitzen sie eng zusammen?

Dein Geräusch kommt auch im Leerlauf oder etwa bei gezogener Kupplung?

Wenn man so einen Motor mit der Kupplungsseite nach oben liegen hat (geht such Moped auf der Seite), das Primärritzel ohne Keil und ohne Mutter lose auf die KW steckt, so dass es frei drehen kann, dann kann man schon erahnen, in welche Richtung das kleine eingelaufen ist, wenn man am großen dreht.

Aber bei deinem ist ja leider nur die Hälfte miteinander eingelaufen...

Ansonsten fällt mir noch das Axialdrucklager der Kupplung ein, oder die Nadellager im Vorgelegerad.
Aber die arbeiten nur bei gezogener Kupplung.
 
Die Zähne klappern nach wie vor, da hat sich nichts geändert. Das Primärrad hat Axialspiel ist mir noch aufgefallen. Bei gezogener Kupplung verändert sich nichts an dem Geräusch.
 
Moment...

Was hat Axialspiel? Das große Rad oder das kleine?
Die Welle oder nur das Rad?
 
Das große an der Kupplung.
 
Wieviel Spiel? Und die Welle ist aber Spielfrei?

Du kannst ja mal schauen, woran es hapert:
http://home.arcor.de/s125rep/parts505/frame020.htm

Den Druckteller kriegt man so raus. Dann ist die ganze Kupplung mit nem kleinen Sprengring gesichert.
Wenn nur unter einem mm Spiel ist, fehlen wahrscheinlich Scheiben Nr. 3.
Aber ich würde jezt gucken, ob auch unter dem Vorgelegerad ein intaktes Drucklager Nr. 12 und die (richtige 2mm) Scheibe Nr. 14 verbaut ist.
Letzteres könnte man mit dem Tiefenmessdorn eines Messchiebers und ner Taschenlampe feststellen, also du brauchst nicht die Nabe abschrauben.

Schaue auch, ob die Buchse Nr. 6 bzw. zwei dort vorhandene Nadellager noch intakt sind.
 
Ja, da ist schon ganz ordentlich Luft. Tödlich ist es beides nicht, ich würde sagen, bei Gelegenheit erneuern.

Du sagtest, das große Rad hätte axiales Spiel, hast aber hier nur radiales Spiel vorgeführt.
Wenn das Rad in den Motor rein und raus zu schieben geht, dann bau den Humpen mal ab und tu wie ich zuvor beschrieben habe.

Wenn du schonmal beim Videos machen bist, kannt du ja nochmal den Kolbenbolzen in der Buchse zeigen.

Ganz nebenbei, du hast die KW-Lagerung gründlich geprüft auf axiales Spiel und radiales Spiel links und rechts? Und das Polrad schleift nirgendwo an der Zündung und bewegt sich tatsächlich nur in Drehrichtung, ohne irgendwie auch nur 0,1mm zu wackeln?
 
Ok dann hab ich das mit radial und axial vertauscht :D
Mit dem Sprengring und passscheiben hat es kein axial Spiel und hatte es auch vorher nicht. Das Drucklager ist vorhanden :D und es sind auch die richtigen Scheiben da.
Beim Pleul muss ich das mal sehen ob man es in nem Video erkennen kann, ist ja recht wenig und auch nur ohne Öl spürbar.

Die KW lagerung ist top, an beiden seiten ist nichts zu spüren und die Lager machen keine Geräusche, die Lager haben auch erst 3000km drauf nachdem ich die gewechselt habe.
 
Hast du genau gemessen, mit Tiefenlehre im Gehäuse und auf 0,05mm genau ausgeglichen?
Das ist nicht so ganz einfach, wenn man das mal so ohne Erfahrung gemacht hat.
Ich sage mal, am 501er 3 oder 4 Gang kann man das gut lernen, da man nur 2 KW-Lager hat und man die Welle ohne Simmerringe prüfen kann.
Beim 50s wird der linke Simmerring schon vor dem linken Lager verbaut, und dann dreht die Welle nicht mehr so frei, wie sie zur Prüfung laufen sollte.
Beim 501er merkt man durch ganz sanftes Abbremsen der KW an einem Teil der Drehung, dass der Berührungspunkt BO Außenring mit Kugelkranz gefunden ist. 0,05 mm mehr, und die Welle strammt auf der ganzen Drehung, 0,05mm zu wenig, und das BO Lager sitzt etwas zu luftig.
Beim 50s oder 50/5 hat man diesen Anhaltspunkt wg. des verbauten Simmerringes nicht, man muss seiner Messung bis auf max. 0,1mm vertrauen und das Verhalten des Lagers während des Verschraubens und nach festem Verschrauben interpretieren können.
Und man muss das linke Lager so einbauen, dass es keinen Druck auf die Hauptlager ausübt.
Ich würde es am bereits verschraubten Motor im heißen Sitz über den Primärtrieb der Welle verschrauben und dann nochmal den linken Wellenstumpf mit dem Schlosserhammer prellen oder mit dem Hartplastik vom Schonhammer, Sitz viell. nochmal kurz nacherhitzen. Dann sollte es gut sein, zumindest, wenn auch die Hauptlager richtig ausgeglichen sind.
Man muss halt immer sehen, was passiert, und abprellen sollte man eine Welle sowieso immer und auch das Gehäuse.
Auch die Hauptwelle muss man oft über den linken Bund bis zum Anschlag ins rechte Lager treiben, da es dort oft schwer reingeht. Sonst denkt man, die Welle ist zu eng ausgeglichen.
 
Ich hatte das vorher bei meinem 501/3 gemacht, und bei dem 50/5 akf habe ich auch mehrmals gemessen und sogar die Dichtung vorher mit den Motorhälften zusammengezogen das ich später auf das richtige Lagerspiel komme. Bis jetzt hat es ja den Augenschein das ich es richtig gemacht habe :D
 
Die Passscheiben gibt es in 0,05mm-Schritten.
Wenn aber z.B. 1,75mm Ausgleich richtig ist, dann sind 1,8 zu viel und 1,7 zu wenig.

Sowieso ist das Spiel beim warmen Motor größer, deshalb Messe ich immer so stramm wie möglich ein.
Aber zu viel Druck auf dem Lager ist auch schädlich.
Das Pleuel sollte immer fast von alleine wieder hochkommen, bzw. ist es okay, wenn die Welle nur auf einem Teil der Drehung 100% frei dreht, dann ist der Berührungspunkt sichergestellt und das sanfte, kaum spürbare Strammen sind nur die 2 Hundertstel, die sich beim Messen an drei Punkten des Lagers erahnen lassen, es schadet rein gar nichts und bei leichter Erwärmung ist es gar nicht mehr vorhanden.
 
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