sachs 501 Gehäuse verspannt ?

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Hans-Martin

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Hallo, und vielen Dank für die Aufnahme im Forum, ich habe einen Sachs 501 3Gang Motor 1970 zerlegt und nach Anleitung problemlos die Lager getauscht. Beim pprobeweisen Zusammenbau stelle ich nun fest das das das Getriebe sehr stramm sitzt, fast schon klemmt ?! . Kann sich das Gehäuse verziehen, hatte es auf 120 grad erhitzt zum Einbau des Kurbelwellenlagers.
haben die Gangräder eine spezielle Einbaulage ? die Beschriftung auf dem Zahnrad liegt bei mit Ritzelseitig
vielen Dank für eure Tipps !
 
Alle Wellen müssen eingemessen werden, sonst kann es schon sein, dass sich das verspannt und keine Luft hat.

- Abtriebswelle
- Kickstarterwelle
- Kurbelwelle
- Schaltwelle
- Schaltautomat
- Kupplungsrad

O. g. Bauteile müssen ein bestimmtes Axialspiel aufweisen.

Wie bist du vorgegangen? Neue Lager und einfach alles mit den vorhandenen Paßscheiben wieder zusammengebaut?

Gruß Holger
 
Übrigens lacht dich das Gehäuse bzw. der Lagersitz aus, wenn du ihn auf nur 120° C erhitzt, da tut sich nämlich gar nichts. Das muss schon ein paar Grad heißer sein.

Gruß Holger
 
Hallo, nein Kurbelwelle habe ich nach Anleitung ausgemessen, da fehlen mir noch 4/10tel an paßscheiben, aber ich habe das Gehäuse mit dem Getriebe Mal probeweise mit den vorhandenen Scheiben zusammengesetzt und es kommt mir so stramm vor das Getriebe ,OK beim Einbau der Kurbelwelle mit Lager war das Gehäuse vielleicht bei 150 Grad und die Kurbelwelle aus dem Gefrierschrank hat sofort gepasst ohne Druck, das ging problemlos .. ich denke ich mach alles mal komplett und mit ein wenig Öl wird's vielleicht besser !<br /><br />-- 15.03.2021 20:55 --<br /><br />Danke ... Und die Lage der Gangräder passen links und rechts rum, weiß aber nicht mehr wie sie drin waren, kann ich auch an den Zahnflanken nicht sehen , Gruß, Hans Martin
 
Hans-Martin":eh22foj1 schrieb:
Danke ... Und die Lage der Gangräder passen links und rechts rum, weiß aber nicht mehr wie sie drin waren, kann ich auch an den Zahnflanken nicht sehen , Gruß, Hans Martin

Das stimmt nicht, z. B. erstes u. zweites Gang-Schaltrad: hier muss man schon richtig herum verbauen, sonst findest du später keinen Leerlauf bzw. nur ein Rattern, da nicht genügend Platz für den Schaltkeil.

Auch Öl hilft Dir nicht. Die Wellen müssen leicht drehen, wenn die Hälften zusammen gefügt sind.

Hole Dir Hilfe, da sind zu viele Sachen, die nicht passen.

Gruß Holger
 
r049.jpg


Beachte Einbauweise Schaltrad erster und zweiter Gang.

O. g. Bild gilt auch für die 501er Motoren, obwohl vom 50 S
 
Hans-Martin":1906xp6z schrieb:
ich habe einen Sachs 501 3Gang Motor 1970 zerlegt und nach Anleitung problemlos die Lager getauscht.

Nach welcher Anleitung bist du denn vorgegangen??

Mit oder ohne Dichtung die Hälften zusammengefügt, probehalber? Dichstärke beim Ausdistanzieren mit eingerechnet? Mit welchen Maßen hast du die Wellen ausdistanziert, welche Mengen an Paßscheiben wo aufgelegt:

- Kickstarterwelle: i. d. R. ca. 1 mm
- Abtriebswelle: i. d. R. ca. 1,3 mm
- Kurbelwelle: zwischen 1,5 und 2,5 mm

O. g. Werte sind ca.-Werte, hängen von der Stärke der Mitteldichtung und noch anderen Faktoren ab.
 
Hallo
Beim 501/3+4 muss man schon alles richtig machen. Wenn man das noch nicht so oft gemacht hat kann das schon mal daneben gehen.

Ausmessen so wie Holger das beschrieben hat.
Ich würde in deinem Fall , in Verbindung mit deinen Messergebnissen ,die Starterachse ,Hauptwelle und die Vorgelegewelle einzeln einbauen und schauen ob das Axialspiel passt. Eine Welle einbauen mit trockene Mitteldichtung und die Motorhälften zusammenziehen. Welle raus ,nächste rein und prüfen . Alles ohne Wellendichtringe.Wenn die Wellen leicht drehen und du fühlst kein Axialspiel dann passt das wohl.
Besser und genauer ist ,da auch noch eine Messuhr benutzen und das Axialspiel prüfen. Dann weißt du schon mal ,das keine dieser Wellen nach dem zusammen ziehen der Hälften klemmt.

Bei der Kurbelwelle ist das etwas schwieriger,wegen dem 6203 C4 auf der Primärseite. Der Lagersitz muss richtig heiß sein, um die Kurbelwelle mit aufgepressten Lager , in den Lagersitz zu schieben. Hast du das nicht heiß genug gemacht, bleibt das Lager auf halben Weg stecken.

Man kann auch mit verschieden dicken Mitteldichtung da noch etwas distanzieren. Nur das muss dann bei allen Wellen wieder passend sein.


Hier mal eine Anleitung.
https://drive.google.com/file/d/1eQCYcK ... sp=sharing
Gruß Klaus

-- 16.03.2021 00:45 --

https://drive.google.com/file/d/1eQCYcK ... sp=sharing<br /><br />-- 16.03.2021 01:13 --<br /><br />Niemals auf die Kurbelwelle schlagen um sie in den Lagersitz zu bekommen. Auch beim Aufpressen der Kugellager immer eine Zwischenplatte benutzen,so wie es in der Reparaturanleitung gezeigt wird.
 
Hallo, bin hier nach vorgegangen :http://www.50er-forum.de/tipps/Sachs-501-4-Motorueberholung.php, das hat auch super geklappt, werde die Wellen alle nochmal ausmessen, dann sehen wir weiter !!, Habe erstmal die Paßscheiben bestellt !
 
Die Sachs Reparaturanleitung auch zur Hand nehmen.Gute Informationsquellen auch nutzen,so wie Du das schon gemacht hast.<br /><br />-- 16.03.2021 11:47 --<br /><br />So 100%tig hat das ja noch nicht mit deiner Anleitung geklappt.Ich denke gute Infos hier und die Sachs Reparaturanleitung bringen da schon was.
 
Ja genau, bin ja schon froh die Lager raus und wieder reingekriegt zu haben... Jetzt werde ich erstmal alles genau studieren, dann sehen wir weiter , gebe dann Mal Rückmeldung!
 
Viel Spaß bei Hercules Sachs.
Gruß Klaus
 
Hallo, zusammen, ich bin ein ganzes Stück weiter, :D in der Wartungsanweisung stand etwas von Kugellager nachpressen, ok ich hatte wohl das Lager der Hauptwelle etwas verkantet, einmal nachgepresst und siehe da, Getriebe läuft einwandfrei, vielen Dank für eure Tips ! Wenn es wieder Probleme gibt werde ich sicher nochmal hier nachfragen.
 
@ Hans Martin
Das mit dem nachpressen ist richtig ,auch laut Reparaturanleitung.

In deinem Fall hat es ja nichts mit dem nachpressen zu tun. Du hast das Kugellager von Anfang an ,nicht richtig in den erwärmten Lagersitz bis zu Anschlag gepresst. Es sollte sofort bis Anschlag eingepresst werden,dann sitzt es eigentlich schon da wo es hin muss. Ist der Lagersitz gut erwärmt, kann man das Kugellager mit leichtem Pressdruck .b.z.w schon ohne pressen in den Lagersitz einschieben.

Ich nehme auch eine Presse und mit ganz wenig Druck sind die Kugellager drin. Geht es schwer ist der Lagersitz noch zu kalt und er leidet auch darunter.
Gruß Klaus
 
Ich hatte schon manchmal das Problem, dass die Lageraußenringe beim Abkühlen nicht festgingen.
An der KW sollten sie sich bei ca. 90 Grad auf k. Fall drehen lassen, weil es da bis zu 80 Grad heiß werden kann. Am Getriebe kann man vielleicht bei 50 Grad zufrieden sein, Sommer und Motorwärme plus ein paar Grad Sicherheit. Wenn nicht, dann Loctite 603.
Idealerweise gehen sie zwischen 100 und 120 Grad fest.
Ausbau erfordert aber meist 140 oder weit mehr Hitze und kräftiges Klopfen auf der Herdplatte. (Nicht auf dem Ceranfeld! :lol: )
Ein strammer Schiebesitz an der Hauptwelle rechts kann auch den Eindruck einer strammenden Welle geben.
Da hab ich schon mal einige Scheiben weggenommen, aber irgendwann merkt man das und klopft mal von links auf die Welle. Seitdem klopfe ich da immer beim Prüfen.

Ach, und wenn man an den Innenringen der Lager misst und dann 0,05 bis 0,1 mm Spiel lässt, passt es immer.
Das geht auch beim BO17, wenn man etwas auf den Innenring auflegt und mittig ohne den Ring zu kippen misst. Z.B. einen anderen Ring, wo man ein präzises Maß hat.
So bekommt man das "echte" Maß, und nicht ein durch unterschiedlich stramme Presssitze erzeugtes.
Da hat man nur beim 6203 die Abweichung, und die geht i.d. Regel nach außen. Mit 0,05 mm Spiel sollte es sicher passen, aber auch mit 0,1 mm.
Wenn man vernünftige BO Lager hat, tolerieren die das auch locker.
 

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