KX-5 kein Zündfunken

Stecker ab, Daumen an die Litze und Polrad per Hand rechtsrum über den Zündzeitpunkt drehen, etwas Schwungvoll, Kerze sollte raus sein, geht sonst nicht so locker.
Da spürt man, ob überhaupt ein Stromstoß rauskommt.
Bei etwas schwungvollem Drehen sollte es noch im Oberarm zucken.
Man kann so auch die Kerze im Stecker prüfen, indem man den Stecker beim Drehen an den Zylinderkopf hält.
Dort sollte dann auch ein deutlicher Funke hörbar überspringen.
Mit dem Fühlen erhalte ich aber einem Eindruck von der Stärke des Stromstoßes. Wie gesagt, es sollte schon im Oberarm ankommen.
Ist aber keine Garantie fürs Fumktionieren, da manche Störungen erst im Betrieb bei best. Drehzalhl auftreten oder nach Erwärmung.
Sinnvoll ist es, den Widerstand des Steckers zu messen, er hat einen Entstörwiderstand und sollte so bei 1kiloohm messen. Der kann kaputtgehen, dann ist er meistens hochhohmig.
Auch die Kerze kann kaputt sein, besonders die NGK "R" haben einen sehr anfälligen Entstörwiderstand.
Aber was du schilderst klingt eher nach einer kaputten Zündspule, vermutlich das außenliegende Teil.
Aber man sollte schon kleinere Defekte ausschließen.
Auch die Verschlechterung der Funktion und das es mit der Erwärmung auftrat spricht definitiv für einen Isolationsschaden an der Hochspannungswicklung der Zündspule.
Zumal der Kondensator ja erneuert wurde.
Am Stator, also auf der Grundplatte würde ich keinen Fehler vermuten.
Auch falsche Einstellung führt nicht zu den genannten schweren Problemen.
 
Guten Morgen,

ich hatte gestern mal den Zündkerzenstecker abgenommen und ihn versucht mit meinem billig Multimeter zu vermessen. Diese zeigte einen unendlich hohen Widerstand an. Heute morgen habe ich im Geschäft mit einem hochwertigen Multimeter nachgemessen und siehe da 107 kOhm.
Somit werde ich diesen auf jedenfall mal ersetzen gegen einen mit 1kOhm und berichte dann weiter, ob es was geholfen hat.
Falls nicht halte ich mal meinen Daumen auf die Litze :shock:

Danke soweit schonmal.
 
Gestern Abend hatte ich noch kurz den Zündkerzenstecker gewechselt, wie aber schon vermutet, war das nicht der (alleinige?) Fehler.
Somit vermute ich jetzt mal, dass die Zündspule defekt ist.
Du meintest ja, dass sämtliche Nachbauspulen Schrott sind und hast mir Holgers Zündung empfohlen.
Gibt's denn da echt keine Möglichkeit, die bestehende Zündanlage weiter zu benutzen ?
Zudem wäre ich nichtmal in der Lage eine neue Zündung einzubauen.
Wie wäre es mit gebrauchten Originalteilen ? Aufgrund des Alters eher problematisch nehme ich an, oder ?
 
Ich habe nur zwei NOS-Zündungen Ducati für die KX 5. Keine Zündspule. Zündspule kann man auch welche vom Sachs 50 S mit Bosch-Unterbrecherzündung nehmen.

Gruß Holger
 
Was ist denn eigentlich der Vorteil der NOS Zündungen ? Sind die kontaktlos, sprich ohne Unterbrecher ?
Sind die Nachbau Zündspule für den Sachs 50s Motor besser als die für die KX-5 bzw. gibt's da einen Unterschied ?
Ich hätte für meine KX-5 jetzt probeweise diese bestellt:
http://www.mopedparts.de/de/hercules-sa ... /-empty-12
oder würdest du mir eine andere empfehlen ?

Gruß Manuel
 
NOS = New Old Stock
Ducati: Mit Unterbrecher, so wie original bis ca. 1992 verbaut.

Gruß Holger
 
Da ist eine NOS Zündspule zum erschwinglichen Preis.

Aber: Läuft es mit neuem Stecker und externem Kondensator immer noch nicht?

Den externen Kondensator braucht man auch nicht mit nem Extrakabel rausführen.
Man muss einfach die Kabel, die auf dem alten Kondensator saßen verbinden und fixieren - z.B. mit einer 3 oder 4 Segmente langen Lüsterklemme, die man ins Loch des Kondensators steckt.
Den Elektronik Kondensator ca. 23yF, vorzugsweise einen MKP, kann man einfach a.d. Hauptklemme zwischen Abstellkabel und Masse (Halteschraube der Klemmleiste) anbringen. Einfacher gehts nicht.

Was für einen Kondensator hast du drin? Vielleicht keinen geeigneten?

Nimm einen Entstörkondensator MKP von Conrad, bis 275 VAC (Volt Wechselspannung). Irgendwas bei 23 Mikrofarad. Sollte so ein rechteckiges gelbes Teil sein.
 
Hallo.

Er braucht diesen hier. Den habe ich auch extern bei meiner KX-5.

10807927pd.jpg


Bei Interesse, schreib mir eine pm mit Deiner Adresse. Dann schick ich Dir einen.

Im übrigen habe ich meine KX letztes Jahr auch mit Aussetzern abgestellt. Immer in dem Glauben, ich hätte die Kontakte korrekt eingestellt. Dieses Jahr habe ich es dann mal mit neuen versucht. Vor dem Ausbau habe ich den Kontaktabstand nochmal überprüft, 0.3 Zehntel gingen schwer durch. In meinen Augen zu eng.
Jetzt fahre ich mit einem Abstand von 0.4 - 0.5, ohne Aussetzer.


Gruß, Stefan
 
Hallo zusammen,

der Tausch des Zündkerzensteckers war erfolglos, eben kam die neue Zündspule welche ich auch gleich verbaut habe aber auch jetzt tut sich noch nichts.

Bisher habe ich den Kondensator verbaut:
http://www.moped-garage.net/Moped-Baugr ... ndung.html

Dazu habe ich am originale Kondensator die 2 Kabel zusammengelötet und ein Kabel nach draußen verlegt. Sie lief letztes Jahr auch noch mit diesem neue Kondensator, wenn auch mit dem gleichen Schadensbild wie zuvor, sprich Zündaussetzer sobald sie warm wurde bis hin zu avsterbendem Motor, umso wäre sie wurde umso schlimmer wurde es.

Wie wäre nun euer nächstes Vorgehen ?
Unterbrecherabstand kontrollieren ?


PS: Immernoch das gleiche Fehlerbild, mit dem Multimeter ist eine Spannung zu messen aber scheinbar immer noch zu klein um einen Funken zu erzeugen.

Gruß Manuel
 
Ich würde mir einen neuen Unterbrecherkontakt besorgen und den verbauen.
Am besten bestellst Du Dir noch einen Zündzeitpunktpistole zum abblitzen. Den Zündzeitpunkt wirst Du auf jeden Fall nach Unterbrechertausch neu einstellen müssen.

Eine Anleitung zum einstellen der Zündung findest Du hier.


https://www.wawa-the-duck.lima-city.de/ ... bedkx5.htm

Gruß, Stefan
 
Ich würde als erstes den Kondensator von Stefan nehmen, das ist ein robuster MKP.
Dein Nachbau ist mit 70%iger Wahrscheinlichkeit kaputt.

Abblitzen halte ich bei der Kx5 für übertrieben. Einstellung nach Betriebsanleitung, also nach Augenmaß allerdings halte ich für zu ungenau.

In meiner Antwort vom 6.9. ist der Link zum Thema, wie ich es besser mache, nämlich mit Multimeter den Schaltmoment überprüfen und den Kolbenhub an der Messuhr ablesen.

Für Wartung von Zündanlagen dieser Art sollte man eine Fühlerlehre von 0,5 bis 1mm besitzen, eine Messuhr mit Adapter M14 und ein 20 Euro Multimeter.

An der Ducati würde ich auch zuerst nach Sachs-Vorgabe mögl. genau den Unterbrecherkontaktabstand auf 0,4 mm einstellen und dann per Drehung der Grundplatte den Zündzeitpunkt auf den angegebenen Kolbenhub legen.

Mehr muss man nicht machen. Aber auch nicht weniger.<br /><br />-- 16.09.2016 13:03 --<br /><br />Einen Unterbrecher braucht man nur tauschen, wenn die Kontaktflächen übel aussehen, oder wenn er nicht mehr gerade zubeißt sondern mahlt wie eine Kuh.
Ist letzteres der Fall, wird man mit Messuhr und Multimeter feststellen, das Öffnen und Schließen der Kontakte zu verschiedenen Kolbenhüben stattfinden - der Unterbrecher ist also nicht mehr korrekt einstellbar.

Geschlossen sollten 0,1 bis max. 0,3 Ohm zu messen sein. Geöffnet jeweils min. 0,5 bis über 1 Ohm mehr.
Gemessen zwischen abgeklemmten Abstellkabel und Zylinderkopf oder Masseanschluss.
 
Hallo zusammen,

leider hatte ich gestern keine Zeit nach dem Patienten zu schauen, weswegen ich mich erst heute wieder melde.

Stefan, du solltest eine PM haben :)

Ich habe eben mal eine Einkaufsliste erstellt, ganz schön teuer, die gute KX-5 wieder zum Laufen zu brigen ...
Fühllehre:
https://www.amazon.de/KS-Tools-300-0600 ... %BChllehre
OT-Finder
https://www.amazon.de/SW-Stahl-Z%C3%BCn ... essuhr+m14
Multimeter
https://www.amazon.de/Multimeter-Spannu ... +autorange

Gibts dagegen was einzuwenden ? Hättet ihr andere Empfehlungen für mich - evtl. auch günstiger ?

Wo genau ist denn eig. das Abstellkabel zum Messen ?

@ Mopedikürer:
Du meinstest ja, dass man den Widerstand zw. Abstellkabel und Masse messen soll, einmal mit geöffnetem Unterbrecher und einmal mit geschlossenem Unterbrecher.
Verstehe ichd as richtig, dass ich geöffnet/geschlossen durch verdrehen des Polrads erreiche ?

Sry für die ganzen dämlichen fragen, ist für mich leider alles Neuland. Die Zündung einstellen wird wohl auch noch was werden.

Aber rein vom Prinzip, kann denn mein Fehlerbild auf eine falsch eingestellte Zündung hindeuten ? Ich meine sie lief letztes Jahr noch relativ gut und dann auf einmal gar nicht mehr. Verstellt sich diese von alleien ?

Gruß Manuel
 
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Hallo Manuel.

Ich vermisse in Deiner Einkaufsliste einen neuen Unterbrecherkontakt.
Diesen findest Du hier.

http://www.sip-scootershop.com/de/produ ... +_20213481

Dort gibt es auch die Fühlerlehre für ein paar Euronen günstiger.

http://www.sip-scootershop.com/de/produ ... m_60825000

Kleiner Tipp noch. Wenn Du alles zusammen hast, würde ich nicht alles auf einmal machen. Will sagen, erst Kondensator, und dann mal schauen, ob es besser ist.
Wenn nicht, dann Unterbrecher u. Zündzeitpunkt prüfen.
So kannst Du den Übeltäter besser ausmachen. Und sollte hinterher garnichts mehr gehen, weißt Du nicht, an wem es gelegen hat.

Also immer Step by Step.

Gruß, Stefan
 
Klar, Unterbrecher per Polrad ansteuern, langsam, denn durch das Drehen enrsteht kurzzeitig Spannung, das irritiert im ersten Moment.

Zuerst wird per Fühlerlehre der maximale Kontaktabstand mögl. genau aud 0,4mm eingestellt.
Dadurch ergibt sich später im ZZP ein best. Abrissmaß des Magneten vom Polschuh der Spule, welches für die elektromagnetische Wirkung wichtig ist, sprich für die Stärke des Impulses im ZZP.
Diese 0,4mm würde ich zunächst auf jeden Fall beibehalten.

Im Datenblatt steht dann irgendwas mit x bis y mm vor OT, VOR dem oberen Totpunkt wird gezündet, die Kraft entfaltet sich dann in einem günstigen Punkt nach OT.
Drehrichtung ist rechts.

Nein, falsche Einstellung führt meist nicht zu merklichen Fehlern, nur geringen Leistungsverlusten, stärkerer Erhitzung, kann schädlich sein.
Selbst den Unterbrecher kann man zwuschen 0,2 und 0,6mm einstellen, es sollte keine Aussetzer geben.

Zu geringer Abstand verhindert aber das trennen des Stromkreises weil der Abreißfunke weiter überbrückt.

Zu großer Abstand bedeutet Stromfluss nur auf einem kleinen Teil der Drehung.

Bei zu extremer Fehleinstellung verlagert sich auch das Abrissmaß aus dem optimalen Bereich.
Und da es eine Sternzündung mit kleinen Spulen und kleinen Magneten, sechs statt vier, wie an den Zündungen mit den langen Spulen, denke ich doch, dass eine Verschiebung des Abrissmaßes um einige Milimeter am Polradrand bei einer Sternzündung deutlich mehr ausmacht.

Bei manchen Zündungen läuft ein leicht veränderter Kontaktabstand besser als der vorgegebene. Das kann verschiedene Gründe haben. Verschleiß a.d. Polradnocke z.B.
Fertigungstoleranzen der Keilnuten, der Umterbrecher etc.

Bei Nachbauwellen am 501 habe ich immer eine kleine Verschiebung durch die Keilnut der neuen Welle.

Aber du solltest bei deinen Originalkomponenten bei den 0,4mm bleiben.

-- 18.09.2016 11:48 --

Hey - diese Messuhr sollte reichen:https://m.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/ot-zuendzeit-messuhr/515168744-306-9733

Simson hat meine ich auch M14. Frag ihn einfach zur Sicherheit.<br /><br />-- 18.09.2016 11:49 --<br /><br />https://m.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzei ... 4-306-9733
 
Hallo zusammen,

eben war ich eine Weile draußen und habe mir alles nochmal angeschaut.

Zunächst wollte ich das Zündschloss als mögliche Fehlerquelle ausschließen. Hierzu habe ich wie hier beschrieben:
viewtopic.php?f=8&t=3806
das blaue Kabel abgezogen und dann wieder reingetreten, aber auch hier gab es wieder keine Besserung.
Was zudem auffällig war, die Spannung die ich am Zündkabel messe ist sowohl auf Schalterstellung 0 ("Aus"), als auch auf allen anderen zu messen. Normal ?

Zudem habe ich mir nochmal den Unterbrecher angeschaut und für mein Empfinden bewegt sich dieser rein garnicht.
Natürlich sind 0,4mm relativ wenig aber für mich ist keine Veränderung sichtbar.
Zum verifizieren würde ich aber gerne noch die Messung mittels Widerstand durchführen, allerdings weis ich immernoch nicht, wo ich das Abstellkabel finde. Könnt ihr mir hierbei nochmal helfen ?
Danke für die ganze Hilfe!

Gruß Manuel
 

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