Kette immer wieder schlaff....

Mopedikürer

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Hercules Mk2 1976
Moin allerseits!

Ich habe ein Problem, dass ich - obwohl es nichts schweres sein sollte - nicht verstehe:

Ich spanne meine Kette mittels der Kettenspanner, beidseitig, dann verkontern. Dann ziehe ich die unteren 24er Muttern auf beiden Seiten fest, dann die 19er Steckachsmutter.

Und ich ziehe sie wirklich fest...

Nach einigen wenigen Fahrten stelle ich aber immer wieder fest, dass meine Kette wieder ein wenig rumschlackert. Ich wurde sogar einmal von einem Nachbarn darauf aufmerksam gemacht :oops:

Ich habe auch schon nach dem Verschrauben der großen Muttern die Kettenspanner nachgespannt - und wie immer fest verkontert.

Weiß einer, woran das liegen könnte? Oder ist das normal und ich bin bescheuert :psycho: ???
 
Eventuell dasselbe problem wie bei mir? Ich kann die hinterachsschrauben auch anknallen, wie ich will, zufriedenstellend fest sitzt das Hinterrad nicht.
Warum??? Ich weiss es noch nicht, irgendwas wurde da mal gebastelt.
Die kettenspanner halten die kette bei mir trotzdem straff, ich habe die, die hinten eine 10er mutter haben. Hast du evtl diese Ohrmuschelförmigen und dasselbe problem?
Mach die kettenspanner doch mal lose, nachdem du die kette gespannt hast und ziehe dann das Rad vom moped zur seite weg und beobachte die kette dabei.

Gruss
 
Das hintere Rad wird hauptsächlich von den beiden Achsaufsätzen rechts u. links in der Schwinge fixiert bzw. in der Spur gehalten. Die Achse ist eigentlich nur dazu da, damit das Rad nicht rausfällt, sozusagen. Wenn die Gewinde M 17 x 1 mm immer Eimer sind, muss man sich Ersatz besorgen. Nur mit der Achse geklemmt ist ganz schlecht.
 
Ich bin nicht sicher. Vielleicht ist die Vorgabe der Betriebsanleitung (1cm nach oben, 1cm nach unten beweglich) nicht so gemeint, daß man die Kette keinen Milimeter weiter bewegen kann.

Es heißt jedoch auch, dass man die Kettenspannung mindestens alle 1000 km kontrollieren soll - ich denke dass sie mir nach 1000 km vielleciht sogar um die Ohren fliegen würde...

Momentan bin ich mit der Kettenspannung noch zufrieden, werde das im Auge behalten. Die Achsaufsätze (dünne untere Mutter) sind absolout fest. Und die 10er Muttern an den Spannern fest verkontert.

Ich weiß nicht, wie da noch Spiel reinkommen könnte. Es könnte vielleicht sein, dass sich das Gewinde der Kettenspanner leicht verzieht. Ich denke auch, man sollte keinesfalls die Muttern zusammen im verkonterten Zustand drehen....

Man merkt nicht, dass da was vergniedelt ist, aber ich schätze mal, dass ich mit neuen Kettenspannern ein besseres Ergebnis erzielen würde.

Wie gesagt, letztes Mal habe ich die Kettenspanner nach dem festziehen der Achsmuttern bzw. der Aufsätze noch ein wenig mehr auf Spannung geschraubt - und ich meine, dass es ein Wenig besser ist.

(Sorry, ich weiß nicht was Ohrmuschelförmig sein soll, etwa die Aufnahme des Kettenspanners a.d Schwinge? )
 
Moinsens!

Jetzt weiß ich, warum die Kettenspannung immer nachgelassen hat:

Die Kette ist alt und hat sich gedehnt. Dasselbe passiert bei Rennradketten recht schnell.
Dann passt die Teilung der Kettenglieder nicht mehr zur Teilung der Zahnräder, daudurch verschleißen die Zahnräder und versuchen sich der Kette anzupassen.

Klar, dass das nicht allzulange funktionieren kann ... :?

Nach drei Wochen a 500 km habe ich gesehen, wie stark die Zähne am hinteren Kettenrad in Mitleidenschaft gezogen wurden, die Spitzen sind lang, dünn und stark verbogen, einige sogar abgebrochen. :mrgreen:

Ja, neue Kette muss ran, Typ 415, neues Kettenrad und vielleicht auch ein neues Ritzel.

Bei alten Garnituren sollte man alles erneuern, weil sonst ein eingearbeitetes Kettenrad ne neue Kette verziehen Kann. So fiel dazu ...
 
Moin nochmal!

Hab hier nochmal ein Bild von dem desaströs zerstörtem Ritzel reingetan - nur so zum Schmunzeln ....

Wollte mich gerade auf den Weg zur Arbeit machen, so 50 kilometer .... :lol:

Gut, dass ich das noch gesehen habe ...

DSC00799.JPG


Vielleicht kann man es noch anschleifen und in ne Brotmaschine einbauen.
 
Mopedikürer":2lrew3qb schrieb:
Moin nochmal!

Hab hier nochmal ein Bild von dem desaströs zerstörtem Ritzel reingetan - nur so zum Schmunzeln ....

Wollte mich gerade auf den Weg zur Arbeit machen, so 50 kilometer .... :lol:

Gut, dass ich das noch gesehen habe ...



Vielleicht kann man es noch anschleifen und in ne Brotmaschine einbauen.


Ganz stark !!!! :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: Ich brech völlig ab Muahahahaaaaaaaa....


Zu den langen Ketten kann ich folgendes sagen.
Ich hab schon mit 16, also so Anfang der 90er das selbe Problem gehabt. Die Kette dehnt sich immer weiter und es muss oft nachgestellt werden....leider.
 
Das ist wirklich

Master of Disaster
 
Sooo, Problem gelöst!

Kette und Kettenrad sind neu, Typ 415, Teilung 1/2 x 3/16 x 7,75. Das muss stimmen.

Zunächst habe ich gedacht es stimt doch nicht (falsch Angaben?), aber kurz eingefahren bleibt die Kettenspannung jetzt stabil.

Nach der Montage habe ich am Rad gedreht, und nach etwa einer 3/4 Umdrehung straffte sich die Kette sehr, und man sah, dass die Kette auf dem Kettenrad verrutscht war. Nach etwa ner vollen Umdrehung rutschte sie wieder zurecht und das Spiel begann mit der nächsten Drehung von neuem.

Das ist der Grund, warum z.B. eine Fahradkete zunächst anzieht, dann plötzlich uüber das Ritzel rutscht. Wenn die Kette gelängt ist, dass die Teilung nicht passt.

Bei mir war es aber diesmal nur der Lack auf meiem Kettenrad, nach kurzem Einfahren waren die Zähne blank und alles passt wie es soll. Und das jetzt schon einige hundert km.
 
Moin nochmal!

Nur noch eine Erfahrung: Ich habe auch das vordere Ritzel erneuert. Das alte ist wohl trotz dem Schaden intakt geblieben - aber ich habe jetzt vorne noch einen Zahn mehr, etwas mehr vmax und erheblich bessere Durchschnittsgeschw..

Allerdings fing es an meinem Mock nach einer Weile an zu klappern, wenn man vom Gas geht. Tückischerweise hatte ich zuallererst die Verdrehsicherung des vorderen Bremsankers in Verdacht, da der Zapfen der Gabel in einer etwas breiteren Kerbe der Bremse sitzt. Es klackert dort auch manchmal.

Aber das Klappern kam von dem vorderem Ritzel, es hatte sich tatsächlich gelöst - Gott dank, dass ich das doch noch gesehen habe. Und das, obwohl ich es fest angezoge hatte.

Es ist wohl das Beste, das nach ein paar Fahrten nochmal zu kontrollieren...
 
Ja, ich habe ja vor geraumer Zeit gemerkt, warum es mir immer schwer fiel, die richtige Kettenspannung einzustellen: Beim Festziehen der Achsaufsatzmutter SW24 verdreht sich der Achsaufsatz bzw. wird noch ein Stückchen nach hinten gezogen, was dann die Kette zu sehr strammen lässt. Obwohl die Kettenspanner korrekt eingestellt sind.

Ich habe das immer durch Herumprobieren hingekriegt. Aber es gibt eine einfachere Lösung:

1. Achsmutter und Achsaufsatzmuttern lösen

2. Durch Schieben des Mopeds und Fühlen der Kettenspannung strammsten Punkt finden

3. Kettenspannung an den Kettenspannern korrekt einstellen und Kettenspanner verkontern ohne unbeabsichtigt Nachzuspannen. Spannung kontrollieren.

4. Linken Achsaufsatz festziehen

5. Rechten, antriebsseitigen Achsaufsatz festziehen, während man mit dem Fuß kräftig in die Kette tritt ! (Dadurch verhindert man ein weiteres Spannen der Kette beim Festziehen. Funktioniert.)

5. Achsmutter festziehen

6. Kettenspannung abschließend kontrollieren, auch mal schieben und prüfen, ob die Kette nicht an irgendeinem Punkt doch zu stramm sitzt. (Oder zu lose)

Eine zu stramme Kette könnte reißen, verschleißt sehr schnell und zieht evtl. das Lager der Abtriebswelle in Mitleidenschaft.

Zu lose Kette kann a.d. Ritzel wandern und reißen oder überspringen und reißen.
 

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