Hercules Sachs Motor 501/4 CKF - Neuaufbau

cluberer2003

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Wieder einmal nach und nach über ein paar CKF-Komponenten gestolpert. Ein guter Zylinder mit neuem Kolben liegt parat, gestrahlte Köpfe hab ich eh genug liegen. Einen Vergaser und Zündung habe ich auch. Innereien wie Getriebe, Kupplung usw. werde ich auch noch heraussuchen. Eine neue Kurbelwelle ist bestellt.

Zuerst das Gehäuse:

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Ist schon relativ sauber (hab ich irgendwann mal grob gereinigt). Ein Ausbruch oberhalb vom Ritzel ist vorhanden, den werde ich mit 2k Kaltmetall wieder modellieren.

Zuerst einmal gründlicher gereinigt und die Dichtflächen abgezogen.

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Anschließend habe ich mich ersteinmal um die rechte Hälfte gekümmert. Alles angeschliffen und den Ausbruch vorbereitet:

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Die Bruchstelle angeschliffen und dann drei Bohrungen für Stahlstifte:

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Als nächstes die neuen Lager rein. 6004 C3 für die Abtriebswelle und den Außenring BO 17. Hier ein SKF Rillenkugellager und ein FAG BO 17 Außenring:

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Dann das Rillenkugellager abgeklebt, damit beim späteren Schleifen kein Staub in das Lager kommen kann.

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Dann das Knetmetall auf die Schadstelle:

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Wird später noch verschliffen und ggf. nochmal mit Flüssigmetall nachbehandelt.
 
Warum ist eigentlich so oft der Teil oberhalb dem Ritzel beschädigt? Wurde da damals oft was eingeklemmt um das Ritzel tauschen zu können.
Anders kann ich es mir nicht erklären.
 
Was am Anfang recht grob und unbeholfen aussieht, entwickelt sich mit dem Schleifen zu einem guten Ergebnis.....

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Dann zum Schluß nochmal mit 400er Naßschleif drüber und die Stelle mal lackiert. Der Lack wird später im Zuge der Komplettlackierung nochmal leicht angeschliffen:

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Bin damit zufrieden.

Dann der Vergaser:

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Bing 17/14/101 mit der typischen Schwachstelle Schwimmerkammerverschraubung. Fehlkonstruktion von Bing mit nur zwei Schrauben, später dazu mehr.

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Komplett zerlegt.

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Die Schwimmerkammer wird - übrigens wie alle späteren nachfolgenden Typen gleicher Bauart - auf eine dritte Schraube erweitert: In Fahrtrichtung gesehen vorne links eine zusätzliche Bohrung ins Gehäuse und etwas Material abgedrehmelt, damit der Schraubenkopf Platz hat:

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Die Schwimmerkammer bekommt ein passendes Gewinde:

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Fertig.

Dann noch einen neuen Dichtungsgummi für die Kaltstarteinrichtung:

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Alle Teile gereinigt:

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Man darf nicht vergessen die Ausstanzung in der Schwimmerkammerdichtung zu entfernen. Im Bild oben ist das noch nicht geschehen, im Bild unten dann richtig:

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Falls man das vergißt, funktioniert die Kaltstarteinrichtung nicht.

Fertig zusammengebaut:

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Morgen dann linke Gehäusehälfte vorbereiten, Getriebeteile vorbereiten.
 
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hallo holger!

das mit dem kettenabwurf ist dir wieder gut gelungen!
leider ist bei zündapp das material an dieser stelle sehr dünn.
da sind nur maximale 1,5 mm löcher mit 1,6mm stahlstiften möglich.

und wieder mal die zusatzschraube am bing "knubbel".
hätten die vorbesitzer nach ner schwimmerkammer reinigung
öftes mal ne neue dichtung reingebaut,
würde das auch mit 2 schrauben dicht sein und bleiben.
nannte man ja mal "handfest".
da fällt mir ein sprichwort zum festschrauben ein:
"gewaltig ist des meisters kraft, wenn er mit einer verlängerung schafft."

weiterhin gutes schaffen!
markus
 
Danke Markus. Ich habe die Schwimmerkammer auch richten müssen, die war verzogen, das war eher ein Parallelogram. Geht mit Gefühl im Schraubstock mit Aluwinkeln und ein wenig Gefühl recht gut. Und bei solchen Bings schaffe ich es einfach nicht das wieder original zu verbauen, weil ich weiß, dass es mit ein wenig Aufwand besser geht.

Schau mal hier:

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Spätere Vergaser dieser Bauart - hier ein Bing 17/15/xxx - hatten die vordere Schraube dann "serienmäßig". Die Verantwortlichen von Bing haben dann im Laufe der Zeit an dieser Stelle nachgebessert, die wußten da schon, dass sie was falsch gemacht hatten.

Aber kostet alles Zeit. Alleine mit dem Ausbruch und Vergaser war ich heute Nachmittag gut beschäftigt. Man will es aber halt auch ordentlich machen... Du verstehst das.
 
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hallo holger!

neue 17/15/xxx hab ich schon einige eingebaut.
simson bvf auf bing.
da gibts fertigsätze.
bei anderen halt mit passenden ansaugbuchsen
und luffi schnorcheln.
ansonsten nur noch minimales hütchenspiel mit den hd`s.

und ja, mach mal schnell....egal was ,geht nicht!
gutes handwerk braucht halt zeit.

grüsse
markus
 
Weiter gehts... Heute morgen mal die Teile fürs Getriebe rausgesucht. Hier habe ich irgendwann mal Getriebekomponenten gereinigt und sortiert:

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Daraus dann alles entnommen, was ich brauche.

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Abtriebswelle mit Schalträdern, Schaltautomat, Vorgelegewelle, Kupplungskorb, Kickstarterwelle, Sperrrad, Starterrad, innerer Schalthebel, Stahllamellen, Kupplungsrad usw.

Die linke Gehäusehälfte geschliffen und fürs Lackieren vorbereitet.

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Dann ist doch zufällig die Kurbelwelle geliefert worden..... Die Lager sind schon vormontiert. 6203 C3 und Innenring FAG BO 17.

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Gehäuse erwärmt, 16004er Lager und 6004er Lager plus Kurbelwelle eingesetzt:

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Dann - ohne Getriebe - so wie auf dem oberen Bild die rechte Gehäusehälfte aufgeschraubt, alles abgeklebt bzw. mit alten Schrauben verschlossen und lackiert.

Hier im Bild die erste dünne Schicht.

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Morgen geht es weiter.
 
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