Fahrradtacho für Moped?

Dilettant

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Garelli Europed
Hallo in die Runde,
bekannterweise ist bei meiner Garelli der Tacho von Mofastübchen vorzeitig in die ewigen Jagdgründe gegangen...

Jetzt wollte ich einen bereits vorhandenen älteren Fahrradtacho von Sigma montieren.

Aus Platzgründen zuerst am Hinterrad, den Sensor am Federbein befestigt.
Funktionierte nicht.
Dann festgestellt: Beim Schieben ohne Motor geht er, bei laufendem Motor nicht???
Meine 1.Vermutung war, dass Sensor und Tacho zu weit voneinander entfernt wären, oder ich durch meinen Körper die Verbindung stören würde.

Also im 2. Versuch (mit Schwierigkeiten) den Sensor vorne an einer Kotflügelstrebe montiert.

Ergebnis siehe oben.

In der Anleitung steht etwas von Transportmodus, damit der Tacho beim Transport des Rades stillgelegt ist, erkannt durch einen integrierten Bewegungssensor.
Es sollte dann aber im Display "Transport" erscheinen, was nicht der Fall ist.

Hat jemand Erfahrung mit einem Fahrradtacho am Moped?
Welches Fabrikat könnt Ihr empfehlen?
Oder einen Tipp, wie ich meinen Tacho zum Anzeigen im Fahrbetrieb mit Motor überreden kann?

Mein Tacho ist ein SIGMA, Modell BC 1009 sTs

Danke im Voraus für Eure Kommentare, bin gespannt.

Viele Grüße

Friedemann
 
Es gibt viele elektronische Tachos, welche extrem empfindlich auf mögliche Störungen von der Zündanlage reagieren. Beispielsweise viele DERBI Senda Mopeds welche serienmäßig solche Kombiinstrumente installiert haben.

Tacho-Piaggio-OEM-PIA-866996-1970-01-01_01-00-00.jpg


Diese teuren Kombiinstrumente spinnen schon fürchterlich wenn ein schlecht entstörter Zündkerzenstecker montiert wird. Manche kauften schon einen neuen Digitaltacho für Mondpreise bis zu 300 Euro und der Fehler mit spinnender Drehzahl oder Geschwindigkeitsanzeige blieb trotzdem unverändert. In den meisten Fällen funktionieren solche Instrumente nur mit hochohmigen 5 KiloOhm Vorwiderständen im Zündkerzenstecker fehlerfrei!
 
Drahtlose von Sigma haben nur eine geringe Reichweite ansonsten funktioinieren diese sehr gut. Vorderrad und so nahe wie möglich zum Tacho, Adapter bauen bzw drucken und von der Speiche zur Gabel befestigen dann funzt das.
 
Moin,
eine geschmeidigere Anzeige kriegt man übrigens
wenn man 2 (3) Magneten im Rad einbaut und den 1/2 (1/3) Raddurchmesser angibt.
(Ich war immer schwer genervt von den Sprüngen in der Anzeige. Funktioniert!)

MFG, Der Alte
 
N´abend,

ich hatte mal einen günstigen Ciclo CM 309 Tacho ans Mopped rangetüddelt. Hat top funktioniert. Mit 2-3 Magneten wie Oben angegeben wäre es noch besser gewesen. War aber echt mit einem Magneten schon gut...

mini_IMG_2337.JPG


Grüße, Al
 
Ein freundliches Guten Morgen an Alle,

danke für die Rückmeldungen.

Bin gestern noch auf eine andere Idee gekommen: Stichwort "GPS-Tacho".
Wird vor allem für Fahrräder angeboten.
Kostenpunkt 22,98 bei Amazon. Gestern bestellt, heute geliefert.
Mit eingebautem Akku für 50h Laufzeit, aufladbar per USB.

Kein Magnet mehr erforderlich, keine Scherereien wegen Montage des Sensors und GPS-genaue Anzeige von max. Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit und per App auch genauem Streckenverlauf.

Das ist meine Lösung, der analoge Tacho bleibt eingebaut als nostalgisches Stilelement.

Viele Grüße

Friedemann
 
Hallo Allerseits,
der GPS-Tacho ist dran an der Garelli und funktioniert prima.
Ich bin happy.:)
20260311_114555.jpg20260311_114740.jpg
Was will man mehr.
Eine App dazu gibt es vermutlich nicht, also auch keine Wegeaufzeichnung, aber für knapp 23 Euronen meckere ich nicht.
Dafür die Höhe, falls ich mal ins Gebirge will.;)

Viele Grüße

Friedemann
 
Finde ich sehr gut. Und relativ preiswert. Sowas würde ich mir auch kaufen, aber nur mit analoger Anzeige. Gibt's sowas überhaupt?
 
Am GPS Tacho kannst Du Dich in den meisten Fällen auf korrekte Geschwindigkeitsanzeigen velassen. Wenn Du aber durch Tunnels oder sehr dichte Wälder fährst, kommt entweder gar nichts oder häufig zu niedrig angezeigte Gschwindigkeit. Die LCD Anzeige scheint auf den ersten Blick, vom Betrachtungswinkel recht gut zu sein.

Wie hoch ist der durchschnittliche Energieverbrauch? Mit dem kleinen integrierten Akku wird das vermutlich nicht sehr lange, ohne nachladen funktionieren. GPS Empfänger sind erfahrungsgemäß nicht am sparsamsten und ziehen häufig üppige Ströme im hohen zweistelligen Milliamperebereich.
 
Laut technischen Daten beträgt die Akkulaufzeit 55h.
Also in 55h komme ich ca. 1400 km weit bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25km/h.
Das ist mehr als ich in einer Saison fahren werde.
In dichten Wäldern bin ich nicht unterwegs, das ist bei uns in D verboten.
Die LCD Anzeige lässt sich sehr gut ablesen und nach 10 min Inaktivität geht der Tacho in den Ruhemodus.
Und ob es einen GPS Tacho mit analoger Anzeige gibt? Keine Ahnung, eher nein.

Viele Grüße

Friedemann
 

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Zuletzt bearbeitet:
55 Stunden Akkulaufzeit wäre mit einen integrierten kleinen Lipo Akku ein sehr guter Wert, hoffentlich nicht mit überwiegend "Standby Betrieb" errechnet. Noch vor wenigen Jahren galten solche Traumwerte ohne zusätzlich Bordnetzversorgung als unmöglich!

PS: Es gibt in Österreich zahlreiche Serpentinenstrecken in eher dicht zugewachsenen Wäldern, dort kommen dann auch nicht selten Meldungen vom NAVI wie "GPS Signal verloren". Vorteilhaft ist in solchen Fällen die Tatsache, dass auf solchen Strecken keine 30 Kmh Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten und hinterlistige Radarfallen aufgestellt sind, andernfalls würde die Radarwarfunktion nicht zuverlässig funktionieren und das wäre sehr schlecht!
 
Servus Zusammen,

Ich hab mir den bestellt. Muss nur noch ein bisschen basteln das ich ihn in das 48mm Loch bekomme.
Der braucht halt 12 Volt.

[QUOTE="Christian Mk1 Super4, pos...t_id:1005009185722051|_p_origin_prod:[/QUOTE]
Sowas genau. Am besten mit integriertem Akku und über USB aufladbar
 
Hallo Ewald,

dank Deiner Unterstützung kann ich überhaupt mit der Garelli fahren, das vergesse ich Dir nie.
Da ich so gut wie nie auf öffentlichen Straßen unterwegs bin, sondern meist Rad-oder Feldwege benutze ist mein Radius überschaubar.
Um solche Strecken zu fahren, wie du sie beschreibst, müsste ich viele km zurücklegen.
Das ist mit einer der Garelli zumutbaren Höchstgeschwindigkeit von max.35 km/h mühsam.
Leider mag die Garelli keine höheren Dauergeschwindigkeiten, da wird sie laut und die Vibrationen fangen an zu stören.
Und sie geht urplötzlich aus.
Vermutlich liegt es am am abgenudelten Unterbrecher, da habe ich noch keinen Neuen aufgetrieben.
Aber so wie sie jetzt läuft und auch super anspringt, genügt es mir völlig.
Zumal auch manchmal meine Frau auf Ihrem E-Bike mitfährt und da sind 30 km/h schon bisle zuviel für sie auf Dauer.

Viele Grüße

Friedemann
 
Als Usache für Deine beschriebenen Vibrationen in selektiven höheren Drehzahlen, vermute ich am ehesten Unwucht an Kurbelwelle oder Kupplung!

Mögliche Drehschwingungen an Wellen sollte man nie unterschätzen. Ich fertigte mal einen soliden Adapterkonus zu meinem Prüfantrieb für ein schwereres, größeres Polrad, aus leicht zu bearbeitenden Automatenstahl. Obwohl der Rundlauf optisch sehr gut passte, hat das sich Polrad knapp über 9000 Upm (trotz ca. 0,7 mm Luftspalt) mit dem Stator verrieben. Dabei flogen heftige Funken und es entstanden blaufärbungen an den Kampfspuren. Später stelle ich fest, dass die kurze neu gedrehte Adapterwelle mehr als 3½ Gramm statische Unwucht verursachte. Für solche Anwendungen werde ich nie mehr Automatenstahl mit schlechem Materialgefüge verwenden!
 
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