Romet Router WS 50

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Zündapp Krissi

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Romet Router WS50
Hallo zusammen,

ich habe mir vor Kurzem ein 50-ccm-Moped (Romet Router WS50) gekauft und habe seitdem massive Startprobleme.

Beim Kauf hieß es, der Vergaser sei vermutlich verdreckt. Der Verkäufer hat das Moped drei Tage vorher vor unseren Augen kurz zum Laufen bekommen – mit Bremsenreiniger.

Daraufhin habe ich den Vergaser ausgebaut und gründlich gereinigt. Dabei ist mir aufgefallen, dass er eigentlich gar nicht stark verschmutzt war. Nach dem Wiedereinbau sprang das Moped allerdings weiterhin nicht an – auch nicht mit Bremsenreiniger.

Anschließend habe ich geprüft, ob ein Zündfunke vorhanden ist. Ergebnis: kein Funke an der Zündkerze.

Die Zündkerze habe ich bereits gegen eine neue getauscht, ohne Erfolg. Aktuell bin ich dabei, die Zündspule zu ersetzen und werde morgen testen, ob sich dadurch etwas ändert.

Falls das ebenfalls nichts bringt:
Habt ihr Ideen, was ich noch prüfen sollte oder wie ich systematisch weiter vorgehen kann?

Ehrlich gesagt bereue ich den Kauf langsam ein wenig, da diese polnischen Mopeds ja nicht unbedingt den besten Ruf haben – trotzdem wäre ich sehr dankbar für sachliche und hilfreiche Tipps.


Kurzes Update zu meinem Zündungsproblem:

Ich habe inzwischen weitergemessen und festgestellt, dass ich kein Pickup-Signal messen kann – und zwar schon am ersten Messpunkt, also direkt am Kabel, das aus der Lichtmaschine (Stator) kommt, noch bevor irgendetwas zur CDI geht.

Der Widerstand des Pickups liegt bei ca. 30–40 Ohm, was grundsätzlich nicht völlig unplausibel ist. Beim Kicken bzw. E-Starten lässt sich aber kein Signal messen.

Daher habe ich mich dazu entschieden, die komplette Lichtmaschine inkl. Stator und Pickup zu ersetzen.

Haltet ihr das für sinnvoll oder übersehe ich noch etwas Wichtiges?
 
Die Signalform am Pickup kannst Du nur mit einem Oszilloskop richtig erfassen, weil deren Signaldauer sehr kurz ist. Zur Not kann man auch mit zwei antiprallel geschalten verschiedenfarbigen hellen LED erkennen, ob beim rotieren des Polrades positive und negative Impulsflanken erzeugt werden.
 
hallo krissi!

wenn man deinen text genau liest, stellt man fest,
das du beschissen worden bist.
der verkäufer hatte es aufgegeben und schnell verkauft.
versuch erst mal eine rechtlich korrekte rückgabe und rückzahlung.
wenns ins leere läuft, schnapp dir 3 gut gebaute kumpels
und fahr hin.
solch eine nonverbale unterhaltung führt fast immer zum erfolg!

glück auf!
markus
 
Vermutlich ist dieser Statortyp installiert, welcher bei Allegro nur ca. 42 Złotych (umgerechnet 11 Euro) kostet.


Erfahrungsgemäß ist bei vergleichbaren Magnetzündergeneratoren eher die Zündgeneratorspule und nicht der Pickup defekt! Leidet die Zündgeneratorspule an erheblichem Windungsschluß, wird der Zündfunke allmäglich schwächer, bis auch bei mittleren Motordrehzahlen absolut nichts mehr geht!
 
Viele verdächtigen an moderneren CDI Zündanlagen häufig die Zündspule als mögliche Fehlerursache für Zündungsprobleme und hatten bei uralten Mopeds oder Motorrädern, in vielen Fällen auch recht. Sehr große Probleme hatten früher intalienische Hersteller mit ihrem minderwertigem Isoliermaterial, an uralten Hochspannungs-Lagenwicklungen. Deshalb waren diese schon vor ca. 45 Jahren die ersten, welche von klassischen Lagenwicklunge zu kammförmigen Spulenkörpern wechselten und somit jahrzehnealte schwerwiegende Isolationsprobleme bestmöglich lösten.

Auf diesen Zug sprangen dann auch unsere japanische Freunde auf und mittlerweile produziert fast jeder Hersteller, sämtliche Hochspannungsspulen nach dem gleichen Prinzip!

cdi-zuendspule.jpg


Deshalb bei AC CDI/Zündanlagen immer (wenn die Zündfunkenerzeugung allmählich schlechter wird) die Zündgeneratorspule (viele bezeichnen diese auch als Ladespule, weil sie den Kondensator im Zündschaltgerät lädt) überprüfen oder auf Verdacht austauschen. Der umgekehrte Weg (Zündspule, CDI und Pickup zuerst kaufen und ersetzen) ist meistens der teuerere und viel seltenere Weg zum Erfolg.

PS: Wer stattdessen sein Geld sinnlos in den Sand setzen will, soll selbstvertändlich machen was er für richtig hält und dafür auch Lehrgeld bezahlen.
 
Viele verdächtigen an moderneren CDI Zündanlagen häufig die Zündspule als mögliche Fehlerursache für Zündungsprobleme und hatten bei uralten Mopeds oder Motorrädern, in vielen Fällen auch recht. Sehr große Probleme hatten früher intalienische Hersteller mit ihrem minderwertigem Isoliermaterial, an uralten Hochspannungs-Lagenwicklungen. Deshalb waren diese schon vor ca. 45 Jahren die ersten, welche von klassischen Lagenwicklunge zu kammförmigen Spulenkörpern wechselten und somit jahrzehnealte schwerwiegende Isolationsprobleme bestmöglich lösten.

Auf diesen Zug sprangen dann auch unsere japanische Freunde auf und mittlerweile produziert fast jeder Hersteller, sämtliche Hochspannungsspulen nach dem gleichen Prinzip!

cdi-zuendspule.jpg


Deshalb bei AC CDI/Zündanlagen immer (wenn die Zündfunkenerzeugung allmählich schlechter wird) die Zündgeneratorspule (viele bezeichnen diese auch als Ladespule, weil sie den Kondensator im Zündschaltgerät lädt) überprüfen oder auf Verdacht austauschen. Der umgekehrte Weg (Zündspule, CDI und Pickup zuerst kaufen und ersetzen) ist meistens der teuerere und viel seltenere Weg zum Erfolg.

PS: Wer stattdessen sein Geld sinnlos in den Sand setzen will, soll selbstvertändlich machen was er für richtig hält und dafür auch Lehrgeld bezahlen.
also das was ich jetzt erst mache hätte ich als erstes machen sollen?
Oder habe ich da jetzt was falsch verstanden?
 
Die Zündgeneratorspule ist gegenüber der Lichtspule auf der Zündgrundplatte montiert und von der Baugröße viel kleiner als die Lichtspule, die wird in Verbindung mit starken Magneten im Polrad sehr heiß und die Chinesen verwendeten überwiegend auch minderwertigere Kupferlackdrähte und Isolierlacke. Folglich sternen solche Zündgeneratorspulen überdurchschnitllich oft an Hitzetod. Diese Teile sollten baugleich mit Kinroad und Jamasaki 50ccm 4 Takt Motoren und kosten zum Glück nur kleines Geld!


Was Hast Du bisher an Teilen eingekauft, bzw. hast Du schon mit einem LCR-Meter die Induktivität der Zündgeneratorspule gemessen?
 
Updates: ich habe die Lichtmaschine ausgeausgetauscht und habe immer noch kein Funken. Ich bin noch mal alles durchgegangen. Ich hab ne neue Zündspule eingebaut. Pick-up Signal krieg ich immer noch nicht. Das wird dann wohl daran liegen, dass mein handelsüblicher Multimeter sowas nicht messen kann. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter ob ich jetzt noch ne neue CDI kaufen soll oder was weiß ich. Also bitte Herr mit euren Tipps und bitte so dass ich sie auch verstehe ich bin keiner vom Fach, sondern versuche einfach meiner Freundin, der dieses Moped gehört, eine Freude zu machen und es zum Laufen zu bringen.
 
Handelsübliche digitale Multimeter sind in erster Linie nur geeignet um statisch stabile Spannungen, Ströme und auch feste Widerstände ab mehreren Ohm aufwärts korrekt zu messen. Deine Zündanlage mit 2 Spulen wurde von alten japanische Exemplaren (welche alle zwei mal pro Umdrehung zündeten) auf einen zusätzlichen Zündimpulsgeber erweitert! Modernere CDI Zündspulen sind äußerst selden defekt und werden im Betrieb auch nicht heiß!

Ob der Pickup regelmäßige Triggersignale erzeugt, kannst Du recht einfach mit zwei antiparallel geschalteten LED überprüfen, diese müssen abwechseld flackern wenn das Polrad rotiert. Hast Du schon das Abstellerkabel zum Zündschluß überprüft bzw. unterbrochen? Laut Schaltplan ist auch nicht viel dran, an diesem jüngeren Moped.

1724272400_1410300327.jpg
 
Danke für die Erklärung. Mir ist bewusst, dass man mit einem normalen digitalen Multimeter die sehr kurzen Triggersignale des Pickups nur eingeschränkt messen kann. Die fehlenden Messwerte habe ich deshalb nicht als eindeutigen Beweis für einen defekten Pickup gewertet.





Das Abstellerkabel zum Zündschloss habe ich bereits geprüft und testweise unterbrochen beziehungsweise das Zündschloss überbrückt, um einen Dauer-Massekontakt auszuschließen. Das hat am Fehlerbild nichts geändert.





CDI und Zündspule habe ich ebenfalls ersetzt, weniger weil ich davon ausgehe, dass diese häufig kaputtgehen, sondern um die üblichen Fehlerquellen Schritt für Schritt auszuschließen. Da die Lichtmaschine inklusive Pickup neu ist, gehe ich im Moment davon aus, dass diese grundsätzlich funktionieren sollte.

Bist du dir sicher, dass das der richtige Schaltplan für meine WS50 ist?
Meine Lichtmaschine sieht so aus weil ich glaube, dass du was anderes im kopf hast:
 
Der Stator von Deinem link ist eine jüngere 6 polige Ausführung mit höherer Generatorleistung, der Zündungsteil funktioniert allerdings nach dem gleichen Prinzip und die Innenschaltungen passender CDI Zündschaltgeräte sind ebenfalls sehr einfach aufgebaut!

takegawa_cdi.png


Das Abstellerkabel darf keinesfalls gegen Masse kurzgeschlossen sein, sonst wird auch der Kondensator "C1" im Zündschaltgerät nicht geladen.

Ich hatte mal einen ähnlichen Fall an einem jüngeren Viertaktmoped mit zusätzlichem Seitenständer, Kupplungs und Leergangschalter Eingang am CDI Zündschaltgerät. Der Umbau durch ein ganz einfaches CDI Zündschaltgerät mit 5 Steckzungen löste die Probleme vom betroffenen Mopedfahrer, ohne dass jemals bekannt wurde woran der eigentliche Fehler lag!
 
Zuletzt bearbeitet:
Leider bin ich was Schaltpläne lesen angeht völlig verloren
Kannst du mir erklären welches das Abstellerkabel ist? Dann kann ich das ja mal prüfen
 
Möglicherweise kommst Du mit desem Bild besser klar?

61snmWmLmES._AC_SL1500_.jpg
 

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