KTM Comet 50 RSW Blinker und Hupe gehen nicht

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Fischer93

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Hi,
habe meine Comet 50 jetzt soweit am laufen aber ich bekomme die Blinker und die Hupe nicht zur Funktion... Die alte ULO Box war defekt, Akku ausgelaufen. Habe eine neue hier liegen mit den gleichen Anschlüssen. Produktionsdatum angeblich 07/2026. Mir ist durchaus bewusst, dass das elektisch vom Werk aus schon "Müll" war, aber irgendwie funktioniert hat es ja trotzdem.

Aktueller Stand ist:
Verbindung zwischen Diodengehäuse und Pin 1~ Ulo habe ich bei laufendem Motor 6 Volt anliegen.
An der ULO habe ich in ausgebauten Zustand an Pin 49 und 49A aktuell 4,7V anliegen, eingebaut weiß ich gerade nicht mehr.

Kurioserweise passiert aber folgendes wenn ich den Blinker einschalte: Die Blinker blinken nicht, dafür Bewegt sich die Nadel der Temperaturanzeige im Blinkertakt nach links, also Temperatur kalt. Vermutlich bricht die Spannung ein? Der Motor lief bestimmt 20 Minuten heute, leider nur im Stand. Ich würde es verstehen wenn dann die Blinker nur ganz schwach leuchten, wenigstens 1-2x und die Hupe mal ganz kurz krächzt. Aber gar nichts?
Die Blinkerlampen habe ich bereits im Voraus durch die 10W Varianten ersetzt. Alle Kabel von der ULO zu den Klemmen hinter dem Scheinwerfer und zum Zündschloss sind mit einem Kalibrierten Multimeter durchgemessen unter 1Ohm.

Weiß jemand wie genau das Zündschloss schaltet?
1 - leer
2 - gelb/rot -> läuft ins leere
3 - braun -> Masse (gemessen gegen Rahmen 0,3-0,7 Ohm)
4 - blau/schwarz -> Absteller (funktioniert)
5 - gelb/blau -> Hupe und Wassertemperaturanzeige (die funktioniert)
6 - gelb/grün Pin 49 ULO
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Oder hat jemand noch eine Idee wo ich ansetzen kann?
 
Das war technisch keinesfalls Sondermüll, allerdings brachten die stromhungrigen 6V 21 Watt Glühlempen in eher kurzer Zeit jeden guten NiCD Akkublock um! Die ULO 802 Doppeldiode kannst Du auch ersatzlos "ERDEN", denn die führte nicht selten zum dauerhaften Ausfall des Ladereglers.

Viele Junge ULO EBL 801 sind mit chinesischen NiMh Billigakkus ausgestattet, welche nicht selten im Zeitraffer sterben. Wie hoch ist der Innenwiderstand von Deinem Akkupack?
 
Was genau meinst du mit Erden?
Ich habe leider nichts hier um den Innenwiderstand zu messen :( Öffnen möchte ich die Box auch (noch) nicht wegen der Garantie.
 
Habe mal ein bisschen mit Teilen gespielt, die ich da hatte. Also: Ohne Last 4,7V, mit "Last" 3,6V. Am Labornetzteil mit 4,7V hat meine "Last" eine Leistungsaufnahme von 0,043A. Wenn ich mich nicht verrechne sind das 25Ohm Innenwiderstand?!
 
Mit "ERDEN" ist allgemein gemeint, unbrauchbaren Sondermüll zu entsorgen! :LOL: Die beiden integrierten Dioden können an nicht phasengleich verlegten Generatorspulen großes Ungemach verursachen, in dem der Thyristor vom Laderegler den Nulldurchang nicht sieht und dauerhaft gezündet bleibt. Deshalb weg damit und nur von grünen Generatorkabel zum Ladeeingang 1~ der ULO EBL 801.

Messungen vom Innenwiderstand an Energiespreichen sind genau so wichtig wie Übergangswiderstände an diversen Leitungen, denn in beiden Fällen könnte kaum ausreichend Strom fließen und es entstehen hohe Spannungsabfälle. Hochwertige NiCd Akkus der Baugröße Sub-C, haben einen Innenwiderstand von bescheidenen 4 bis 5 MilliOhm. Wenn Du noch Garantie auf Deine vermutlich hochohmige ULO EBL 801 hast dann wäre es sinnvoll, diesen Brocken sofort zu retounieren und das Geld vom Händler zurückzufordern. Wenn die Leiterbahnen Deiner alten ULO EBL 801 nicht grob oxydiert sind würde es Sinn machen, dort einen zuverlässigen Akkublock mit guten Industriezellen anzufertigen.

panasonic_1700mah.jpg


Führt man an diesem guten Akkublock 3 Refreshzyklen an bezahlbaren Modellbauladern wie beispielsweise S100neo von SkyRC durch, sollte das Ergebnis so ähnlich aussehen.

cadnica_1700.png


Damit die neue Akkuzellen nicht schon von Anfang mit sinnloser Schwerlast gequält werden, unbedingt die trägen und sinnlosen parallelgeschalteten 6V 21 Watt Glühlampen gegen kleinere mit 6 Volt 21 Watt Nennleistung ersetzen. Die reagieren vielfach schneller und ziehen auch beinahe zwei Drittel weniger Strom aus dem kleinen Akkublock.

6v21w_triva.png
6v10w.png


Dass Du ein Labornetzteil dein Eigen nennst ist eine sehr gute Nachricht, damit kannst Du vor allem überprüfen ob Deine beinahe tiefentladenen Akkuzellen noch ausreichend Ladestrom aufnehmen können. Wenn sie in kurzer Zeit auf 7,5 Volt hochschießen und dabei kaum Strom ziehen, brennt bekanntlich der Hut!

Zum Ende deiner aktuellen Baustelle wäre es auch sehr wichtig, das Bremslicht mit Gleichstrom vom Akku zu versorgen, denn die 6V 21 Watt Bremslicht/Ladespule erzeugt bei niedrigen Motordrehzahlen kaum nutzbare elektrische Energie. Außerdem würdest Du Gedenksekunden verschwenden, bis das Bremslicht allmählich zu glimmen beginnt.

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Ein befreundeter und sehr gewissenhafter KFZ Techniker werweigert schon seit mehreren Jahren jedem Moped mit werksseitig montierten Energiespeicher die begehrte §57a Prüfplakette, wenn das Bremslicht noch direkt mit Wechselstrom vom Generator versorgt wird. Für ihn ist das zu Recht ein schwerer technischer Mangel mit "Gefahr im Verzug"!
 
So ich hab den Fehler nach 5 Stunden Kopfzerbrechen und messen gefunden. Nun ist auch klar wieso der Akku leer war und nicht geladen hat.... Die das orangene Kabel, Blinkerzuleitung in den Schalter, schließt gegen Masse kurz 2 Ohm. Wieso? Keine Ahnung. Ist die komplette Einheit nicht am Lenker montiert (Alugehäuse), funktioniert alles wie es soll. Die Hupe ist allerdings wirklich defekt.
 
Die KTM 50 RSW war im Jahr 1977 ein sehr begehrtes Moped, allerdings für den damaligen Preis konnte sich so etwas nicht jeder leisten. Es ist immer erfreulich, wenn jemand bei der Arbeit auch mitdenkt und Fehler richtig interpretieren kann. In diesem Zusammenhang habe ich Deinen Schaltplan etwas ausgebogen und sicherheitstechnisch optimiert.

50rsw.png


Nachdem Du deinen Akkublock selber tiefentladen hast, würde ich so schnell wie möglich 3 Entlade/Ladezyklen am Modellbaulader vorschlagen. So kannst Du die einzelnen Zellen ausgleichen und auch den Innenwiderstand der schwächsten Zellen wieder verbessern. Auch die Anschaffung eines YR1035+ wäre sehr empfehlenswert, dann bist Du künftig nicht mehr im Blindflug unterwegs. NiMh Akkus vertragen Tiefentladungen viel schlechter als die alten NiCd Zellen, vor allem wurden bei Deiner Misshandlung mindestens 2 Zellen umgepolt was sehr schlecht ist!

Versorge den Gleichstromkreis vorerst am Labornetzteil mit Strombegrenzung von wenigen Ampere, dann wirst Du den beinahe Kurzschluß auch schnell finden. Erst wenn das Amperemeter bzw. Wattmeter wirklich bis zur letzten Nachkommastelle Null anzeigt, solltest Du den "geladenen" und hoffentlich noch intakten Energiespeicher wieder anschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für den Hinweis @Ewald
Das steht schon auf der ToDo Liste, allerdings erst weiter hinten. Erstmal muss ich mir den Schalter anschauen, ob ich beim Zusammenbau vielleicht eine Isolierung vergessen habe. Die waren komplett zerlegt. Den Akku habe ich mit dem Gerät hier wieder geladen, welches ich noch von anderen Projekten hatte:
photo.jpeg

Das hört aber immer nach 120 Minuten auf und muss wieder gestartet werden. Ich komme aber schon noch dahinter wie ich die kompletten Lade/Entladezyklen einstelle.
 
Ein Ladestrom von bescheidenen 200mA passt zum formieren, aber keinesfalls zur automatischen Abschaltung von NiMh Akkus (außer kleine AAA Zellen)! Beim Imax B6 kann man erfahrungsgemäß alle Timer deaktivieren und auch bis zu 5 Zyklen für NiCd und NiMh Zellen einstellen.

nicd1800_test.jpg


Aufgrund der relativ hohen Delta/Peak Spannungen an IMAX B6, muss man bei schlechten Nixx Akkus aufpassen, dass der Delta Peak garantiert erkannt wird. Folglich den Ladestrom nicht zu niedrig wählen. Die aktuellen und kampakten S100neo mit integriertem Netzteil arbeiten mit viel höherer Auflösung und können auch mit schlechten NiMh Akkus gut umgehen, die kann man auch mit dem kostenlosen Chargermaster über den PC steuern. Schlechte Akkupaks erkennt man sofort an der kaum noch vorhandenen Delta/Peak kurve, aber der S100neo Lader schaltet immer zuverlässig automatisch ab.

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