RD50M Zündaussetzer ab 4500 Umdrehungen

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Joe1

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RD50 M 1980
Hallo zusammen,
Ich versuche eine RD50M von 1980 wieder in Betrieb zu nehmen. Leider hat sie bei höheren Drehzahlen Zündaussetzer die ich trotz einiger Anstrengungen nicht abstellen konnte. Das habe ich alles schon versucht:
  • Vergaser komplett im Ultraschall Bad gereinigt und gut eingestellt (Düse ist original)
  • Auspuff Einsatz frei gebrannt
  • Neue Kerze NGK B6HS
  • Neuer NGK Kerzenstecker
  • Neue Zündeinheit incl Kondensator und Unterbrecherschalter
  • Alte Zündeinheit mit neuem Original Yamaha Kondensator (Unterbrecher sieht noch gut aus)
  • Motormembrane geprüft, sieht top aus
  • Vergasereinstellung geprüft, Nadel auf mittlere Höhe gestellt
  • Benzinhahn und Tank geprüft und gereinigt. Kommt genug Sprit.
  • Zündspule ist noch die alte. iO gemessen. Mit neuer Zündspule sprang sie nicht mehr an, vermutlich China Schrott gekauft.
Kann das doch an der Zündspule liegen?
Sie springt super an und läuft toll, und das schon vor allen Versuchen oben. Lediglich ab ca 4500 Umdrehungen fängt sie an zu stottern. Mehr als 40 fährt sie nicht mit 13er Ritzel.
Ich bin ratlos und hoffe, dass einer von euch noch eine Idee hat.
Danke im voraus, Jo
 
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Hi, kontrollier mal die Werte. Könnte doch die Spule sein. Wie hast du die Zündung eingestellt. Ich nehm immer meine Zündlichtpistole, da passt`s immer.
Gruß Ralf
 
1,8 Ohm primär und 11,4 kOhm sekundär am Stecker gemessen (ist das Ok, am Stecker zu messen?). Ist das nah genug am Soll?
Übrigens: Der LuFi ist natürlich auch neu.

Den ZZP kann man nicht einstellen, der Unterbrecher hat 0,4 am OT, so wie es sein sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Elektrodenabstand an der Kerze eingestellt? Vorallem bei NGK ist der Abstand meist zu groß, hatte das Problem jetzt schon öfters.

Gruß
 
Oha. Der war in der Tat 0,8. Hab auf 0,6 eingestellt und es ging deutlich besser. Als sie warm war keine Aussetzer mehr, lief knapp 50.
Ich bin direkt in meine erste allgemeine Verkehrskontrolle rein geraten. Gab aber keine Probleme. 😊
0,6 ist doch optimal, oder?
Tausend Dank an Ralf und Rennbirne.
 
ca. 0,4-0,6mm sagt man, ich würde immer empfehlen so klein wie nötig und so groß wie möglich. Musst dich halt rantasten bis die Aussetzer weg sind. Aber wenn du sagst mit 0,6mm läuft sie gut würde ich das so lassen😉
 
Viele Leute fallen gnadenlos auf empfohlene 0,4mm Kontaktabstand herein und überprüfen das Abrißmaß nicht, welches bei kontaktgesteuerten Magnetzündergeneratoren absolute Priorität hat! Bei kleinerem Kontaktabstand erfolgt der Abriss später, was in vielen Fällen die ultimative Rettung ist!
 
Mal eine Frage: Du hast in deinen Ausführungen das Zündkabel mit keinem Wort erwähnt.
Hast du es schon getauscht?
Habe mir bei einem sehr ähnlichen Fehler mal den Wolf gesucht. Messtechnisch war das Kabel
i. O.
Habe es dann trotzdem getauscht und mein Fehler war weg. Habe mir dann die Arbeit gemacht
und das Kabel aufgeschnitten; in der Mitte war alles voll Grünspan und die Kabel teils durchoxidiert.
 
Das Zündkabel ist fest mit der Zündspule verbunden. Meine Austausch Spule mit neuem Zündkabel wollte gar nicht, von daher läuft sie jetzt mit dem alten Original Zündkabel.
 
Wie bereits erwähnt, "Abrißmaß" überprüfen und über dem Kontaktabstand korrekt justieren! Eine Korrektur des Kontaktabstandes von 0,1mm, bewirkt die Änderung von mehreren Millimetern zum Abrißmaß!

PS: Wenn der Abriß viel zu früh erfolfgt, dann funktioniert bestenfalls eine Zündspule mit sehr gutem Wirkungsgrad so recht und schlecht!
 
Ich habe mal die alte Zündkerze mit der ich anfänglich das gleiche Problem hatte geprüft: 0,4 mm Elektrodenabstand.
Also vermute ich, dass die Zündaussetzer anfänglich vom defekten Kondensator kamen, dann später nach Tausch von Kondensator und Zündkerze (gleichzeitig - was offenbar nicht so schlau war) von der Kerze. Das nur falls andere mal ähnliche Probleme haben.

Zum Thema Abrissmaß: Das Polrad ist mit einer Nutfeder fest auf der Welle. Da kann man bei der RD50 meiner Kenntnis nach nichts einstellen.
 
Je später die Kontakte vom Unterbrecher öffnen (kleinerer Kontaktabstand) um so mehr Energie kann in der Zünderregerspule für einen knackigen Zündfunken gespeichert werden! Wenn die Unterbrecherkontalte exakt an der Kanten von Zünderregerspule und Polfläche vom Magneten öffnen, dann ist noch sehr wenig elektrische Energie in der Zünderregerspule gespeichert.

Ich kenne noch klägliche Experimente der 1970er Jahren, wenn jemand durch vergrößern vom Kontaktabstand des Unterbrecherers mehr Frühzündung einstellen wollte, das führte manchmal so weit dass gar keine Zündfunken mehr erzeugt wurden!

Mit einem sehr einfachen Experiment kann man dieses Verhalten jederzeit nachweisen. Man nimmt einen runden oder eckigen Dauermagneten und streift von der Mitte bis zu einer Außenkante mit einen magnetischen Gegenstand entlang, sofort wird man merken dass ab der Außenkante sehr viel Kraft nötig wird um den ferromagnetischen Gegenstand vom Dauermagneten wegzuziehen.

Den gleiche Effekt haben wir bei der kontaktgesteuerten Zündung: Wenn der Unterbrecher zu früh öffnet, kann der erzeugte Zündfunke bestenfalls nur Kraft und Saftarm sein. ;)
 
Ja die Zündung hat's in sich!
Man glaubt nicht was da schief laufen kann, auch wenn's nur Kleinigkeiten sind!
Gut wenn sie jetzt schon besser geht!
 
Physik ist ein Hund, wenn man nicht mitdenkt.🐶
 

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