Madenschrauben am Lagersitz

Mopedikürer

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Moin und Servus!

Ich weiß nicht, ob mein Gehirn etwas schwergängig ist, oder ob das hier irgendwie nicht so ganz voller Sinn sein mag:

kmqy-17w-c914.jpg


Ich meine die beiden Madenschrauben im Lagersitz, und ich meine, dass ich so etwas auf Bildern schon mal gesehen habe. Jetzt habe ich es hier, so ganz in echt!

kmqy-17v-3f86.jpg


Unter den Schrauben dann zwei kleine Kugeln, wohl weil die Schrauben nicht bis ans Lager reichten.

Meine einzige Erklärung:

Das soll eine Hilfe zum Austreiben des Lagers unter Hitze sein - eigentlich unnötig so etwas. Außer viell., der Ring ist eingeklebt?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das zum Einstellen des Lagerspiels gedacht war, und es wäre sicherlich völlig beknackt, auch nur an einer dieser Schrauben zu drehen, nach einbau des Lagers.

Ich bin auch sehr, sehr sicher, dass Bohrungen und Gewinde von innen her angebracht wurden, wohl mit einer Standbohrmaschine, sonst hätte der schräge Austritt den Bohrer sofort verrissen.
Die Körnerpunkte neben den Schrauben gab es nicht ganz umsonst dazu: Sie sollten verhindern, dass die Schrauben sich von selber herausdrehen.
Teuer sind solche Körnerpunkte allerdings auch nicht.

Hat jemand ne Idee, warum jemand sich solche Mühe macht? Wer solche Bohrungen und Gewinde an solcher Stelle zu setzen vermag, der ist sicherlich kein ganz Ahnungsloser.

Ich denke, ich werde das aber getrost mit Kaltmetall zuspachteln und etwas Silbergrau drübermachen, oder?
 
sehe ich auch so,da hatte der Edelschrauber keinen Innenauszieher für die Lagerschalen.
Er hat bestimmt diese von aussen dann nach innen rausgeklopft.
Aber die Kugeln machen eigentlich keinen Sinn.
Janko.
 
Ich glaube nicht, dass die Bohrungen von außen gesetzt wurden. Oder kriegt man das mit höherer Drehzahl und gaanz langsamen Vorschub an der Kante und der Schrägen hin??

Von innen gebohrt kann da schon der Bohrer abhauen, man muss megavorsichtig das letzte Stück Bohren und Der Bohrer sollte so kurz wie möglich sein und die Motorhälfte muss fixiert sein.

Ich denke, das Vorhandensein der Kugeln deutet darauf hin, dass es für den nächsten Instandsetzer als Hilfe gedacht ist. Sonst hätte man sie weglassen können.
 
mit einem Fingerfraser in Aluminium ist das überhaupt kein Problem.Da verläuft nichts.
Das geht sogar mit einer normalen Tischbohrmaschine.
Mit einem solchen Fräser komme ich auch direkt bis an die Lagerschalen,was mit einem
Spiralbohrer nicht geht.
Mithilfe eines Dorns könnte man dann die Schalen austreiben.
Einen anderen Grund kann ich mit diesen Bohrungen nicht erkennen.
Die Senkschrauben sollten wohl das Kurbelgehäuse wieder dicht machen.
Wäre so meine Vorstellung.
Janko.
 
Vielleicht wollte da jemand eine andere Zündung verbauen dazu hat er die Gewinde gebraucht wer weiß.
 
@janko:

Kennst du das Problem der M12 Reparaturschraube für die Sachs 501 und 50s etc. Motoren? Man Bohrt in die gerade Dichtfläche ein, aber der Austritt ist dank einer runden Kante schräg, so dass es den Bohrer verreißt.

Ich löse das Problem in Zukunft so, dass ich im Bereich der Kante mit dem Dremel das Loch schonmal auf ungefähr 11mm auffräse, so dass die runde Kante beim Bohren nocht mehr stört.
Dann kann man mit einem 11er - bei Alu auch einem 10,9er Bohrer das kaputte M10 Gewinde aufbohren und ein M12 Gewinde einschneiden.

Ich habe das sogar freihand schon gemacht, ich musste am Ende nur kaum merklich die Dichtfläche beschleifen. Man sieht das, wo die Schraube sich tiefer eingräbt, dass da etwas weg muss.

In den Löchern zwischen den Dichtflächen könnte man auch eine Führung für eine Bohrmaschine einsetzen, der Winkel ist wie es aussieht derselbe Winkel wie die Gewindebohrung der Ölschraube.
 
Hallo, nein das Problem hatte ich noch nicht,sicher gibt es verschiedene Möglichkeiten
für solche Instandsetzungsarbeiten,die auch ans Ziel führen.
In einem solchen Fall, wenn es aktuell würde,nehme ich Heli-Coil Gewindeeinsätze.
Dann bleibt die Originalgröße des Gewindes erhalten.
Janko.
 
Hallo,
Heli coil nehm ich ungern, mir sind für Gewindereparturen die Time-sert variante lieber wg. dem ganzen oder vollen Rep.einsatz nicht wie bei Heli eine spirale.
Bin der Meinung das sowas besser hält und auch gerade mit Öl leichter dicht zu bekommen ist.
Aber es hat ja jeder so seine Vorlieben :D
 
Ist Helicoil nicht sowieso eher für Sacklöcher?
 
Richtig,
bei zu kurzer Gewindelänge hast mit Heli leichtes Problem, allerdings mit die Time-sert muss schon auch ne gewisse länge da sein geht halt besser da ne Stabile "Büchse" verwendet wird.
Arbeite mit beiden systemen aber am liebsten mit Time-sert.
 
Über die Art der Gewindereparatur kann man unendlich philosophieren.
Der eine schwört auf dies,der andere auf das.
Nicht umsonst verwenden auch Motorenhersteller bei Aluminiumblöcken,an denen das Gewinde
oft geschraubt wird, Heli-Coil Einsätze,weil dies einfach eine Dauerlösung ist.
Ich habe schon viele Einsätze verbaut,die halten einfach gut.
Und warum soll man Heli-Coil nur für Sacklöcker verwenden? Sie sind für alle Gewindearten
anzuwenden.
Dichten muß der Einsatz nicht,denn ein Gewinde allein dichtet nicht,egal welches.
Da arbeitet sich das Öl immer durch.
Für sowas ist dann z.B. an einer Ablasschraube der Dichtring da,der übernimmt das.
Deswegen ist freilich Timsert nicht schlechter,ist genauso gut.
Wie gesagt,es ist eine Symphatieangelegenheit.
Wenn man für die gängigen Gewinde die Heli-Coil Werkzeuge hat,wird man nicht einmal dies,
das andere mal das andere System verwenden,z.B. Timesert,man bleibt bei Heli-Coil.
Janko.
 
Also bei den Zündkerzengewinden würde ich - ohne jetzt jemanden anzufeinden! - einen Reparatureinsatz benutzen, weil der ganz aus Eisen oder Stahl ist, und da ist die Stabilität sicherlich größer als Alugewinde mit Spirale.
Zweitens sollte der Einsatz einen Bund bieten, und dann dichtet er auch vernünftig, selbst wenn man ihn ganz minimal schräg eindreht.

Ich glaube in den M6 Löchern im Gehäuse würde ich Helicoil nehmen, ist unauffälliger und gerade im Gewindestutzen muss man weniger Material abtragen.
Außerdem wäre Helicoil die erste Stufe der Gewindereparatur, aufbohren und größere Einsätze kann man immer noch, wenn jemals nötig.

Bei den M4 Zündungsbefestigungen nehme ich im Fall der Fälle einfach M5. Ob das jetzt bei Motoplat auch geht habe ich jetzt nicht im Blick, denke aber schon.

Bei den Zündkerzen überlege ich, wie man dort vernünftig abdichten könnte, da jeder Zylinderkopf nach vielen km dort dreckig wird.
Kennt jemand eine geeignete Gewindedichtung? Der Dichtring der ZK dichtet nur 99,9%ig, und allzu fest drehe ich die Kerzen in dem Alugewinde nicht.
 

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