Kaufberatung für einen Noob

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Outis

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Hallo Leute,

ich überlege mir ein Zweirad zuzulegen, um zu meiner neuen Arbeitsstätte zu gelangen, da mir der ÖPNV auf die Nüsse geht.
Ich besitze einen Motorrad Führerschein (10j), habe aber kaum Fahrpraxis.
Das Gefährt, das ich suche sollte folgende Dinge in sich vereinen:

1. günstiger Anschaffungspreis (wunschdenken)
2. sparsamer Verbrauch
3. geringe monatliche Fixkosten ( Versicherung, Steuern, Wartung, etc. )
4. lange,lange halten

Wie man sieht habe ich gar nur einen echten Fixpunkt, kostenoptimal von A nach B zu gelangen...

Ich habe hier schon einige Artikel durchgesehen und mich deshalb angemeldet. Ich brauche erstmal eine grobe Vorstellung von dem Zielkrad.
Deshalb wäre im ersten Schritt die Wahl der Marke.
"Edelschrott" oder "Chinakracher" aus dem Bau-/Supermarkt sind nicht wirklich eine Option. Soweit ich dies nach der Recherche hier bewerten kann sind Piaggio-Roller ganz doll. Haben ja seit eh einen guten Ruf.
Nur mein Problem ist, dass ich nicht Unmengen an Geld ausgeben möchte, ab ca. 5 Riesen würde ich mir eher ein großes Motorrad kaufen, als einen kleinen Rollen.
Deshalb fallen 125er etc. aus meiner Kaufbetrachtung heraus, zumindest neue.

Also ich möchte Euch bitten mir Eure Kenntnisse/ Erfahrungen mitzuteilen zu dem Thema Marke. Auch allgemeine Betrachtungen würden mir weiterhelfen.

Noch kleine Details: Wohne in Hamburg, Arbeitsweg 12KM - jährlich etwa 7000 KM ( Winters würde ich eventuell den ätzenden ÖPNV nutzen )

Nochmal die wichtigsten Punkte:

1.Kosteneffizienz
2.Marke
3.Neu-Gebraucht

Das ist erstmal alles was mir einfällt.

Gruß

Outis
 
Welche Art von Motorrad willst du denn? Enduro, Supermoto, Sportler, Chopper oder Naked?

Outis":iutfaroz schrieb:
1. günstiger Anschaffungspreis (wunschdenken)

Ältere Sportler bekommt man oftmals billig.

Outis":iutfaroz schrieb:
2. sparsamer Verbrauch

Würd dir aufjedenfall zu einer größeren Maschine raten und 4 Takt.

Outis":iutfaroz schrieb:
3. geringe monatliche Fixkosten ( Versicherung, Steuern, Wartung, etc. )

Ein Motorrad kostet nicht die Welt an Steuern und Versicherungen. Wartungen ist ein anderes Thema, das kommt auf den verbauten Motor an. Kann man nicht auf bestimmte Marken immer beziehen. ;)

Outis":iutfaroz schrieb:
4. lange,lange halten

Hängt sehr stark von der Pflege des Motors ab. Regelmäßiger Ölwechsel und das Warmfahren sollte man aufjedenfall beachten. ;)

Wäre übrigens schön, wenn du dich im passenden Bereich vorstellen könntest. ;)

Gruß Michael
 
So, vorgestellt habe ich mich.

Es sollte schon etwas recht günstiges sein. Ich denke so an eine Nutzungsdauer von 2-3 Jahren.
Deshalb überlege ich, ob ich besser mit einer gebrauchten Semmel fahre, oder Wiederverkaufswert eingerechnet doch mit einem neuen Raser besser da stehe.
Was ich nicht gebrauchen kann, jedes WE an dem Teil Schrauben zu müssen. Zwar bin ich nicht Technophob, aber Arbeit habe ich genug und für mich ist ein Krad in erster Linie ein Fortbewegungsmittel. Ich habe andere Fetische...^^

Ältere Sportler bekommt man oftmals billig.
Soso, aber ich habe ein wenig muffen vor verbauten Teilen. Aber hört sich nach dem an was ich suche. Der Motorrad Typ ist mir schnurz, auch die Marke. Ich habe keine Bedenken, wenn es ums Image geht. Wie gesagt ein reines Arbeitstier wird gesucht.

Würd dir aufjedenfall zu einer größeren Maschine raten und 4 Takt.
Hab schon gelesen, dass die 2er agiler sind und deshalb auch mehr Schlucken.

Ein Motorrad kostet nicht die Welt an Steuern und Versicherungen. Wartungen ist ein anderes Thema, das kommt auf den verbauten Motor an. Kann man nicht auf bestimmte Marken immer beziehen.
Tja, Thema Wartung und laufende Kosten. Das ist für mich der eigentliche kritische Punkt. Denn einen "Grand Cherokee" von GM kriegt man für ein Appel und ein Ei, aber die Spritrechnung gönnt man seinem ärgsten Feind nicht.
Mir ist klar, dass ich keine Eierlegende Wollmilchsau finden werde, aber ein Mittelding wirds schon geben. Fest steht, wenn ich bei den Neuanschaffungskosten spare, bezahle ich dies meist mit höheren Wartungs- und Betriebskosten. Da ich eine relativ engen Zeitrahmen habe sollte aber eine Kosten-Nutzen Kalkulation nicht die übergroße Herausforderung darstellen.

Hängt sehr stark von der Pflege des Motors ab. Regelmäßiger Ölwechsel und das Warmfahren sollte man aufjedenfall beachten.
Regelmäßige Ölwechsel halte ich für selbstverständlich. Für mich ist die richtige Pflege immer obligat. Aber natürlich lasse ich mich gerne von Euch über die wichtigsten Grundsätze aufklären, denn ich habe ja nicht viel Erfahrung aufzuweisen.

Achja, mein angedachtes Büdget für diese drei Jahre liegt bei etwa 2000€, ex Sprit.
D.h. mein Gefährt sollte mit Wartungskosten und Ersatzteilen nicht über diese Summe kommen.

Gruß

Outis
 
2000€ für 3 Jahre, Kaufpreis + Wartung? Wird ziemlich eng. :(
 
was wäre dann realistisch? Kaufpreis habe ich mittlerweile zwischen 500,- und 1500,- entdeckt. Von Piaggio gibt´s da eine recht günstige Möhre.

Welche Kosten für z.B. Teile muss ich in einer Laufzeit von 3 Jahren einrechnen?
Bremsen, Reifen, etc.

Kaufpreis ist bei mir nicht der wichtigste Aspekt.
 
Outis":208cj7sm schrieb:
Welche Kosten für z.B. Teile muss ich in einer Laufzeit von 3 Jahren einrechnen?
Bremsen, Reifen, etc.

Kann man nicht genau sagen, da es sehr stark von deinem Fahrstil abhängt. ;)
 
auch war, ich fahre recht Fahrschulmäßig.^^ Das heisst, ich fahre langsam und gemütlich. Rennen fahren ist nicht mein Ding. Ich fahre eher "defensiv". Wie schon erwähnt ist ein Moped für mich, zumindest jetzt, ein Transportmittel und kein Statusobjekt.

Aber ich sehe, da habe ich wohl noch einiges aufzuholen.

Nehmen wir doch mal ein Beispiel:

Das Piaggio Modell "Zip", soll lt. Hersteller für 1400€ über die Ladentheke gehen.

Was sind bei "defensiver" Fahrweise die Wartungskosten ? Ihr habt doch sicher Erfahrungen, was so in etwa an Kosten für einen Werkstattbesuch fällig werden. Ich will ja keine absolute Kostenangaben, aber so in etwa lässt sich das doch schätzen, oder?

Und wie sieht es z.B. mit der Haltbarkeit eines Rollermotors aus. Klar, wer das Teil immer bis zum Anschlag ausreizt, der killt auch den besten Motor früh.
Ich habe was von 15-20000 KM gelesen, ist das realistisch? Klar rede ich hier von Qualitätsprodukten und nicht von Chinaausbeuterramsch. Offensichtlich ist auch, daß bei einem gebrauchten Roller die Chancen gut stehen einen völlig kaputten Stahlgaul zu kaufen.

freue mich auf Antworten

Outis
 
Outis":3qxz2hga schrieb:
Ich habe was von 15-20000 KM gelesen, ist das realistisch? Klar rede ich hier von Qualitätsprodukten und nicht von Chinaausbeuterramsch. Offensichtlich ist auch, daß bei einem gebrauchten Roller die Chancen gut stehen einen völlig kaputten Stahlgaul zu kaufen.
Eine pauschale Aussage kann man hier nicht treffen, denn wie lange ein Motor hält hängt von zu vielen Faktoren ab. Manche sterben nach 5.000km, andere erst nach 30.000km. Auch macht es einen Unterschied ob du einen Zwei- oder einen Viertakter fährst, wie du den Motor behandelst (Stichwort: Gemischtschmierung und Warmfahren), wieviel Kubik er hat, etc. Bei normaler Behandlung und regelmäßiger Wartung und Pflege sollten (!) 20.000km drin sein, selbst die Chinamotoren schaffen das. Das Problem der Chinaroller ist weniger der Motor sondern mehr die allgemeine Verarbeitungsqualität und die Elektrik.

Was die allgemeinen Kosten angeht: auch hier ist eine pauschale Aussage nahezu unmöglich, denn hier spielen zu viele Faktoren mit rein.
 
Den ZIP kenn ich als 50er Modell, dort mach er einen guten Eindruck. ;)
Nur der Verbrauch wird das Problem sein, bei 125er 2 Takt. :(
 
Gut gut.

Klar sind pauschale Aussagen schwer, aber für mich gilt mehr die Hypothese subjektive Daten sammeln, dann den Mittelwert ausrechnen und ich habe zumindes einen Näherungswert von dem ich mal ausgehen kann. Naja, hat ja auch sein gutes.
Ich habe neulich einen Krad Händler nach dem viertakter ZIP von Piaggio ausgefragt.
Der meinte, dass der Motor erwartbar, bei regelmäßigen Checkinns ( alle 6000 KM ), mind. 30000 bis max. 50000 KM halten könnte. Ein Checkinn kostet 160,-€. Die Möhre 1400€. Benzin kostet runde 1,30 je Liter. Verbrauch etwa 2 Liter/100KM.

Daraus kann ich schon eine kleine Rechnung erstellen.
Alle Angaben geschätzt, bzw. als Wahr angenommen.

Jährliche Fahrstrecke etwa 6000 KM. Bei einer mittleren Lebensdauer von 40000 KM etwa 6,6 Jahre

mindestens zu erwartende jährliche Kosten:
- 210,- Anschaffungs- / Abschreibungskosten
- 160,- Wartung
- 156,- Benzin
- 120,- Versicherung

= 646,-

So das ist die Rechnung auf die ich die ganze Zeit hinaus wollte. Diese Summe ist keinesfalls als realistische Angabe zu verstehen. Es ist nur eine Schätzung.
Es bleiben natürlich die unberechenbaren Einflüsse, wie Fahrzeugführung (kalt hochfahren etc.pp), Materialabnutzung ( Reifen halten sicher keine sechs Jahre, Bremsen etc. ) Helm, Kleidung für hamburger Schieet Wedder, ÖPNV Fahrtkosten für die kalten Monate im Winter usw. usf.

Ich kann also von grob geschätzten 1000,-€ / Jahr ausgehen. Hm... *denk*

Das Ergebnis gibt mir in der Tat zu denken. Ich hatte gehofft weit weniger an tatsächlichen Kosten zu haben.
 
Beim Benzin würde ich nicht davon ausgehen, dass es in sechs Jahren noch immer 1,30€ kostet. Das ist ja noch nicht mal mehr jetzt der Fall - ich war heute an der Tankstelle und habe 1,44€ pro Liter berappt. Die Versicherung ist hingegen deutlich zu hoch angesetzt: das Versicherungskennzeichen bekommst du bei diversen Versicherungen bereits für 50€ im Jahr. Rechne doch mal die jährlichen Kosten für den ÖPVN gegen, dann siehst du realistisch wie viel teurer dich der Roller kommen würde.
 
Das habe ich nur vergessen hier aufzuschreiben.

Sind bei einer Jahreskarte / Proficard vom Arbeitgeber nur etwa 520,- Steine / Jahr.
Da ist selbst die optimistischste Schätzung schon unterlegen. Aber egal, die Überlegung musste ich anstellen um zu einer Entscheidung zu kommen.
Es gibt für mich nach der Rechnung keinen objektiven Grund mehr einen Roller zu erwerben.
Die Nachteile überwiegen, den erwarteten positiven Effekt. Schade eigentlich, Moped fahren hat immer soviel Spass gemacht, naja vielleicht ja doch irgendwann...

Vielen Dank für die Denkanstösse, macht´s gut.

Outis!
 
eine 125er auf 90 km/h oder so angemeldet ist sehr günstig in der versicherung usw auch dre verbrauch hält sich in der motorenklasse echt in grenzen, vorallem bei 4 taktern.
solche fahrzeuge bekommt man auch oft sehr günstig in gutem zustand!
gruß
 
wie wär es mit einer MZ?
Gibts von 125ccm-250ccm.
 
Der Ersteller wird denk ich mal nicht mehr Antworten, soweit er mir es per PN mitgeteilt hat. :(
 

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