Ein französischer Roller aus China?

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Trotzdem

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Kisbee 50 2T, Baujahr 2010
Bin gerade erst in das Thema Roller eingestiegen. Grund dafür ist die Anschaffung eines Peugeot Kisbee 2T, Baujahr 2010.

Bei meinen Recherchen und auch in Gesprächen mit diversen KI ist mir aufgefallen, dass offensichtlich viele Roller einen Motor aus China haben, also diesen Jinan Qingqui-Motor, der seinerseits auf der ursprünglich von Minarelli entwickelten "Motorschwingen"-Konstruktion beruht, also eine Antriebseinheit mit liegendem Zylinder und mit Untersetzungsgetriebe, an dem eine Variomatic die Übersetzung an die Fahrsituation anpasst.

Somit wurde der von mir angeschaffte Roller auch schon als "China-Roller" bezeichnet.

Da hat sich mir die Frage gestellt: was unterscheidet einen "echten" China-Roller von zum Beispiel einem Peugeot oder einem Minarelli oder einer anderen europäischen Marke? Das Motorkonzept ist ja im wesentlichen immer gleich, und bei neueren Rollern wird ja immer ein Viertakter verbaut sein, wegen der Umweltvorschriften. Hatte noch nie einen Zweitakter, deswegen wollte ich mal einen haben. Hätte auch sehr gerne eine Simson gehabt, die kann man ja aber nicht mehr bezahlen. Als ich in Potsdam studiert habe in den 90er Jahren des letzten Jahrhundert, da konnte man die super günstig kriegen. Tja, da hätte man mal zuschlagen sollen.

Wenn Peugeot Motoren in seine Roller einbaut, die aus China kommen, ist da die Fertigungsqualität des Motors besser, schlechter oder ähnlich wie bei einem Baumarkt-Roller? Das kann man ja vermutlich unterschiedlich bestellen.
Bei meinem Roller saß original auf dem Motor ein japanischer Vergaser (Teikei).

Und dann sind da ja noch die anderen Teile, Rahmen, Fahrwerk, Verkleidung, Bremsen.

Habe mir bewusst keinen Roller von einer Marke gekauft, die ich nicht kenne. Bei Peugeot, denke ich, kann man eine gewisse Qualität voraussetzen.

Gibt es im 50er-Segment noch ganz andere Motoren, oder gibt es Hersteller, die ihre Motoren nicht in China bauen lassen? Wann hat das angefangen mit den China-Motoren?
 
Moin,

Peugeot fertigt die anscheinend sogar in China?!
(Meine ich gelesen zu haben?!)
Der Unterschied zu Baumarktrollern besteht im Preis (etwas teurer),
in der Qualität (nicht top, aber etwas besser)
und letztlich der Ersatzteilversorgung (auch besser und trotzdem günstig).

Der "Name" tut sein übriges,
"Peugeot" hört sich halt besser an als "Jinglingdingeling".

Auch andere PKW und Krad Firmen produzieren in China.

MFG, Der Alte
 
Ja, das ist ein Problem und es steht auch nicht in der Werbung.
Nicht China ist Kymco, der kommt aus Korea oder Viertnam. Vespa kommt glaube ich aus noch ganz aus Italien.

Piaggio kommt aus China und Italijet weiß ich nicht.
 
Ja, das ist ein Problem und es steht auch nicht in der Werbung.
Nicht China ist Kymco, der kommt aus Korea oder Viertnam. Vespa kommt glaube ich aus noch ganz aus Italien.

Piaggio kommt aus China und Italijet weiß ich nicht.
Vespa gehört zur Piaggiogroup und kommt aus Italien
 
Hier mal eine Aufschlüsselung vom Piaggio Konzern.
Und Peugeot.
 

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Moin,

joa, wie sollte das mit dem Bau in Frankreich auch gehen
bei einem Neupreis ab 2.300 € ca.?
Eine Vespa aus Europa kostet 2 - 3 x so viel:
bessere Ingenieure, bessere Technik, bessere Monteure, Umweltschutz,
Wertschöpfung (auch Steuern) zu 100 % in EU.

Nochmal ein paar (subjektive) Anmerkungen zur Haltbarkeit:
- Vespa: Mein Arbeitskollege hat seinen Vesparoller nach 12 Jahren ca. mit über 75.000 km (!!!) in Zahlung gegeben,
da umfangreiche Reparaturen anstanden.
(Der war aber auch immer zum Service beim Händler, lief übrigens original gut 60.)
- Kisbee: werden oft auch mit 25 - 30.000 km angeboten,
mein Verdacht: sind dann halt auch "durch" und umfangreiche Arbeiten nötig. (??)
Folge => nächster Roller ist billiger als Arbeitszeit (und Teile).
Ressourcen, Umweltschutz: Naja....
- China Roller (Baumarkt) schätze ich als Katastrophe ein.
Anfangs (vor 15-20 Jahren) wurden die Dinger genervt weggeschmissen
weil keine Ersatzteile zu kriegen waren, Teilekauf und "Haltbarkeit"
ist anscheinend auch heute noch "eher" (sehr?) fraglich??

Ist halt die Frage was man will, braucht und zahlen kann,
Peugeot ist für mich der "untere Einstiegspunkt"
wenn das Ding verlässlich laufen
und z.B. Jugendliche ohne groß Theater zur Schule transportieren soll.
Baumarktware spart nicht viel Geld, kann aber potentiell viel Ärger verursachen.
Vespa ist natürlich unter "patriotischen" Gesichtspunkten (Wertschöpfung und Steuern in EU)
und vom Umweltschutz (Ressourcenverbrauch) somit am besten:
Hält 3 x so lange, aber kostet auch 3 x so viel, für Jugendliche also (viel) zu teuer.

Das optimale Teil für den Alltag in meiner Welt:
Der Kisbee den ich betreue (4 T vergaser, 2013) hat mit leichten Macken
und unter 3.000 km gelaufen gut 700€ gekostet und "fahrfertig"
(neue Reifen, Benzinhahn, Tankgeber, Griffe, Spiegel, Sitzbank, Topcase, div. Filter, .... Öl)
rund 1.000 €, also etwa 40 % vom Neupreis.
Hat auf über 5.000 km Fahrtstrecke (= Tachostand jetzt knapp 8.000) keinerlei Probleme gemacht.
Billiger geht es nicht, und das das Teil jetzt schon 3 x auf der Seite gelegen hat und mittlerweile richtig Kagge aussieht:
geschenkt, jugendlicher Leichtsinn, gut das das keine neue Vespa war....

MFG, Der Alte
 
Der Kisbee 2T RS von meinem Bekannten, durch den ich erst auf die Idee gekommen bin, mir so ein Projekt zu beschaffen, hat über 15.000 Km auf der Uhr. Der läuft im Prinzip super, und angeblich ist die Variomatic gerade gemacht worden, aber mit mir drauf schafft der in der Ebene gerade mal 40 Km/H Tacho, was ich für zu wenig halte. Gut, ich bin 182 cm groß und wiege 112 Kilo (mit Motorradgeraffel wahrscheinlich 116), aber in der Ebene sollte der doch Tacho satt 45 Km/H schaffen, oder was meint ihr?

Für mein Projekt (etwa 4.500 Km) habe ich 500€ bezahlt, und werde vielleicht nochmal 500 € ausgeben, bis der richtig 45 Km/H läuft und entsprechende Papiere hat. Aber der Reiz ist irgendwie, das alles selbst hin zu kriegen. Und wenn ich den Roller erstmal verstanden habe, kann ich ihn ja im Prinzip immer wieder reparieren, so lange es Ersatzteile gibt.

Vielleicht kauf ich mir dann noch einen 125er Roller :D

Piaggio oder Vespa finde ich durchaus interessant, wär mir aber für jemanden, der zum ersten Mal so tief in ein KFZ einsteigt, zu schade.
Also für mich. Der Kisbee ist da glaube ich genau richtig.

Irgendwann will ich auch mal ne Schwalbe haben von Simson. Aber die sind mir zu teuer, und im Moment glaube ich auch nicht, dass die zeitnah günstiger werden. Da muss die richtige Gelegenheit kommen.

Und das im Kisbee Chinatec drin steckt, ist vielleicht nicht mal schlecht. Vermutlich wird dadurch vom Material her vieles günstiger. So lange das Gehäuse hält, kann man da ja immer wieder neue Zylinder und Kolben drauf schrauben und im Zweifel auch an der Untersetzung Teile tauschen, oder die Kurbelwelle. Viel Elektrik steckt da ja auch nicht drin.

Ich meine irgendwann mal gehört zu haben, dass ein chinesisches Unternehmen Peugeot gekauft hat, weil die Opel nicht direkt kaufen durften, und dann haben die einfach Peugeot gekauft, um mit Peugeot dann Opel zu kaufen. Ist vielleicht einer der Gründe dafür, dass viel Chinatec drin steckt. Oder ich erinnere mich völlig falsch. Wer weiß.
 
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