Wenn schon Vorbesitzer an elektrischen Anlagen planlos herummurksten, sollte man eher mit unerwarteten Fehlern rechnen. Derzeit steht bei mir eine alte Suzuki RV 50 von 1975 mit unzähligen Todsünden an ihrer noch verhältnismäßig einfachen elektrischen Installation, welche ich auf ein zeitgemäßes 12V Bordnetz mit dem recht guten 4 poligen Original Kokusan Magnetzündergenerator umrüsten sollte. Im Idealfall wäre dafür ein Zeitaufwand von etwa 2 bis drei Stunden erforderlich, aber alleine zum reparieren vom Kabelbaum und beheben von zahlreichen sinnlos dazugemurksten Fehlern habe ich mittlerweile schon mehr als einen halben Tag investiert!
Es war so ziemlich alles dabei von nicht elektrisch leitenden Masseverbindungen (aufgrund neu lackierter Rahmenteile) falsch angeschlossenes Zündschloss, ein Kurzschluß aufgrund falsch zusammengestecker Leitungen uvm.
In Deinem Fall wäre mal das Baujahr vom Moped interessant, denn nach Bj. 2018 muss man eher mit schwachsinnigen Euro 4 Besimmungen rechnen, was deren Technik und auch die Elektrik auch wieder umfangreicher machte. Ich hatte schon mehrmals unverbastelte DERBI Senda X-treme Euro 4 Mopeds zum warten, wo beispielsweise die Kontakte vom minderwertigen Zentralstecker am Regler ausgebrannt waren und deren eher verwahloste Starterbatterien vom Innenwiderstand zu hochohmig waren.
Dann fiel die Bordspannung beim betätigen vom Elektrostarter so weit in den Keller, dass der DC/DC Wandler im CDI Zündschaltgerät nicht mehr arbeiten konnte. Durch anschieben und Kickstarter spangen diese Mopeds immer problemlos an, aber mit den Elektrostarter gab es keine Zündfunken!
PS: Besorg Dir einen passenden Schaltplan und scanne ihn an einem handelsüblichen Office-Drucker mit 200 bis 400 DPI in Graustufen ein. Dieses Bild kannst Du dann hochladen wobei man auch alles ordentlich erkennen könnte, das sieht dann für ein altes KTM Moped leicht nachbearbeitet (bzw. ausgebogen) beispielsweise so ähnlich aus.