KTM Comet 50 RSW läuft nicht (richtig)

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Fischer93

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Hi,
ich habe eine KTM Comet 50 RSW nach 40 Jahren wieder so weit flott gemacht. Leider gab es beim ersten Startversuch/der ersten Fahrt ein Problem. Ein Teil des Zylinderkopfes ist ausgebrochen. Das wurde von einem Betrieb instandgesetzt.
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Leider läuft sie nicht so wie ich will. Ich habe das Gefühl sie läuft viel zu fett. Ich bekomme sie nur mit Vollgas und anschieben an. Das auch nur ohne Luftfilter (neu). Der Vergaser spuckt auch ordentlich Sprit richtung Luftfilter. Die Kerze ist neu und direkt nass. So richtig nass. Nehme ich die alte trockene Kerze, macht sie direkt ein paar Huster aber geht beim Kicken auch nicht an. Ist sie durch anschieben an, braucht sie bei Vollgas etwas bis sie hochdreht. Ist das einmal geschafft, fährt sie, dreht hoch und wieder runter. Im Standgas bleibt sie aber nicht an und ist dann auch wieder nur sehr schwer anzubekommen. Wenn überhaupt nur durch anschieben.
Der Vergaser ist ein Bing 1/19/105. Hauptdüse 85, Leerlaufdüse 42 und Nadelposition ist die 2. Raste von oben. Da bin ich mir allerdings etwas unsicher:
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Auf dem Bild die Nummer 13. Ich habe die Nadel so eingesteckt, dass diese wirklich in der 2. Raste von oben steckt, also von unten durch bis zum zweiten Klick.
Nadel, Chokekolben, Schwimmernadel und Dichtungen sind alle neu. Der Vergaser hat ein langes Bad im Ultraschall genossen, davor und danach Bremsenreiniger und Druckluft bekommen. Er ist frei. Die Luftschraube ich gemäß Handbuch eine Umdrehung draußen. Also Schraube komplett rein und eine Umdrehung wieder raus. Standgas lässt sich nicht wirklich einstellen. Geht immer aus ohne manuelles Gas geben.

Laut meinem Schwiegervater lief der Vergaser bis zuletzt ohne Probleme. Hat knapp 13.000km gelaufen.
Hat jemand noch eine Idee was man probieren könnte?
 
Wann war der Zeitpunkt als der Vergaser bis zuletzt ohne Probleme lief?

Von solchen 19 mm Bing Steinzeit Vergasern war ich nie überzeugt und habe die meisten schon vor vielen Jahren entsorgt. Die Dichtung vom Kaltstartkolben und auch die Justierung vom Seilzug machten regelmäßig Probleme, wenn dann zusätzlich nach Jahrzehnten auch noch die inneren Kanäle rauh und oxydiert sind, dann kannst Du diesen Sondermüll "erden"! :LOL:

Achte auch darauf dass es unterschiedliche Vergaserdüsen gibt: Zum einen welche mit Bohrungsdurchmesser und andere mit Durchflussmenge. Da hat mal ein Bekannter von mir mehrere Wochen damit gekämpft, weil ihm diese feinen Unterschiede nicht bekannt waren.
 
Naja der Zeitpunkt war vor 40 Jahren :D
Alle Düsen und der Düsenstock sind noch die Originalen, wie er vor 40 Jahren lief und wie in den technischen Daten, nur gesäubert. Die Schwimmernadel habe ich getauscht, sowie die Nadel im Gasschieber. Testweise habe ich da auch wieder die alte Nadel rein, ohne Veränderung.
Die Bohrungen für den Choke und den Gasschieber sind nicht rau und beides ist leichtgängig. Da bin ich mit einer harten Nylonbürste durchgegangen. Die Züge sind ebenfalls neu, leichtgängig und nach Reparaturhandbuch eingestellt.
Wenn das jetzt irgendein Nachbauvergaser oder ein anderer wäre, würde ich es ja verstehen. Aber das verstehe ich nicht.
 
Prüfe deine Kaltstarteinrichtung, das Gummi am Starterkolben muss intakt sein.
 
Das Gummi habe ich erneuert. Mittlerweile denke ich aber auch darüber nach den Kolben dafür direkt zu tauschen. Einen neuen hatte ich mitbestellt
 
Hat der Zug ausreichend Spiel?
 
Hat ca 1-2mm Spiel bis in jede Lagerung. Den Hebel dazu kann ich knapp 1cm bewegen bevor der Federwiderstand spürbar ist.
 
Ich habe nun nochmals die Schwimmernadel mit der alten verglichen. Die neue ist etwas kürzer, somit wird sie wahrscheinlich nicht richtig nach oben abdichten. Weiterhin habe ich den alten Kaltstartkolben mit dem neuen verglichen. Beide haben exakt die gleichen Maße. Habe trotzdem die alte Schwimmernadel und mal den neuen Kolben montiert und darauf geachtet, dass alles entspannt ist. Zuerst lief sie sogar mit Filterliter einigermaßen im Stand und ist fast direkt angesprungen. Je länger sie lief, desto schlechter wurde es. Die Kerze ist immer noch viel zu nass und aus dem Krümmer kommt unverbrannter Sprit. Wasserverlust habe ich nun auch keinen mehr. Ich bin mit meinem Latein am Ende.
 
Wie alt sind die Simmerringe vom Motor?
 
Wurden im Zuge der Überholung erneuert... Keine 6 Wochen her. Ich habe es aber nicht selbst gemacht, sondern von einem Betrieb machen lassen.
Die Ausbrüche aus dem Kopf wie im ersten Beitrag sind allerdings erst bei mir passiert. die Stücker habe ich im Wasser gefunden. Der Betrieb hat das keinesfalls so eingebaut.
 
Und das ist genau das was ich nicht verstehe. Wenn ich einen Motor komplett mache, muss ich doch testen ob er wirklich zufriedenstellend läuft?

Was haben die denn alles gemacht? Vor allem in Bezug auf Zylinder und Kolben?
 
Danke für deine Nachricht, ich werde dir privat noch schreiben. Hier allerdings nochmal fürs Forum.
Ich habe auf Wunsch einige Bilder von der Überholung bekommen, auch ein Video wie er läuft. Vor 40 Jahren wurde der Motor mit einem Kolbenfresser abgestellt. Der Zylinder wurde von meinem Bekannten auf Übermaß gebohrt und gehohnt und entsprechend der passende Übermaßkolben mit einem Kolbenring eingebaut. Laut Werkstatt war die Bohrung perfekt, das Ringspiel hat gepasst. Kolbenmaß wurde 40,25mm.
 

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