Etwa doch vollsynthetisches Öl?

Mopedikürer

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Neulich hat ein User statt 1:25 teilsynth. 2-T-Mischöl empfohlen einfach 1:33 vollsynthetisches zu benutzen.

Klingt schon irgendwie logisch - teilsynth. ist ja eben auch teilw. synthetisch. Man würde soz. auf den mineralischen Anteil verzichten.

Der Verschleißschutz ist ja schon bei teilsynth. Öl weitaus besser als bei rein mineralischem, und bei vollsynth. Öl ist er doch sicherlich gewährleistet.

Ich meine, es wäre schon sinnvoll kein Mineralisches Öl zu verfeuern, wenn es nicht unbedingt nötig ist.

Wäre die oben genannte Empfehlung i.d. Hinsicht zu vertreten oder entstehen Nachteile für Motor oder Abgasanlage?


MfG
 
Hallo!
Wir haben bei uns in der Firma sehr viele 2Takt Geräte (Kettensäge, Laubgebläse usw.) und haben zudem ein großes Fass Vollsynthetisches Öl seit Jahren dafür hier stehen.
Sehr zufrieden und lange "Lebenserwartungen" der Geräte.
Noch nie deswegen Probleme gehabt.
Außer wenn mal wieder einer normal Benzin reinkippt :mrgreen:
Meine Mopeds laufen Spitze damit. Obwohl ich bewusst die Mopeds alle zu fett laufen lasse Mischung etwa so immer 1:20-1:15. Perfekt abgestimmt läuft meine Florett mit einer recht sauberen Auspuffanlage. Noch nie Probleme deswegen gehabt. Bei der Hercules der Flory auch nicht.

Ist denke ich zu empfehlen.

Gruß
Jerome
 
Hmm. Ok, eigentlich hätte ich mir wegen Verschleiß auch keine Sorgen gemacht.

Dass du die alten Mopeds aber fetter anmischst -- eigentlich würde ich eher sagen magerer, weil das vollsynthetische bekanntermaßen nicht verbrennt.
Ich denke man nimmt vollsynth. Öl für Motoren, die über 9 oder 10 T. Umdrehungen machen, dort entsteht
genug Hitze zum Verbrennen.

Nur aus dem Grund soll man ja in den Mokick-Motoren teilsynth. Öl benutzen. Also ich würde sagen: Wenn vollsynth., dann etwas dünner mischen.

Ich wollte wissen, ob aus fachkundiger Sicht nicht doch etwas dagegen einzuwenden ist - manche Dinge haben halt einen Haken, den ein Unkundiger übersieht.

Funktionieren tut es ja scheinbar; gibt auch Leute, die in ihre Simsons altöl reingekippt haben -- vieleicht würde auch Frittenöl ne Weile funktionieren... aber die Frage ist, ob das so gut ist auf dauer.

Ich muss es nochmal probieren, aber ich meine, wenn man etwas dünner mischt geht die Leistung etwas runter, etwas mehr Öl könnte viell. etwas mehr Kompression bedeuten - würde Sinn machen, für Graugusszylinder mit 6/100 Laufspiel ist 1:25 empfohlen, für Aluzylinder bei 4/100 mm Laufspiel 1:50 (Vorausgesetzt die Lager a.d. Kurbelwelle sind dafür ausgelegt. Ein Bronzelager z.B. verträgt das nicht).
 
Wie steht es eigentlich mit der Haltbarkeit des fertig gemischten 2T Sprit aus. Habe gehört fertiges Gemisch hält nur maximal 6 Monate.
Wir haben in der Firma einige Geräte von Stihl, dafür benutzen wir auch speziellen Sprit von Stihl. Die geben glaube ich 2Jahre Haltbarkeitsgarantie auf den Sprit.
 
Kann gut sein, dass in fertigen gemischen Stabilisierungsmittel o.ä. drin sind. Wenn draufsteht 2 Jahre - dann kann man das glauben. Das Mischöl von Stiehl ist ein extrem teures Mischöl, gibts in kleineren und größeren Gebinden, aber sauteuer halt. Ich weiß nicht ob das voll- oder teilsynth. oder was auch immer ist, die Motorsägen und Freischneider und Heckenscheren drehen auf jeden Fall ganz schön hoch...

Was meine Frage zuerst angeht: Motoren haben Ansprüche an bestimmte Spezifikationen was Öl oder Mischöl angeht.

Auf einem vollsynth. Racing-2T-Öl stand klar u. deutlich drauf, dass es nur für Rennmaschinen verwendet werden soll.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass es Nachteilhaft ist, wenn das Öl nicht richtig verbrennt, denn wenn es nicht verbrennt, dann sammelt es sich vielleicht im Kurbelgehäuse bzw. reichert es sich dort im Gemisch immer weiter an.

MfG
 
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