Welcher Accu bei der 12 V Vape Zündung

percy

percy

Mitglied
Registriert
18 September 2011
Beiträge
264
Plz/Ort
67069 Ludwigshafen
Fahrzeug(e)
Hercules K50 Rl, Suzuki DR 800, BMW S1000XR
Hallo,
melde mich mal wieder, das Hercules Hobby ist wegen anderen Projekten in den Hintergrund gerückt,
jetzt hat mich das Fieber wieder gepackt.
Wollte sie vor etwas 3 Wochen mal wieder anschmeißen, ging nicht, Benzinhahn war zu gequollen,
Neuer musste her, alles paletti, lief sehr gut an.
Als ich vor etwa 3 Jahren die 12 V Vape verbaut hatte und sie auch einen Accu von der Modellbaubranche
bekommen hat, war alles super, tolle Lichtausbeute mit ner H4 Birne, alles tiptop, bin damals nur kurze
Strecken zu Einstellen gefahren.
Jetzt bin ich das erste mal über 2 h unterwegs gewesen, plötzlich ging der DZM nicht mehr,
wenn Licht aus geschaltet war, ging er wieder, auch das tolle Licht war nur noch ne Funzel.
Zu Hause ans Ladegerät gehängt, Batterie war leer, Tags drauf wieder alles prima.
Den Accutyp hat mir hier im Forum jemand empfohlen, finde den Beitrag aber nimmer.
Frage: Kann es sein das der Accu zu wenig Kapazität hat um die H4 Birne zu versorgen ?
Gestern ne ganze Weile ohne Licht unterwegs gewesen, zu Haus dann Accu noch fast voll,
andere Leuchtmittel damals alle auf LED umgerüstet. Nachdem man ja die Vape auch ohne Accu betreiben kann
und man ja immer noch genügend Strom für Licht hat, steh ich jetzt aufm Schlauch,
Accu defekt ??? War größten Teils am Ladegerät in den 3 Jahren.
Vlt. kann mir hier jemand nen Tip geben, die Elektrik ist halt so gar nicht meins 🤷‍♂️

LG
Andreas
 
Hallo,
melde mich mal wieder, das Hercules Hobby ist wegen anderen Projekten in den Hintergrund gerückt,
jetzt hat mich das Fieber wieder gepackt.
Wollte sie vor etwas 3 Wochen mal wieder anschmeißen, ging nicht, Benzinhahn war zu gequollen,
Neuer musste her, alles paletti, lief sehr gut an.
Als ich vor etwa 3 Jahren die 12 V Vape verbaut hatte und sie auch einen Accu von der Modellbaubranche
bekommen hat, war alles super, tolle Lichtausbeute mit ner H4 Birne, alles tiptop, bin damals nur kurze
Strecken zu Einstellen gefahren.
Jetzt bin ich das erste mal über 2 h unterwegs gewesen, plötzlich ging der DZM nicht mehr,
wenn Licht aus geschaltet war, ging er wieder, auch das tolle Licht war nur noch ne Funzel.
Zu Hause ans Ladegerät gehängt, Batterie war leer, Tags drauf wieder alles prima.
Den Accutyp hat mir hier im Forum jemand empfohlen, finde den Beitrag aber nimmer.
Frage: Kann es sein das der Accu zu wenig Kapazität hat um die H4 Birne zu versorgen ?
Gestern ne ganze Weile ohne Licht unterwegs gewesen, zu Haus dann Accu noch fast voll,
andere Leuchtmittel damals alle auf LED umgerüstet. Nachdem man ja die Vape auch ohne Accu betreiben kann
und man ja immer noch genügend Strom für Licht hat, steh ich jetzt aufm Schlauch,
Accu defekt ??? War größten Teils am Ladegerät in den 3 Jahren.
Vlt. kann mir hier jemand nen Tip geben, die Elektrik ist halt so gar nicht meins 🤷‍♂️

LG
Andreas
1754825231128.png
 
So, hab ein bisschen weiter getestet, da ich ja ne Ladebuchse im Seitendeckel habe, kann ich die Spannung mit so einem USB Stick mit Volt Anzeige gut ablesen.
Vollgeladene Batterie hat 13,7 Volt ohne Licht und ohne das Motor läuft, mit Licht auf etwa 12,8 Volt runter.
Läuft der Motor gibts auch bei höheren Drehzahlen weder mit oder ohne Licht eine Voltänderung.
Hab bei laufendem Motor mal an "allen" Kabelverbindungen gewackelt und sonst auch alle Verbindungen
gecheckt, auch den Magnetdeckel runter gemacht ob da ein Kabel durchgescheuert wäre, nix zu sehen. !
 
12,8V reichen doch. Wie hoch ist die Spannung ohne Verbraucher?

Es kann sein dass dein laderegler einen weg hat.

Masseverbindungen prüfen!
Fahre auch mit Vape, aber bewusst ohne Batterie. Ebenfalls mit H4, hab einwandfreie Beleuchtung.

Gruß Christopher
 
Hallo Christopher,
klar reichen die 12,8 V, aber es wird nicht mehr nachgeladen, nach spätestens 2 h fällt der DZM aus und das Licht ist eher dunkel als hell, Ladegerät zeigt dann leer an.
Ohne Licht 13,7 V. Ist ja alles super, aber es kommt nichts nach.
 
Aber das müsste man doch messen können, es muss doch ein Kabel welches den Strom erzeugt in den Regler gehen, bei dem die Spannung bei höheren Drehzahlen auch hoch geht, oder ? Wenn das so ist, und nach dem Regler nur die Accu Spannung anliegt, egal welche Drehzahl, ist entweder der Regler kaputt, oder irgendwas doch nicht richtig verkabelt ?!
 
Wenn ich den Reglerausgang messe, sollte ich doch sehen können ob Strom fließt und ob dieser sich mit der Drehzahl ändert ? Lieg ich da richtig ? Also zw. rot und braun, also Stecker ab vorher, sonst mess ich ja wieder den Accustrom mit ?!
1754899205435.png
 
Erhaltungsladung über 3 Jahre hat den NiMh wahrscheinlich zu Tode gegrillt.
Eine Kapazitätsmessung gibt Dir Aufschluss über die Leistungsfähigkeit des Akkus.
Vorher würde ich keinen Fehler am Moped suchen.
 
Hallo Bernd,
der Accu lässt sich mit dem Ladegerät ganz normal laden, Accu müsste mE iO sein, außerdem sollte es ja auch ohne den Accu funktionieren. Eben den Stecker getrennt, leider geht das Moped dann nicht mehr an.
Eben mal ohne Accu gemessen, Bordnetz hat null Strom, dann direkt das rote Kabel ausm Reglerausgang gemessen, bringt fast kein Strom, schwankt eher sehr stark im 0,0.... Bereich, sollte also der Regler defekt sein, oder ?
Sorry wenn ich so dämlich frage, aber ich bin was die Elektrik betrifft ein Depp 🤷‍♂️
 
Sodele, eben mal nach nem neuen Regler geschaut, soweit ich mich erinnere hatte meine Vape 100 Watt geliefert, ich finde jedoch nur 140 Watt Regler, die Bilder unterscheiden sich an der Nummer unter 7300, bei mir 1817.
1754914633470.jpeg

Die 140 Watt Regler haben die Nummer 2214
1754914788032.png

Kann ich nen stärkeren Regler nehmen ?
 
Bevor du irgendwas kaufst, probiere doch mal ohne Akku. Das ist doch im schaltplan auch angegeben
 
Hallo, das habe ich gemacht, weiter oben geschrieben, ohne Accu gibts gar keinen Strom.
 
Gestern noch mit nem versierten Elektroniker gesprochen, er meint das wäre kein Problem, wenn der neue Regler 140 W anstatt nur 100 W kann, wär vergleichbar wie wenn man eine stärkere Batterie ins Auto macht.
Eben das Teil bestellt.

LG
Andreas
 
Nach meinen persönlichen jahrzehnte langen Erfahrungen, wollten bisher viele Leute die AC Bordelektrik von alten Kraftfahrzeugen auf Gleichstrom Betriebsart wie an modernen Motorrädern umrüsten. In vielen Fällen wäre das völlig unmöglich, weil der elektrische Energiehaushalt niemals dafür reichen würde! Deshalb will ich mal wichtige Grundlagen im Zusammenhang mit unterschiedlichen bekannten Energiespeichern erklären, welcher jeder so gut wie möglich beachten sollte.

Vape ist zwar vom AC Generatorteil nicht nicht schlecht, aber von vielen derer angebotenen Ladereglern halte ich persönlich nicht sehr viel. Für ein zuverlässig funktionierendes DC Bordnetz mit klassischem Bleiakku sollte der Generator nach dem Gleichrichter bereits ab Standgas mehr elektrische Energie zu Verfügung stellen, als alle installierten elektrischen Komponenten verbrauchen können. Deshalb sind auch die meisten "richtigen" Motorräder mit Drehstromgeneratoren >15 Ampere Phasenstrom und ausreichend hohen Leerlaufspannungen bestückt, andernfalls würde die gespeicherte Ladung im Bleiakku kontinuierlich weniger und der stirbt dann relativ schnell an Mangelladung!

Nun gibt es auch Alternativen wie kompakte NiMh Modellbauakkus oder besser noch die guten alten Sanyo oder Panasonic Eneloop mit extrem niedriger Selbstentladung und sehr geringer Serienstreuung, welche man aber keinesfalls für permanente Gleichstrom Dauerverbraucher >1 Ampere Nennstrom nützen darf. Verzichtet man in diesem Zusammenhang (beispielsweise bei kombinierten AC/DC Bordnetzten an Mopeds mit schwachen Generatoren) auf ungefähr 30% der möglichen Kapazität, dann kann man die guten Eneloop (aufgrund ihrer niedrigen Serienstreuung) auch bei 10 zelliger Reihenschaltung mit einer Ladeschlußspannung bis max. 15 Volt laden ohne dass sie unkontrolliert überhitzen und sich selbst zerstören. Das wären funktionierende Alternativen zur Gleichstromversorgung von Bremslicht und Blinker. Permanente Erhaltungsladung an NiXX Akkus wäre allerding kontraproduktiv und würde deren mögliche Lebensdauer, im schlimmsten Fall sehr stark einschränken. Vor vielen Jahren kaufte ich unter anderem eine neue 4er Packung Eneloop AA Zellen, an denen führte ich mehrere fachgerechte Entlade/Ladezyklen durch und lagerte diese anschließend nach gemessenen 2,09Ah Speicherkapazität pro Zelle, 10 Jahre in der Garage bei moderaten Temperaturen.

hr-3utgb_14.jpg


Anfang März 2024 holte ich diese guten Akkus aus ihrem 10 jährigen Winterschlaf und konnte denen noch durchschnittlich 1650mAh ihrer damals eingespeicherten Ladung entnehmen.

hr-3utgb_24.jpg


Mehrere anschließende Vollzyklen zeigten sogar Werte wie von Neuprodukten und der gemessene identische Innenwiderstand von 21 MilliOhm pro Zelle war unerwartet gut. Lädt man allerding nach jeder Nutzung immer nur drauf und führt niemals fachgerechte Entlade/Ladezyklen mit einem geeigneten Modellbaulader durch, verlieren auch diese guten LSD NiMh Akkus erheblich an möglicher Speicherkapazität. Diesen Schwund kann man allerdings durch nachträgliches "refreshen" wieder weitgehend rückgängig machen, dafür gibt es mittlerweile auch sehr gute Universallader wie beispielsweise das kompakte S100neo von SKYRC mit integrierten Netzteil, schon ab ca. 45 Euro Einstandspreis. Dafür kann man auch kostenlos die Steuersoftware "Charger Master" von der offiziel SKYRC Homepage herunterladen und damit in Echzeit aufzeichnen, was mit den Akkus passiert. Als Beispiel für NiMh Akkus habei ich ein fünfzelliges Eneloop AA Akkupack 3 Entlade/Ladezyklen der nalyse unterzogen. Dieses Gerät arbeitet auch "ohne Computervindung", dann aber nur mit den Anzeigen am Display.

eneloop_aa-5s.png


Im Gegensatz zu Lithium Ionen Akkus kann man Eneloop und andere gute NiMh Akkus auch dauerhaft vollgeladen lagern, bei Bleiakkus ist Lagerung im vollgeladenen Zustand sogar Pflicht, weil sie andernfalls schnell an harter Sulfatierung erbärmlich zugrunde gehen. Bei Lithium Ionen und vor für KFZ geeignete eigensichere LiFePo4 Akkus verrigert dauerhaftes volladen die mögliche Lebenserwartung, aufgrund niedriger Selbstentladung kann man diese auch mit 80% Entladetiefe für längere Zeit lagern.

Noch vor wenigen Jahren waren LiFePo4 Akkus weitgehend unbezahlbar und eher ein teures Hobby für Freaks und Liebhaber wo Geld kaum eine Rolle spielte. Mittlerweile bekommt man schon 12,8V 70Ah LFP Starterbatterien mit großzügigen 1300 Ampere Kaltstartstrom ab 190 Euro, das ist zwar immer noch 3 mal teurer wie eine klassische 12V 70Ah Blei/Säure Billigbatterie aber meiner Meinung endlich mal bezahlbar.

ingeoselli-lfp_12v70ah.jpg


Damit kann man den Anlasser eines 1,9 Liter Dieselmotors (ohne Spritzufuhr) 2 Minuten jodeln lassen ohne dass dessen Drehzahl absinkt, allerdings muss man dann unbedingt aufhören damit der Anlasser nicht gnadenlos abbrennt!

Für reine Gleichstromversorgung an einspurigen Motorrädern, sollte die AC Generatorleistung mindestens 100 Watt betragen und der Laderegler erst bei ca. 14,4 Volt Ladeschlußspannung abregeln. Manche DC Exemplare von VAPE machen aus mir unverständlichen Gründen schon bei 13,8 Volt dicht und wären für Bleiakkus in zyklischer Betriebsart völlig ungeeignet. In diesem Zusammenhang müssen wir bedenken, dass Bleiakkus nicht schnelladefähig sind und bei 30% Entladtiefe (mit 14,4 Volt Ladeschlußspannun) nur noch max. 10% Ladestrom aufnehmen können. Deshalb ist es auch auch nicht möglich Bleiakkus am Bordnetz von Kraftfahrzeugen jemals auf 100% aufzuladen, dafür müsste man schon bis zu 15 Stunden Non-Stop auf der Autobahn unterwegs sein. Das angesprochene S100neo kann mit dem integrierten Netzteil bis zu 100 Watt dauerhaft laden, was auch für alle Starterbatterien an Pkw´s locker reicht. Dessen mögliche Entadeleistung ist zwar mit 5 Watt begrenzt, was aber für Motorrad und Modellbauakkus auch kein unlösbares Problem darstellt. Nun habe ich eine klassische 12V 80Ah Blei Starterbatterie mit der genannten 12V 70Ah LFP Starterbatterie und weitgehend identischen Einsatzbedingungen verglichen.

Für diesen direkten Vergleich waren beide Energergiespeicher jeweils an einem Sonntag Abend randvoll geladen, der Ruhestrom vom alten SKODA Oktavia 1U5 1,9 TDI über die Nachtstunden bis zur ersten Arbeitsfahrt am nächsten Montag, entnahm ca. 300 mA an Ladung und das wiederholte sich regelmäßig bis zum Freitag bis ca. 13h30. An allen fünf Werktagen wurden jeweils 2x30 Kilometer zurückgelegt und auch durchschnittlich zwei mal pro Tag der alte 1,9 Liter 1Z TDI Dieselmotor angelassen. An beiden Freitagen ließ ich die unterschiedlichen Energiespeicher noch durchschnittlich 6 Stunden (bis zum Abend) im Fahrzeug in der Garage abkühlen und anschließend zeichnete ich beide Messungen in Form von Nachladungen bis zum automatischen abschalten des kompakten SKYRC S100neo Laders auf.

bsa_12v80ah-test.png

ingeoselli-12v70Ah-test.png


Der ca. 6 stündige Stanby Verbrauch vor beiden Messungen an den Freitag Nachmittagen mit ungefähr 0,18Ah Ladungsverlusten fällt dabei nicht großartig ins Gewicht! Man stelle sich nun einen zarten kleinen Bleiakku an einem Motorrad nach einer Marathonfahrt mit einem riesigen Kraftstrofftank vor, welcher mit homeopatisch kleinen Ladeströmen möglicherweise irgendwann vollgeladen werden soll?

Deshalb wären mittlerweile bezahlbare und vor allem schnelladefähige LiFePo4 Energiespeicher die eindeutig bessere Wahl, weil man permanent bis zu 50% der Nennkapazit an Ladestrom in den Energiespeicher hineinpumpen darf. Bringt der Generator max. 10 Ampere Ladestrom und der installierte LFP Akku hat nur 12,8V 6Ah Speicherkapazität, dann das Plus Ladekabel vom Bordnetz zum Akku eher dünn und lang auslegen, damit der zugeführte Ladestrom auf verträgliche Ströme begrenzt wird. In diesem Fall würde auch ein Laderegler mit 13,8 Volt Ladeschlußspannung noch gut funktionieren, denn ein LiFePo4 Akku nimmt sich gierig jeden möglichen Ladestrom welchen er vom Generator bekommen kann. Aber unbedingt einen ausreichend großen Elko (beispielsweise 4700µF 35 Volt Spannungsfestigkeit) mit dem Ausgang vom Laderegler parallelschalten, denn wenn das BMS den Energiespeicher (aufgrund einer bereits vollgeladenen Einzelzelle) vom Bordnetz unterbricht, dann muss das DC Bordnetz undbedingt geglättet werden und das erledigt dann der parallelgeschaltete Elko. Ein typischisches und vor allem zeitgemäßes optimiertes AC/DC Bordnetz für alte Mopeds mit unverändertem kontaktlosen Magnetzündergenerator, sieht beispielsweise so ähnlich aus.

12v60w_schema.png


PS: Ich hoffe das meiste wurde auch verstanden, aber wenn man erfolgreich beim umrüsten sein will sollte man diese Regeln befolgen!
 
Hallo und vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort. Werde das meine Spezialisten zeigen ich kann damit zu wenig anfangen.
LG
Andreas
 

Ähnliche Themen

J
Antworten
2
Aufrufe
220
Christian Mk1 Super4
Christian Mk1 Super4
S
Antworten
0
Aufrufe
377
Silas zü
S
D
Antworten
16
Aufrufe
2K
wobo
Zurück
Oben