Scheibenfeder noch einen oben drauf

Mopedikürer

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Und was passiert wohl mit der Scheibenfeder wenn sie sich mal löst?
Die ist weg, einfach plattgeschmiert wie nen Brotaufstrich!

Und das nur von der Masseträgheit des Schwungrades...

Deshalb denke ich schon, dass sie am Polrad hauptsächlich als Montagehilfe dient.

Aber einen weiteren Sinn wird die Feder doch haben, und Klaus hat net unrecht, wenn er sagt, sie verstärkt die Verbindung.
Gerade beim Primärritzel verhindert sie, dass das Ritzel sich verdreht und die Mutter mitdreht und löst.
Auch wenn es auch dort ohne geht.
Das Sicherungsblech der Mutter verhindert dann auch nicht mehr, dass sich die Mutter ganz löst und alles abhebt, da die Nase ja ins Ritzel greift.
Das Sicherungsblech kann man genauso getrost weglassen.
Nur das am Kupplungskorb der 3 Lamellenkupplung bietet da echte Sicherheit, da es im Korb greift, der jedoch fest auf der Verzahnung sitzt.

Die interessante Frage hier:

Hat es schonnmal an einem Motor die Scheibenfeder von Primärtrieb oder Kupplungsnabe weggerissen, wie das am Polrad so oft passiert?

@Holger: Bitte nicht schlagen... auch wenn dir lieber wäre, dass wir das mit einem Therapeuten besprechen...
 
@ Mopedikürer
Die Scheibenfeder hält allein nicht das meiste. Die Kombination Kegelverband/Scheibenfeder ist optimal.
Eine Scheibenfeder ist nicht für wechselnde Lastwechsel links rechts geeignet. Bei Mopeds ja nicht der Fall. Scheibenfeder und Passfeder haben die gleiche Funktion und übertragen Drehmomente. Die Passfeder ist für höhere Drehmomente, gegenüber der Scheibenfeder die nur für niedrige Drehmomente geeignet ist.

Das Konusverhältnis und Anzugsdrehmomente sind ausschlaggebend für eine Verbindung die sich im Fahrbetrieb nicht löst oder sich lösen könnte. Je höher die Reibkraft ,desto besser hält die Verbindung. 1:2,5 leicht lösbar. 1:5 und 1:7,5 weiter schwerer lösbar. Die Scheibenfeder überträgt mit das Drehmoment
wird in dieser Verbindung nicht alzu stark belastet,da Polrad und Welle reibschlüssig sind.
Ich hatte ja nie bezweifelt, das es ohne nicht geht!! Der Sinn der Scheibenfeder ist Drehmoment zu übertragen findet am meisten Verwendung in Kegelligen Verbänden.Außerdem finde es mit Scheibenfeder sicherer und einfacher, wenn man z.B das Polrad zum Kontaktwechsel abziehen muß, mein Polrad sitzt dann immer schnell an der richtigen Stelle .
Es ist für mich optimal die Scheibenfeder einzubauen und lieber die Grundplatte erweitern und neue Markierungen am Polrad anzubringen.
Mal nebenbei hat nichts mit der Polradseite zu tun
Beim 80 SW Motor wird das Antriebsrad bei M12 Gewinde auch mit Scheibenfeder verbaut.obwohl mit 80 Nm angezogen. Gruß Klaus
 
Mopedikürer":30848el7 schrieb:
Gerade beim Primärritzel verhindert sie, dass das Ritzel sich verdreht und die Mutter mitdreht und löst.
Auch wenn es auch dort ohne geht.
Das Sicherungsblech der Mutter verhindert dann auch nicht mehr, dass sich die Mutter ganz löst und alles abhebt, da die Nase ja ins Ritzel greift.
Das Sicherungsblech kann man genauso getrost weglassen.

Das Sicherungsblech "kann" man weglassen, muss man aber nicht.
Deine Denkweise ist aber dennoch zu hinterfragen:

Wann kann sich das Ritzel denn verdrehen?
Erst nach dem es nicht mehr kraftschlüssig auf der Welle sitzt.

Und wann sitzt es nicht mehr kraftschlüssig auf der Welle?
Wenn sich die Mutter gelöst hat und die Konen sich voneinander gelöst haben (ich vermute bei Sachs ist es ein Konus? Ich kenne nur Zündapp Motoren mit den zwei Kugeln als Kraftübertragung).

Erst dann kann sich das Ritzel verdrehen, so dass das Sicherungsblech kein sinnvolles Widerlager mehr hat und die Mutter nicht mehr vom Sicherungsblech gesichert wird.

Das ist quasi wie eine "Was kam zuerst, die Henne oder das Ei?" Frage.
Die Voraussetzung, dass die Mutter nicht mehr gesichert ist, ist dass die Mutter sich schon längst gelöst hat.


Eine Scheibenfeder, wie sie an Polrädern verwendet wird ist primär eine reine Montagehilfe.
Ohne diese würde man es kaum schaffen, die Zündung richtig einzustellen (unmöglich ist es aber nicht).

Grüße
 
Mopedikürer":5e2leowf schrieb:
Das Sicherungsblech der Mutter verhindert dann auch nicht mehr, dass sich die Mutter ganz löst und alles abhebt, da die Nase ja ins Ritzel greift.
Das Sicherungsblech kann man genauso getrost weglassen.

Das ist falsch gedacht. Die kleine Nase (welche oft durch Unachtsamkeit bzw. Unkenntnis beim Öffnen der Mutter durch eine nicht komplett umgebogene und dadurch plane aufliegende Lasche abgeschert wird) greift in die Nut des Ritzels ein und hält sich dadurch, da das Ritzel ja auch durch die Scheibenfeder fest fixiert ist. Die umgebogene Lasche an einer Schlüsselfläche der Mutter verhindert dadurch sehr wohl das selbstständige Aufdrehen.

Nur ein Sicherungsblech OHNE Nase ist für die Katz. Ohne Nase brauche ich auch die Lasche nicht umlegen.

Später mit Einführung der 80er Motoren und auch früher bei den SW`s hat man Schraubensicherung genommen.

Gruß Holger
 
Das Polrad treibt wohl nichts an ,trotzdem enstehen dort Kräfte.
 
DAEF13":15rryi18 schrieb:
Eine Scheibenfeder, wie sie an Polrädern verwendet wird ist primär eine reine Montagehilfe.
Ohne diese würde man es kaum schaffen, die Zündung richtig einzustellen (unmöglich ist es aber nicht).
Grüße

Richtig!!
 
Natürlich ist es schön, wenn man das Polrad mit Scheibenfeder UND Konussitz verbaut. Ist so ungefähr wie Hosenträger und Gürtel. Gürtel (in dem Fall der Konussitz, bei Verwendung einer AT-Kurbelwelle mit nicht passender Nut für die Scheibenfeder) würde auch reichen.... :D :D :D
 
Ich meinte ja, solange die Feder nicht abgeschert ist.
Solange hält das Blech die Mutter.

Deswegen ja auch meine Frage: Schert so eine Feder auch manchmal ab, so wie man es vom Polradkeil kennt?
Es ist dieselbe Größe.
Wenn da mal Schmackes draufgeht...

Also bei einem Klemmer hat sich bei mir das Polrad weitergedreht ohne Spiel auf dem Konus.
Keil einfach mitgenommen.

Ist das bei Kupplungsnabe oder Primärtrieb schon vorgekommen?<br /><br />-- 18.04.2017 21:26 --<br /><br />@Holger: Du meinst aber keinen Bauch-Weg-Gürtel?? :D
 
Hosenträger und Gürtel sind mir lieber.Ich weiß schon was eine konische Verbindung hält .
Hauptwelle /Ritzel gutes Beispiel .
Gruß Klaus
 
@Kürer: Also bei den zwei :) oder drei :shock: Motoren, welche ich schon zerlegt habe, hab ich sowas noch nicht gesehen.
 
@ Mopedikürer
Hatte vor kurzen einen Motor hier Kolbenfresser ,komplettes blockieren des Motors laut Besitzer.
Scheibenfeder Abtriebsseite nicht beschädigt. Anzugsdrehmoment und Scheibenfeder haben wohl zusammen gewirkt. Eine Scheibenfeder aus einem Nut zu treiben erfordert schon einige Kräfte.

Du hast geschrieben:Also bei einem Klemmer hat sich bei mir das Polrad weitergedreht ohne Spiel auf dem Konus.
Keil einfach mitgenommen:




Da müssen ja Kräfte wirken?

Da sieht man mal ,das sich die Polräder unter gewissen Umständen lösen können. Ob blockieren, defekte Welle oder zu geringes Drehmoment beim anziehen u.s.w. Deswegen das was möglich ist einbauen.
Gruß Klaus
 
Also meine etwas modifizierte Ultra hat ja laut Prüfstand 21 Nm Drehmoment und trotzden hält das Primärritzel ohne Probleme und ohne Sicherungsblech,ist nämlich ein 80er Primärantrieb :mrgreen: da ist die Mutter mit Loctide gesichert.

Polräder verdrehen sich nur bei mit zu wenig Drehmoment angezogener Befestigungsmutter, beschädigtem Konus wie oben schon geschrieben oder Fett am Konus oder nicht richtig tragendem Konus.
Eine Welle mit beschädigtem Konus würde ich nicht verbauen oder eine beschädigte verbaute austauschen,bei geringen Beschädigungen kann man eventuell das Polrad auf die Welle einläppen mit Läpp Paste.

Ansonsten ist das verdrehen des Polrads ein Ding der Unmöglichkeit.
 
Am Primärritzel ist natürlich der Hebelweg zur Scheibenfeder geringer als beim Polrad.
So auch der Hebelweg der Ritzel der Vorgelegewelle zur Scheibenfeder der Kupplungsnabe.
Treten bei Lastwechsel oder gar Blockade große Kräfte auf, können diese im Getriebe noch kompensiert werden, da die Umlaufgeschwindigkeiten im Ggs. zur Kurbelwelle recht gering sind und selbst bis zur totalen Blockade noch genug "Bremsweg" bleibt indem sich die Kräfte auf verschiedene Teile in Getriebe verteilen.

Blockiert der Zylinder hart, werden a.d. Kurbelwelle evtl. 8000 Umdrehungen in einer Sekunde abgebremst und nicht einige 100.

Die Masse des Polrades ist viel kleiner als die Fahrzeugmasse, aber die Kraft wirkt direkt auf die Verbindung, mit mehrfachem Hebelweg und Geschwindigkeit,

Der Effekt ist ähnlich dem eines schnellen Schlages mit einem leichten Hammer im Ggs. dem eines langsameren Schlages eines schweren Hammers.
Beim Meißeln nehme ich lieber einen dicken Fäustel, wird richtig angesetzt, fliegt ein großer Brocken raus.
Haut man sich auf die federnde Hand, tut es nicht so weh.
Mit leichterem Hammer schlägt man weitaus schneller, um die selbe Abbruchleistung zu erzielen. Schlägt man auf die Hand, tut es weitaus stärker weh, da der Federweg der Hand nicht ausreicht ihn auszubremsen.
Das ganze bei ungefähr gleicher Leistung im Abbruch.
 
citybiker":2m9dq67o schrieb:
Polräder verdrehen sich nur bei mit zu wenig Drehmoment angezogener Befestigungsmutter, beschädigtem Konus wie oben schon geschrieben oder Fett am Konus oder nicht richtig tragendem Konus.
Eine Welle mit beschädigtem Konus würde ich nicht verbauen oder eine beschädigte verbaute austauschen,bei geringen Beschädigungen kann man eventuell das Polrad auf die Welle einläppen mit Läpp Paste.

Ansonsten ist das verdrehen des Polrads ein Ding der Unmöglichkeit.

bigtup.gif


Sehe ich ganz genauso..... Beim Kürer hat sich die Scheibenfeder nur wg. einer der oben genannten Gründe zerbröselt, wahrscheinlich war das Polrad schon leicht lose, ohne dass er es bemerkt hat.

Gruß Holger
 
Okay.

Jezt lasst uns wieder was vernünftigeres machen. Nach UFOs Ausschau halten zum Beispiel....

Mein Motor ist heute mehrmals bei voller Fahrt abgestorben und blockiert, es war als hätte dabei der Zylinder trocken gelaufen.
Nach dem ersten Mal habe ich gemerkt, dass die Kerze etwas lose drin war....
Danach stark verminderte Leistung, im Stand sofort aus.
Bin im dritten Gang teils auf Radwegen nach Hause geeiert.
Auch dabei hat er mehrmals beim Absterben blockiert.

Kann es sein, das Falschluft durch die lockere Kerze dem ohnehin arg verbrauchtem Zylinder den Rest gegeben hat?
Er schien auf jeden Fall stark überhitzt vor allem beim ersten Mal.

Werde also gleich mal ein paar Sachen checken, dann wohl den Motor bzw Zylinder ausbauen.
 
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