Sachs 501 / 4 BKF Kupplung trennt nicht - sehr schwergängig

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paku00

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Hercules MK2
Hi Leute,

Ich habe den Sachs 501 Motor meiner Hercules MK2 frisch überholt und gestern eingebaut.
Dabei sind auch neue Kupplungslamellen verbaut worden, beim Einbau kam mir alles eigentlich passend vor.
Nachdem ich den Zug eingehängt und verbunden habe, habe ich versucht die Kupplung einzustellen.

Das Einstellen nach Anleitung hat dazu geführt, dass die Kupplung fast gar nicht getrennt hat, auch wenn ich den Hebel ganz durchgezogen habe. Ich habe die Einstellschraube am Kupplungsdeckel dann noch ein bisschen weiter reingedreht, sodass ich schon etwas Widerstand gespürt habe. Wenn ich den Kupplungshebel jetzt voll ziehe, dann trennt die Kupplung grade so, allerdings geht der Hebel so schwer zu ziehen, dass man damit fast nicht fahren kann...

Die Frage ist nun, woran es liegen kann. Aus meiner Sicht habe ich zwei Probleme, die vielleicht etwas miteinander zu tun haben:
1. Bei korrekter Einstellung bekomme ich nicht genug "Weg" auf die Kupplung - sie trennt nicht
2. Wenn ich nachjustiere, sodass sie trennt, geht der Hebel sehr schwer zu betätigen. Außerdem schleift die Betätigung so wahrscheinlich die ganze Zeit an dem Betätigungsstift...

Könnte es sein, dass falsche Federn verbaut sind? Das würde allerdings nur Problem 2 erklären. Kann es an dem Kurvennapf im Gehäuse liegen?

Vielleicht kann sich ja jemand vorstellen woran es liegt... Über Tipps wo ich anfangen könnte, zu suchen wäre ich sehr dankbar!

Freundliche Grüße
Simon
 
Hallo Simon. Der Klassiker... Der Druckkeil ist sehr wahrscheinlich abgerutscht. Du musst ihn hinter dem Seegering mit O-Ringen fixieren, so dass er an seiner Stelle bleibt. Gerade bei etwas dickeren Lamellen passiert das sehr häufig, dass er lose liegt und falls die Druckbolzen ihn nicht gleich mit korrekter Einstellung daran hintern, verschiebt er sich gerne u. liegt dann nur noch einseitig auf.
Mach mal das Kupplungsrad ab, dann siehst du es.
Falls dies nicht der Fall ist, ist es u. U. möglich, dass die Rampen im Kupplungsdeckel, auf denen der Napf aufläuft, schon zu sehr abgenutzt sind u. somit der erforderliche Hub nicht mehr erzeugt wird.

Gruß Holger
 
Hi Holger,

Ich habe heute einmal alles auseinander gebaut und mir genau angeschaut. Leider bin ich nicht so viel schlauer als vorher, aber vielleicht kannst du oder jemand anderes sich einen Reim drauf machen:

1. Der Druckkeil war eine gute Vermutung, hätte auf jeden Fall zum Fehlerbild gepasst. Der sitzt allerdings noch gut, den hatte ich damals beim Einbau auch schon gesichert so wie du beschrieben hast:
1000104374.jpg


2. Kurvennapf und entsprechendes Gegenstück im Kupplungsdeckel sehen etwas mitgenommen aus. Kann diese Abnutzung schon für so viel fehlenden Weg verantwortlich sein?
1000104390.jpg

1000104383.jpg


3. Ich habe dann noch ein bisschen herumgemessen um das Problem einzukreisen:

a) wenn ich den Druckbolzen der Kupplung mit dem Spezialwerkzeug reindrücke, trennt die Kupplung ab ca. 1.2mm Weg, sodass ich die einzelnen Kupplungsscheiben bewegen kann. Ab ca. 1.4mm lassen sie sich ohne viel Kraft gegen das Kupplungsgehäuse verdrehen

b) Wenn ich den Kurvennapf per Hand im Deckel drehe (mit ein bisschen Druck) macht er ca. 2.3mm Hub über den gesamten möglichen Fahrweg.

c) Wenn ich jetzt wieder alles zusammenschraube und die Kupplung nach Anleitung einstelle, dann kann ich von außen gegen die Innenseite des Kurvennapfes messen (da wo auch die Einstellschrauben sind). Hier müsste ich ja genau den Weg messen können, welchen der Napf auch nach innen auf den Druckbolzen aufbringt.
Hier messe ich bei voller Hebelbetätigung aber nur knapp 1mm. Die Kupplung trennt logischerweise nicht, weil hierfür laut a) mindestens 1.2mm nötig wären.
--> Wieso ist hier so viel weniger Hub zu messen als bei ausgebautem Kurvennapf unter b)? Was wäre hier ein normaler Wert?

d) um den simpelsten Fehler auszuschließen habe ich nochmal gemessen, um wie weit der Kupplungshebel am Lenker den Bowdenzug bei voller Betätigung reinzieht: 17.5mm
Hat hier jemand einen Referenzwert, wie viel Weg der Kupplungszug eigentlich zurücklegen muss? Nicht dass der falsche Hebel verbaut ist...



Ich kann nicht genau einschätzen, wo der Fehler liegt, sehe ihn aber eher in der Betätigung als bei der Kupplung.
Kann es sein, dass die vorhandene Abnutzung in Gehäuse und Napf das Problem ist?
Kann man hier etwas reparieren oder braucht es womöglich einen neuen Gehäusedeckel und einen neuen Napf? :/

Ich würde mich über weitere Hilfe sehr freuen!
Viele Grüße
Simon
 
Moin
Die Verzahnung der Reibscheiben und der Schmodder, dafür das die neu sind....
Kannst du die Kppl. nochmal zerlegen und Foddos, auch von der Verzahnung des Vorgelegezahnrades, machen?
Gruß Uwe
 
Hallo Simon,

hat vor der Reparatur alles normal funktioniert?

Moin
Die Verzahnung der Reibscheiben und der Schmodder, dafür das die neu sind....
Kannst du die Kppl. nochmal zerlegen und Foddos, auch von der Verzahnung des Vorgelegezahnrades, machen?
Gruß Uwe
Was hat die Verzahnung des Kupplungsrades damit zu tun? Schmodder sehe ich auch keinen....
 
Hi,
ob vorher alles funktioniert hat weiß ich leider nicht, weil ich den Motor im zerlegten Zustand bekommen habe.

Zu den Kupplungsscheiben: Denen musste ich zwischen den Zähnen jeweils einmal mit der Feile durchgegangen, weil sie beim Zusammenbau doch sehr stramm auf dem Vorgelegezahnrad saßen... Deshalb sehen die so aus, ließen sich aber danach gut über den Mitnehmerkranz bewegen.
 
Der "Schmodder" ist vermutlich Belagmaterial.
 

Lese das mal durch...

Fazit...: neuen Kupplungsdeckel besorgen. Es gibt relativ viele gebrauchte, die den notwendigen Hub nicht mehr erzeugen. Viel Erfolg!
 
Besteht hier, aus eurer Sicht, Bedarf, hier über eine Reparaturlösung nachzudenken?

Ist das ein häufiger auftretendes Problem?
 

Alles prüfen. Den Druckkeil muss man nicht unbedingt in die abgenutzte Spur einsetzen.
Deckel und Kurvennapf bekommt man für den 501/3+4 relativ leicht. Also Reparaturlösung: Defekte Teile gegen neue ,b.z.w gut gebrauchte tauschen::::
Gruß Klaus
 
Wie setze ich denn den Druckkeil anders ein?
Da ist doch nur eine Nut in der Welle.
Oder meinst du in Bezug auf die Druckplatte?

Bei Kleinanzeigen sind jetzt nicht soviele Deckel online.
Von daher meine Frage, ob Bedarf besteht.
Ich hätte da schon eine Idee.
 

Lese das mal durch...

Fazit...: neuen Kupplungsdeckel besorgen. Es gibt relativ viele gebrauchte, die den notwendigen Hub nicht mehr erzeugen. Viel Erfolg!
Interessante Untersuchung! Dann sind die 2mm Hub, die mein Kurvennapf im nahezu unbelasteten Zustand erzeugt anscheinend nicht ausreichend.

Nun aber die Frage wie ich einen guten von einem schlechten gebrauchten Kupplungsdeckel unterscheide... Abnutzungserscheinungen werden ja alle gebrauchten Deckel an der Stelle haben. Lässt sich die Funktion hier wirklich nur durch Einbau prüfen oder kann man da wohl durch Nachmessen schon Klarheit schaffen?

Wie setze ich denn den Druckkeil anders ein?
Da ist doch nur eine Nut in der Welle.
Oder meinst du in Bezug auf die Druckplatte?

Bei Kleinanzeigen sind jetzt nicht soviele Deckel online.
Von daher meine Frage, ob Bedarf besteht.
Ich hätte da schon eine Idee.
Ich fände eine Reparaturlösung auf jeden Fall interessant. Wenn du eine Idee hast, höre ich mir die gerne an ;)
In dem Zuge stellt sich noch die Frage, ob es andere Möglichkeiten der Kupplungsbetätigung gibt als "Kurvennapf" welche evtl. weniger verschleißbehaftet und fehleranfällig sind.

Vielen Dank und Gruß
Simon
 
@ matt21 Im Bezug auf die Drucklamelle.
Original Ersatzteile verbauen und gut ist. Akzeptiert mal ,das es sich um ein Verschleißteil handelt. Abgenutzt ist abgenutzt.
Wie bei einer Kupplungsreiblamelle.
Wie ein übermäßiger Verschleiß zustande kommt ,ist wieder eine andere Sache . Unter guten Voraussetzungen halten die Teile echt lang.
Wie will man da im Deckel passend Material( Alu) auftragen ,so das es genau passt? Beim Kurvennapf dito ( Stahl)?
Viel zu aufwendig! Guter Deckel 20-40€ , Kurvennapft 10-20€ . Ich habe die Teile auch schon mal für ganz kleines Geld bekommen.
Was man alles reparieren kann/ Reparaturlösungen können auch nicht funktionieren . Man muss das Rad nicht unbedingt neu erfinden.
Gruß Klaus
 
Sitzt da ein Gummiring auf dem Druckkeil?
 
Original Ersatzteile verbauen und gut ist. Akzeptiert mal ,das es sich um ein Verschleißteil handelt. Abgenutzt ist abgenutzt.

Guter Deckel 20-40€ , Kurvennapft 10-20€ . Ich habe die Teile auch schon mal für ganz kleines Geld bekommen.

Gibt es die Teile denn noch als unbenutztes Ersatzteil zu kaufen? Ich habe nichts gefunden.

Für die genannten Preise finde ich nichts. Und ob die Gebrauchteile jetzt unbedingt einen besseren Zustand haben?

Die Lösung, die mir vorschwebt liegt definitiv unter dem Preis eines Deckels.

Wie will man da im Deckel passend Material( Alu) auftragen ,so das es genau passt? Beim Kurvennapf dito ( Stahl)?

Was man alles reparieren kann/ Reparaturlösungen können auch nicht funktionieren . Man muss das Rad nicht unbedingt neu erfinden.
Wer sagt denn was von Materialauftrag?

Woher weißt du, das meine potentielle Lösung denn nicht funktioniert, wenn ich sie noch nicht einmal vorgestellt habe?
Bevor ich meine Teile für andere anbiete sind die definitiv erprobt worden.

Und ich finde, daß man nicht immer alles wegwerfen muß, nur weil es nicht mehr funktioniert.
und diese Teile werden ja auch nicht mehr.
 

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