Mokick nach langer Stehzeit in Betrieb nehmen?

A

Anonymous

Guest
Hallo Ihr Lieben,

bitte nicht die Augen verdrehen, sondern für eine lernwillige Technik-Dummline erklären...
...ich kann ( fast ) alles lernen....

Das Mokick, Baujahr 1979, bei dem ich sofort wusste es muss meines werden, stand zuletzt 5 Jahre in einem trockenen, beheizten Raum. Davor ist es für eine Weile angemeldet gewesen und ein wenig gefahren worden.

Der Verkäufer sagte es müsse die Batterie und die Zündkerze gewechselt werden, der Vergaser gereinigt werden und der Luftfilter ausgewaschen ( Das wäre ein Schaumstoffstück ) werden.

Ob der Tank von innen verrostet ist habe ich nicht überprüft, aber das Mokick sieht insgesamt noch super aus. Die Reifen sind wie neu....nur gut 3000 km gelaufen.

Ich habe noch mit einem Motorradfachmann gesprochen, der meinte dass nach so langer Stehzeit die Flüssigkeiten in den Schläuchen, Getriebe, Öle - was auch immer - eingetrocknet sein könnten und der Luftfilter eventuell zerbröselt ist.

Bevor ich jetzt meine markenspezifischen Fragen in der Rubrik Yamaha stelle, bitte ich um Auskunft:
Die Ersatzteile bekomme ich bei eBay und Batterie- und Zündkerzenwechsel dürfte auch kein Problem sein.
Der Verkäufer sagt bei Tempo 40 macht es nichts aus, wenn die Reifen 33 Jahre alt sind. Da habe ich so meine Zweifel, auch wenn sie noch wie neu aussehen.

Komme ich weiter, wenn ich mir eines der alten Wartungs- und Reparaturhandbücher kaufe und danach beginne an dem Mokick zu schrauben. Fachmännische Unterstützung kann ich mir immer noch holen.

Bei diesem Mokick war mir sofort klar, dass ich es fahren will und da es unter die Kategorie "Mal-eben-extra-Luxus" fällt habe ich es mir mit etlichen Stunden harter Zusatzarbeit zusammengespart.
Wenn ich es jetzt noch schaffe es selber in Ordnung zu bringen, dann wird es etwas ganz besonderes.

Also sagt mir doch bitte einmal ganz allgemein was ich als erstes unter die Lupe nehmen muss, was ich selber machen kann und wo ich unbedingt den Profi dranlassen sollte.
Motorradfahrer, die auch nebenbei schrauben, kenne ich ein paar. Zwei Motorradwerkstätten sind auch erreichbar - aber ich würde das meiste gerne selber tun.

Vielen Dank
MoppedMuddi - Nora
 
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abus

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Yamaha RD50
was hast du denn für ein mokick?yamaha rd 50m?

wenn die reifen nicht porös sind kannst du sie eigentlich weiter fahren.die batterie ist bei den alten yamahas auch nicht nötig um sie zum laufen zu kriegen.sie wird nur für das licht benötigt.

ich würd an deiner stelle erstmal gucken,dass ich sie zum laufen bekomme.sprit ablassen,tank auf rost prüfen,neuen sprit rein,vergaser und luftfilter reinigen.2-takt-öl nachfüllen,falls nicht mehr vorhanden.Zündkerze rausschrauben,gegen motorblock legen und prüfen ob der zündfunken in ordnung ist.ggf kerze erneuern.

dann kannst versuchen sie zu starten.
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Abus,
danke für die Tips.
Es ist eine FS1 DX.

So, nun direkt eine Dummline-Frage:
Was ist - abgesehen von der Gefahr, dass der Rost den Tank zerfrisst - das Schlimme am Rost im Tank?
Ist es das Durchrosten oder passieren dann irgendwelche chemischen Dinge, die das Fahren stören.
Bei Tante Google waren zwar viele Tips zum Entrosten von Tanks, aber keine Erklärung was genau daran nicht gut ist.
Beim ersten Blick in den Tank habe ich gesehen, dass oberhalb des Benzines ( der Tank ist noch ziemlich voll ) ein paaar kleine Rostfutzelstellen sind, sieht mehr nach Flugrost denn nach Fraßrost aus.

Ich werde in der nächsten Woche mal versuchen die Maschine zum Laufen zu bringen.
Vielleicht habe ich ja Erfolg.

Viele Grüße
Nora
 
EnterSenfman

EnterSenfman

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Hercules
HalliHallo,

ich schreibe mal aus eigener Erfahrung :

Ich hab mir auch eine alte Maschine gekauft, stand ebenfalls 5 oder 6 Jahre trocken, Flüssigkeiten wurden nicht abgelassen, (Flug)Rost war auch noch drauf(eben durch die lange Standzeit), der Tank ist auch von innen ziemlich verrostet, doch ich hab mich noch nicht wirklich dran getraut. Das Problem ist aus meiner Sicht, das sich der Rost lösen kann und somit in den Filter läuft --> Filter verstopt --> kein Benzin in den Vergaser..

Aber sonst muss du eig. nichts befürchten, außer du hast sehr viel Pech und der Rost frisst sich vom Tank innern nach außen - ist aber seeehr unwahrscheinlich !

Wünsche dir noch viel Spaß mit deim Moped & ich hoffe du kannst was mit meiner Antwort anfangen !

Gruß Simon
 
A

Anonymous

Guest
@EnterSenfmann:
Danke für den Erfahrungsbericht.

Montag oder Dienstag werde ich mich mal mit einem Mopedfachmann an das Teil begeben und den schauen lassen.
Für eine Beurteilung fühle ich mich noch nicht angeschlaut genug.
Mal sehen was dabei rauskommt.

-- 18.08.2012 19:03 --

...muhaha ( = wahnsinniges Gelächter )!
Sie lebt!
Ich komme mir vor wie Dr. Frankenstein, dessen Kreatur just vom Funken des Lebens beseelt wurde.

Ja, ehe Ihr jetzt lachend unter die Tische fallt, die Erklärung.

Ich konnte es einfach nicht lassen.
Also Benzinhahn auf ( Tank ist ja noch ziemlich voll ) und auf Ölreste in der Leitung vom Öltank hoffen.
Schlüssel auf I, Kupplung ziehen, Gas weg, den Kickstarter ausklappen und langsam bis zum Greifen des Ritzel treten - dann ein fester Tritt - und sie lief, die Leerlauflampe leuchtete und es tuckerte nett.
Nach ein paar Sekunden habe ich ausgemacht, damit hatte ich gar nicht gerechnet.
Also kann es jetzt im Yamaha Bereich mit spezifischen Fragen weitergehen...ich freue mich!!!
 
A

abus

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Yamaha RD50
das schlimmste an rost im tank ist,dass der vergaser durch roststückchen verstopft wenn du keinen filter drin hast.

super,dass sie jetzt läuft.wenn sie nach dem 1. mal treten nach der standzeit angesprungen ist,dann ist das echt super.viel spaß damit
 
1979-KTM-MSS-50

1979-KTM-MSS-50

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Die alten Reifen würde ich in jedem Fall ersetzen. Die halten nichts mehr auf der Straße. Auch mit 40 kmh kann da viel passieren. Spiel nicht mit deiner Sicherheit. Alle Flüssigkeiten neu und auch die Bremsen nachschauen. Bei meiner sind damals die Bremsbeläge von der Trägerplatte abgefallen.
 

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