Diese aufgelisteten Punkte würde ich niemals unterschreiben! (1.) Eine Masse oder jede andere stromführende Leitung "mit einen Ohm Übergangswiderstand" wäre bei Kleinspannungen eine technische Katastrophe, das entspräche stolze 56 Meter Leitung mit 1 mm² Querschnitt! In solchen Fällen müssen wir in "MilliOhm" denken und dafür gibt es mittlerweile auch schon kostengünstige MilliOhmmeter!
80 cm Leitungslänge mit 1,5 mm² entspricht bei sommerlichen Temperaturen ungefähr 10 MilliOhm Innenwiderstand, folglich ist das bei vielen Benzingesprächen empfolene verlegen von dicken Leitungen (bei unseren kurzen Leitungslängen nicht wirklich erforderlich. Zündapp KS 50 vom Typ 517 hatten in den 70er Jahren keine Masseverbindung zum Motor, dort diente nicht selten der Bowdenzug vom Kupplungsseil als einzige elektrisch leitende Masseverbindung vom Motorgehäuse zum Lenker und von dort über die gefetteten Kugeln vom Lenkkopflager irgendwie zur Scheinwerferlampe. Deshalb dringend darauf achten dass Übergangswiderstände vom Motorgehäuse zum Masseanschluss einer 6V 35 Watt Glühlampe "unter 50 MilliOhm" bleiben, denn dort fließen bis zu 6 Ampere Strom! Mit keinem handelsüblichen Multimeter lassen sich derart niedrige Übergangswiderstände messen, deshalb wäre ein gutes MilliOhmmeter für jede Mopedwerkstatt eine sinnvolle Investition!
(2.) Es gibt noch viele unerfahrene Zweiradschrauber welche sich durch manche Schrotthändler im Zusammenhang mit Kokusan Magnetzündergeneratoren von einem 6 Volt Spannungs/Laderegler überzeugen lassen, denn diese wissen gar nicht dasss damit die höchtmögliche elektrische Leistung von ca. 12 Volt 80 Watt auf max. 6V 42 Watt absinkt! Falls damit jemand eine 6V 35 Watt Lampe im Scheinwerfer betreibt und zusätzlich das Bremslicht betätigen muss, dann wird mal alles für mindestens eine Sekunde völlig finster und der Hintermann kann bei bestem Willen kein Bremslicht erkennen. Deshalb: Wer seine Gesundheit schätzt sollte das Bremslicht mit Gleichstrom von einem Energiespeicher versorgen, dann leuchtet dieses mit klassischen Glühlampen nach max. 200 Millisekunden hell (egal ob der Motor läuft oder aus irgend welchen Gründen verreckt!
(3.) Die Leitung für den Zündimpulsgeber ist bei Kokusan rot und die Zündgeneratorspule führt eine grüne Kabelfarbe, werden diese beiden zur CDI vertauscht, dann würde das Zündschaltgerät beim ersten Schiebestartversuch garantiert zerstört!
Erfahrungsgemäß sind nicht selten die Lichtschalterkontakte von alten Zündschlössern verschlissen und leiden unter sehr hohen Übergangswiderständen, solche Fehler kann man wiederum auch nur mit einem MilliOhmmeter zuverlässig überprüfen.
Der Schließwiderstand von intakten Schaltkontakten sollte unter 50 MilliOhm (0,05 Ohm) betragen und von intakten Steckverbindungen (Flachsteckhülse und Steckzunge) erwartet man durchschnittlich 1 MilliOhm (0,001 Ohm) Übergangswiderstand! Mit diesen einfachen Tatsachen, sollte sich jeder irgendwie anfreunden!
PS: Die häufig verbreiteten Märchen "Motoplat Magnetzündergeneratoren werden bei schlechter oder fehlender Masseverbindung zerstört entspricht absolut nicht den Tatsachen"! Für Über 95% von Schäden an Motoplat Statoren sind defekte Zündimpulseber, infoge von Wärmedehnung und Kälteschrupfung des Gießharzes verantwortlich!