Kreidler Florett Vergaser-Luft Einstellung

Beitragvon KreidlerObb » 13.01.2020 23:44

Hallo,
Ich fahre eine Kreidler Florett K54/32 D-B, BJ71.

Mein Problem ist folgendes:
Orginal war ein Bing Vergaser 1/14/990 verbaut. Damit lief sie ca. 50 kmh.
Da mir dass zu langsam war kaufte ich mir einen Bing 1/17/54 Vergaser mit Gitterluftfilter.
Leider bekam dass Moped mit angebautem Schalldämpfer dan zu wenig Luft. Ohne lief es gut. Zündkerze zwar etwas zu dunkel und ein wenig nass, und sie war laut.
1. Wenn ich bei dem jetzigen Vergaser eine kleinere Düse einbaue, verliere ich dann an Leistung, Drehzahl und Endgeschwindigkeit?, Und kann ich dann auch den Schalldämpfer wieder drann bauen?
Ich hätte gerne dass sie so ca. 65-70 kmh läuft.
Übersetzung ist 14:36 (Orginal)

Vielen Dank für Eure Hilfe
KreidlerObb
 
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Beitragvon NiKlaus » 14.01.2020 21:13

Vergiss es. Das Abstimmen eines Zweitakters geschieht ja nicht nur über den Vergaser. Wenn vorne mehr reinkommt, muss auch hinten mehr raus. Und der ganze Gaswechsel muss auch größer dimensioniert sein, also Ansaugstutzen, Überstromkanäle, Auslass bzw. Krümmer. Die Zylinder der großen 50er (also die mit großem Nummernschild und 5-6,25 PS waren nicht umsonst komplett anders abgewickelt.
Wenn du mit Düsen etc. experimentierst, sei vorsichtig. Du hast schneller einen Klemmer als dir lieb ist,wenns auf einmal zu mager wird. Und vom Klemmer zum Fresser ist es nicht weit. Dann ist der Zylinder und der Kolben (und evtl. Die Kubelwelle) im Ar..., dann wirds teuer.
Gruß
NiKlaus ( ͡° ͜ʖ ͡°)
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Beitragvon kotte » 15.01.2020 10:23

Aber mit Ritzeln und Vergaserabstimmung kann man die 65-70 schon schaffen..
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Beitragvon NiKlaus » 15.01.2020 13:30

Hier im Mittelgebirge war das mit Übersetzung ändern schon zu meiner Jugen-Mopedzeit (also immerhin vor 35 Jahren ) schon ein zweischneidiges Schwert. Auf der Ebenen 10kmh schneller, dafür am Berg verhungern.
Im Allgemeinen müsste man sich - wenn die Leistungserhöhung so einfach zu erreichen ist- fragen, warum in den 60ern und 70ern die Hersteller für die KKR dann doch einen recht großen Änderungsaufwand betrieben haben.
Da spielt dann auch Sstandfestigkeit und Dauerhaltbarkeit eine Rolle denke ich.
Und das ein "unwissender" sich mit einer zu kleinen Düse einen Fresser einfängt, durfte ich selbst mit 16 erfahren. Man hat halt nicht immer Glück, und dann tuts weh - körperlich (wenn das Hinterrad beim Fresser blockiert) oder zumindest im Geldbeutel (wenn die Kupplung zum Glück dann rutscht).
Aber, jeder kann ja seine eigenen Erfahrungen machen. Die meisten, die solche Fragen hier stellen, melden sich eh genau EINmal.
Im übrigen - meine 1965 Eiertank, komplett originales Setup (abgesehen vom eher leistungsmindernden Nachbauauspuff) läuft auf ebener Strecke gern mal etwas mehr als 60 km/h.
Vielleicht gibts noch Optimierungsbedarf am Original-Setup beim Fragesteller.
Gruß
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