Hercules KX-5 umtypen auf Ultra 80

Beitragvon JonaW » 12.10.2019 18:45

Hallo zusammmen,

bei mir geht es mal wieder nicht voran... Gerade fehlt das Geld. Aber nur eine Frage der Zeit...

Aber ich habe mal versucht, den Kopf sauber zu machen mittels Drahtbürstenaufsatz auf dem Dremel.
Allerdings kommt man damit nicht in alle Ecken rein.
Macht Glasperlenstrahlen Sinn? Der Lack blättert auch schon ab, dann würde ich den gerade noch neu lackieren.

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Gruß,
Jona
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Beitragvon Mopedikürer » 12.10.2019 20:06

Glasperlstrahlen MACHT Sinn...

Es wird perfekt sauber, und es verdichtet die Oberfläche, das ist bestimmt gerade innen sinnvoll, damit es nicht so leicht anfängt zu blühen und nicht sofort Kesselstein ansetzt.
Natürlich muss das Strahlgut gründlichst entfernt werden, damit es nicht die Dichtung und Lagerbuchse der Pumpe in Mitleidenschaft zieht.
Alle Dichtringe, groß, klein, Bolzen- und Wasserbohrung-gibt es übrigens im richtigen Maß und aus Viton bei Woembi. (Der große muss nicht aus Viton sein)

-- 12.10.2019 20:09 --

Vielleicht kann man auch mit Koks strahlen und ohne Staubmaske arbeiten. :psycho: Ist aber schweineteuer...

-- 12.10.2019 20:18 --

Kommt Zeit, kommt Motorrad
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Beitragvon JonaW » 13.10.2019 11:41

Hi,

okay, dann wird der Kopf gestrahlt.
Man sollte doch am Kopf bestimmt eine passende Körnung einhalten, oder?
Zu grob ist da sicher nicht gut.
Bei mir in der Nähe ist ein Betrieb, der sich auf das Pulverbeschichten von allen möglichen Teilen spezialisiert hat, und die haben eine Strahlkabine mit Glasperlen. Da hatte ich schon ein paar Sachen - für ein paar Euro in die Kaffeekasse - strahlen lassen. Da könnte ich mit dem Kopf auch hin, bloß könnte ich mir denken, dass das Strahlgut zu grob ist.
Holger, du kannst doch Glasperlenstrahlen?

Mit welchem Lack wird der Kopf dann lackiert? Braucht man hitzebeständigen Lack? Ich habe noch schwarzen Auspufflack da, und auch ein Ofen zum Einbrennen ist vorhanden.

Gruß,
Jona

PS:
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Beitragvon Mopedikürer » 13.10.2019 11:52

Warum nur den Kopf?

Zylinderlaufbahn abkleben und ausstopfen, alles sauber abstrahlen, außen, Wasserkessel.

-- 13.10.2019 11:57 --

Oder war das, weil die Laufbahn im OT Bereich etwas angegriffen war und es sich nicht Lohnt, wenn er nicht neu beschichtet wird?
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Beitragvon JonaW » 13.10.2019 19:44

Mopedikürer hat geschrieben:Oder war das, weil die Laufbahn im OT Bereich etwas angegriffen war und es sich nicht Lohnt, wenn er nicht neu beschichtet wird?

Genau deswegen. Beim Kopf lohnt es sich, da ich ihn bei einem anderen Zylinder weiterverwenden kann. Er ist noch weniger als 0,5mm verzogen, gerade so.
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Beitragvon Mopedikürer » 13.10.2019 19:58

Ggf. etwas planschleifen auf ebener (Glas)Platte.
Aber wenn er dicht ist, würde ich das nicht unbedingt tun.

Interessant wäre auch ihn mal auf 70 Grad zu erhitzen und dem Brennraum nochmal etwas Gasflamme zu gönnen und dann nochmal ein Lineal drüber zu legen.
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Beitragvon cluberer2003 » 13.10.2019 20:27

Hallo zusammen,

ich möchte hier mal meine Erfahrungswerte bzgl. den Zylinderköpfen vom Sachs 50 bzw. 80 SW berichten. Leider ist es so, dass viele Köpfe verzogen sind. Auch wenn nicht auf den ersten Blick sichtbar, kann es dann sein, dass der Motor Kühlwasser verliert. Dies tritt dann im Bereich der Dichtfläche äußerer O-Ring aus. Ich hatte früher ein paar Fälle. Dann hab ich das mal gemessen. Die äußere Ringnut darf nicht mehr als 0,4/0,5 mm unterhalb der Linie zur Dichtfläche Brennraum sein. Auf den Bildern ist das anschaulich erklärt. Ist dieses Maß darüber, wirds gefährlich. Über 0,6/0,7 mm kann man davon ausgehen, dass Kühlwasser austritt. Viele Motoren wurden früher ohne bzw. mit zu wenig Frostschutz gefahren, falsch gelagert usw. Ich behaupte, dass fast die Hälfte aller Köpfe aus vorgenannten Gründen verzogen sind. Also lieber nachmessen und genau prüfen, bevor man einen Motor komplettiert. Auch bei Käufen aus unbekannten bzw. dubiosen Quellen würde ich vorsichtig sein.


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Gruß Holger
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Beitragvon Mopedikürer » 13.10.2019 20:40

Nachplanen und ggf. Quetschkante per Fußdichtung ausgleichen kann man aber, gell?
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Beitragvon cluberer2003 » 13.10.2019 20:43

Dann müsstest du die Ringnut auch nacharbeiten.... ab einem gewissen Wert.

Gruß Holger
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Beitragvon Mopedikürer » 13.10.2019 20:46

Na, besser, man schleift nur in der Mitte...
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Beitragvon JonaW » 13.10.2019 20:53

Hi,

genau, diesen Beitrag von dir, Holger, hatte ich schon einmal gesehen.
Mein Kopf ist knapp unter den 0,5mm, aber vielleicht kannst du ja nochmal kurz schauen, wenn du ihn da hast.

Ich vermute ein Bearbeiten des Kopfes lohnt nicht, wenn er zu sehr verzogen ist, oder?
Ersatzteile sind verfügbar, denke ich.

Gruß,
Jona
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Beitragvon cluberer2003 » 13.10.2019 20:57

Genau, dann lieber einen anderen besorgen.
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Beitragvon Mopedikürer » 13.10.2019 21:02

Ich sag mal, wenn ich einen Motor selber fahren will, dann ist mir das egal, ob er oben 0,3mm geplant ist und unten ne 0,3er extra Dichtung sitzt.
Das Schleifen auf ner Platte ist ja im Handumdrehen gemacht.
Wäre mir lieber, als noch ein oder zwei Köpfe zu kaufen oder mit den Verkäufern herumzulamentieren.
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Beitragvon JonaW » 18.12.2019 22:38

Hallo zusammen,

am letzten Wochenende habe ich den Motor provisorisch soweit zusammengebaut, dass ich einen Testlauf machen konnte. Obwohl nach der Montage des Zylinderkopfes noch komische Quietschgeräusche zu hören waren, waren diese dann wieder weg. Ich hatte den Zylinder demontiert, das untere Pleuellager ist soweit ok und es sieht alles ganz ok aus.
Beim Probelauf ging erstmal trotz viel Kicken gar nichts, ich hatte den ZZP falsch eingestellt. Die Vape hat eine andere Markierung am Gehäuse, und ich hatte mich an die originale gehalten. Somit war der ZZP ca. 1/3 Umdrehung zu spät. ZZP korrigiert, und der Motor lief beim 1. Kick. Zwar mit halb geöffnetem Schieber, da der Gaszug zu kurz ist, aber er läuft, und nachdem ich den Gaszug ausgehängt hatte, auch schön im Standgas und mit guter Gasannahme.
Die Kupplung klebt noch, ich habe nur 375ml Getriebeöl aufgefüllt (mehr hatte ich nicht mehr da, für den Probelauf im Stand musste es reichen) und sonst fehlen auch noch viele Kleinigkeiten, das kommt dann jetzt in nächster Zeit.
Hier habe ich den Probelauf dokumentiert:
https://www.youtube.com/watch?v=lQJGDU9hYIQ

Habt ihr mir Tipps für die klebende Kupplung? Ich wollte jetzt als nächstes nochmal 500ml frisches SAE 80 GL-3 nachfüllen und den Motor ordentlich warmlaufen lassen, und dann nochmal freikicken probieren.

Und weiß jemand, wo ich den passenden Faltenbalg 0667 103 000 herbekomme?

Danke und Gruß,
Jona

PS: An die Motorexperten: Ab welchem Ölstand wird es eigentlich kritisch für die Lager?
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Beitragvon cluberer2003 » 18.12.2019 23:33

Dein aufgefülltes Öl reicht auf jeden Fall für einen Testlauf. Solltest halt zeitig was nachfüllen. Wenn die Kupplung nicht mit freikicken frei wird, dann eben frei fahren. Wenn freifahren nichts hilft: Zerlegen, reinigen.

Freifahren: zweiter Gang, Kupplungshebel ziehen und immer beschleunigen, Gas wegnehmen, beschleunigen usw. Dabei immer Kupplungshebel gezogen halten. Falls das nach einem KM nicht wirkt: Zerlegen.

Gruß Holger
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