Hilfe Kupplung, bei 50/5 AKF

Beitragvon Ostracher » 21.09.2011 15:26

Hallo liebe Forum Freunde
Habe meine XE 5 fast fertig Restauriert,mußte den Motor aufmachen wegen Kickstarter Federbruch.Habe ihn dann auch gleich sauber gemacht,und nach der Explo.Zeichnung auch wieder zusammen gebaut nun kann ich die Gänge nicht mehr schalten was habe ich Übersehen.
Danke für eure Mühe.
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Beitragvon cluberer2003 » 21.09.2011 16:53

Hast du neue Dichtungen und Simmerringe verbaut? Die Wellen auf Spiel überprüft und die Schaltung eingestellt? Was genau heißt nicht schalten? Geht gar kein Gang rein? Ist die Zugfeder am Automaten eingehangen?

Gruß Holger
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Beitragvon Ostracher » 21.09.2011 19:39

Hallo Holger
Neue Deckeldichtung,Zugfeder eingehangen,Gänge springen wieder raus und manche lassen sich sehr schwer gängig oder gar nicht schalten,Schalthebel bleibt hängen.
Gruß Jörg
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Beitragvon cluberer2003 » 21.09.2011 21:37

Hallo Jörg,

hast du das im Stand oder während der Fahrt probiert. Testen geht nur bei sich drehenden Wellen, sonst kann der Ziehkeil nicht einspuren. Wenns auch während der Fahrt ist, muss der Schaltautomat neu justiert werden. Die Schaltwelle auf der Kickstarterwelle darf max. 0,1 mm Spiel haben, besser gegen Null. Auch die Schaltnabe auf der Schaltwelle darf kein oder fast kein Spiel haben.

Kurzanleitung:

Getriebeöl ablassen und Kupplungsdeckel abnehmen, Zug kann eingehängt bleiben. Vorher Schalthebel und Kickstarter demontieren, ebenso die linke Fussraste. Moped sollte auf dem Hauptständer stehen.

Kupplungsdruckplatte abnehmen, Seegering an der Vorgelegewelle entfernen. Kpl. Kupplung abziehen. Aufpassen: Meist klebt der Lageraussenring vom Drucklager an der Innenseite der Kupplung.

Kette abnehmen. So, dann die Zugfeder am Schaltautomaten abnehmen und den O-Ring auf der Kickstarterwelle entfernen.

Jetzt folgende Prüfungen durchführen:

1. An der Schaltwelle ziehen, hin und her. Spiel vorhanden? Hier darf nur minimalstes axiales Spiel sein.
2. Schaltnabe mit Daumen und Zeigefinger greifen, auch hier darf die Schaltnabe nur minimalstes Spiel auf der Schaltwelle haben.

Falls bei 1. und/oder 2. mehr als ein Zehntel Spiel ist, kann man die Schaltung einstellen wie man will, man kommt zu keinem ordentlichen Ergebnis. Die Folge werden immer rausspringende Gänge sein.

Abhilfe: Mit passenden Passscheiben Spiel gegen Null ausgleichen. Je weniger, desto besser. Achtung: Die Schaltnabe, bzw. der Fussschalthebel muss noch freigängig sein, etwas Spiel muss sein. ETWAS!!

Falls kein Spiel vorhanden ist und die Gänge sich rauf und runter schalten lassen, wie folgt vorgehen:

3. Gang einlegen, Zugfeder vom Automaten ist ja ausgehängt. Dann Winkel mit Rastenklinke von Hand/mit dem Finger gegen die Einkerbungen der Schaltnabe hochdrücken. Wir sind jetzt im dritten Gang. An der Kupplungshabe drehen. Bei korrekter Einstellung dreht sich das Getriebe, der Ziehkeil nimmt logischerweise das Dritte-Gang-Zahnrad mit. Jetzt die Schaltstange von einer zweiten Person leicht nach innen drücken und wechselweise leicht nach außen ziehen, dabei weiter an der Kupplungsnabe drehen. Hier soll festgestellt werden, "wo genau in welcher Spur der Ziehkeil läuft". Kommt man bei leichtem Drücken nach innen, sprich Richtung vierter Gang eher in den Leerlauf als wenn man an der Schaltstange leicht nach außen, Richtung zweiter Gang, zieht oder umgekehrt? Man kann dieses Spiel von Hand in jedem Gang machen. Einfach immer in die entsprechende Kerbe nach dem Schalten andrücken. Wenn man diese Erkenntnis hat, löst man die linke Schraube M 6 mit Inbusskopf vom Automaten. und richtet den Winkel mit Rastenklinke entsprechend aus, entweder weiter nach links oder weiter nach rechts. Hiermit bestimmt man die "Spur" des Ziehkeils an/zwischen den Getriebe/Gangrädern. Man muss es eben idealerweise so einstellen, das der Ziehkeil das entsprechende Gangzahnrad genau mittig in der Aussparung packt. Nimmt er es an den Flanken mit, ist es nicht mehr weit und er greift ins Leere. Das ist dann das berühmte "Gängerausspringen".

Ist in Worten schwierig zu beschreiben. Man sollte sich mit einem Ausdruck der Fachbegriffe, z. B. von Wawa, Teileliste Sachs 50/5 AKF, vors Moped setzen. Ist nicht zu schwer.

O. g. Beschreibung macht nur Sinn, bei korrekt ausgeglichener Schaltwelle und Schaltnabe. Ebenso muss die Schaltung (abgesehen von den herausspringenden Gängen) sich hoch- u. runterschalten lassen. Wenn letzteres nicht geht, bzw. nur manchmal, muss man die Aufnahmeplatte so in den Langlöchern einstellen, dass die Schaltklinke auch immer die richtige Kerbe für den nächsten Gang hoch bzw. runter greifen kann.

Nach erfolger Einstellung alles wieder montieren. Zugfeder einhängen. Durchschalten, dabei immer unterstützend an der Kupplungsnabe drehen.

Gruß Holger.
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Beitragvon Ostracher » 22.09.2011 20:46

Hallo Holger
Vielen,vielen Dank für deine kompetente Beschreibung,Gänge gehen jetzt rein,bin auch schon ein paar meter gefahren leider ohne Fußrasten ,halte dich auf dem laufenden.
Gruß Jörg
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Beitragvon cluberer2003 » 26.09.2011 21:43

Hallo Jörg,

ohne Fußrasten geht ja grad noch, solange du nicht ohne Lenker fährst....

Gruß Holger
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