Riss im Gehäuse

Beitragvon Maverick » 08.10.2021 08:45

Moin. Nachdem ich das Gehäuse gereinigt habe, habe ich einen Riss entdeckt. Da scheint die Kette ordentlich geschliffen zu haben und ist wohl gegen das Gehäuse geschlagen. Hat jemand eine Idee wie ich das reparieren kann?
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Gruß aus dem hohen Norden. Rolf
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Beitragvon matt21 » 08.10.2021 09:02

Hallo Rolf,

ich kann jetzt nicht genau erkennen, aber der Riss scheint an der Dichtfläche durchgängig zu sein.
Aber darunter ist das Gehäuse wohl noch intakt und dicht.

Eine Möglichkeit wäre es wohl das ganze mittels Alulot zu verschliessen und dann die Dichtfläche wieder zu planen.
Dabei am besten das komplette Gehäuse langsam vorwärmen um Verzug zu vermeiden.

An dieser Stelle sollte die Belastung auf das Gehäuse nicht allzugroß sein, so daß ich den Versuch wagen würde.

Eventuell funktioniert auch Epoxidharz wie zum Beispiel JB Weld.
Gruß Matthias
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Beitragvon percy » 08.10.2021 13:53

Hallo,
hätte auch JB Weld empfohlen.

LG
Andreas
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Beitragvon matt21 » 08.10.2021 14:09

Lot hat halt den Vorteil, daß es den Riss im Inneren auch auffüllt.
Gruß Matthias
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Beitragvon Sachscupspezi » 08.10.2021 14:35

Hallo
Wenn man nicht lötet,wäre da folgender Kleber möglich? Zwischen den Spalt laufen lassen und mit Folie erstmal abdecken das keine Luft dran kommt . Unter Umständen dann etwas JB Welt von außen. Man könnte auch an der Stelle ein ganz dünnes Alublech mit JB bestreichen und mit kleinen selbst schneidende Schräubchen befestigen. So hat man den Kleber fixiert,nicht das er sich durch Vibration da irgendwann ablöst.
https://www.esska.de/shop/Buchsen-und-L ... gJcUvD_BwE
MfG Klaus
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Beitragvon matt21 » 08.10.2021 14:42

Warum aussen dann noch JB-Weld?

Und wenn man dann schraubt sollte man die Gewinde auch entsprechend abdichten.

Allerdings frage ich mich, ob sich der Aufwand lohnt, bei den Preisen für ein komplettes Gehäuse:
https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R4 ... &_osacat=0
Gruß Matthias
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Beitragvon Sachscupspezi » 08.10.2021 14:52

Also würde der Kleber aus dem Link funktionieren?
Gewinde abdichten ist doch logisch.
Ein anderes Gehäuse aus dem Internet, könnte im schlechtesten Fall auch Defekte haben.
Sicher ist es besser, ein defektes Motorgehäuse durch ein intaktes zu ersetzen. Es kommt immer darauf an was man für Möglichkeiten hat sowas zu reparieren. 505 Motoren sind noch reichlich auf dem Markt.
Gruß Klaus
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Beitragvon matt21 » 08.10.2021 14:58

Solche Kleber sind im Regelfall nicht für zu starke dynamische Belastungen gemacht.

Ich nehme die zum Beispiel zur Reparatur von Kupplungsnaben mittel Reparaturbolzen.
Dort sind aber im Regelfall nur schwellende und keine wechselnden Belastungen zu erwarten.

Das Risiko, dass die Klebung wieder aufbricht ist aufgrund der Vibrationen am Motor wahrscheinlich höher, als wenn der Riss gelötet oder geschweisst wird.

Aber kommt auf einen Versuch an. Ist mit Sicherheit die kostengünstigste Methode.
Auf jeden Fall muß die Stelle vorher gut gereinigt und entfettet werden und das auch im Riß.
Auf die zusätzliche Versteifung mittels Blech würde ich im ersten Ansatz verzichten solange der riss nicht durchgängig ist.

Zur Verfügbarkeit:
Bei diesen Gehäusen findet sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch etwas in der Nähe, das man vor Ort begutachten kann.
Dann muß man keinen Blindkauf machen.

-- 08.10.2021 15:05 --

Hier noch eine preiswerte Alternative.
Verkauf erfolgt direkt durch Hersteller.

https://www.amazon.de/Liqui-Moly-3806-B ... B00295I4YI
Gruß Matthias
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Beitragvon Sachscupspezi » 08.10.2021 15:19

Ok. Ich denke ,das könnte funktionieren. JB Welt könnte sich auch durch Vibrationen losen und das Losbrechmoment ist da glaub etwas niedriger .
Gruß Klaus
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Beitragvon matt21 » 08.10.2021 15:28

Das Losbrechmoment ist hier nicht wirklich relevant.

Der Buchsenkleber ist ein Di-Methacrylatester und JB-Weld ist ein 2K-Epoxidharz.
Die haben einfach unterschiedliche Eigenschaften.

Ich persönlich würde, basierend auf den Eigenschaften des eingesetzten MAterials, folgende Reihenfolge wählen:
1) Löten
2) Epoxidharz
3) Kleber
Gruß Matthias
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Beitragvon Sachscupspezi » 08.10.2021 15:30

Ok.
Gruß Klaus
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Beitragvon Maverick » 08.10.2021 16:21

Danke für die Tipps. Ich werde es mit J-B Weld versuchen. Der Riss ist nicht sehr gross. An der Stelle findet keine grosse Belastung statt. Wird ja nicht abgestützt. Sollte es dennoch nicht dicht werden oder sich nicht als dauerhafte Lösung herausstellen, kann ich mich immer noch nach einem neuen Gehäuse umsehen. Im nächsten Jahr werden hoffentlich wieder Teilemärkte stattfinden. In Brokstedt z.B. werden immer solche Motoren/-teile angeboten. Gruß aus dem hohen Norden.Rolf
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Beitragvon Binford86 » 08.10.2021 16:30

Ich kenne mich mit dem Kram nicht so aus.
Hab aber vor Jahren mal son "Alutight" auf einer Modellbaumesse gekauft und letztens noch zum Lochflicken am Kupplungsdeckel benutzt. Erstklassig würd ich sagen, kann danach direkt wie Alu bearbeitet werden.
Vielleicht kennt das ja jemand, ich kann es empfehlen.

Gruß Florian
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Beitragvon matt21 » 08.10.2021 16:44

Etwas ähnliches verwende ich auch.

Wäre aus meiner sicht an dieser Stelle die beste Lösung.
Damit lässt sich der Riss sauber auffüllen.

JB-Weld schmiert das eher nur zu.
Gruß Matthias
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Beitragvon Maverick » 08.10.2021 17:17

Moin. Braucht man dafür nicht ein Autogenschweissgerät? Ne olle Lötlampe reicht dafür doch kaum, oder??? Gruss aus dem hohen Norden. Rolf
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