Hercules K180 BW hält kein Standgas und sifft

Beitragvon Philipp1294 » 23.02.2019 22:16

Guten Tag,

ich habe seit Neustem eine wunderschöne Hercules K180 BW.
Sie wurde 2008 restauriert und seitdem wurde sie wenig gefahren.
Seit ca. 4 Jahren stand sie, bis ich sie gekauft habe. Davor ist sie (wohl) perfekt gelaufen.

Das Gemisch war sehr dickflüssig und hat den typisch alten Geruch angenommen.
Der Vergaser sah dementsprechend auch aus.
Neuer Tank, neuer Sprithahn, Schlauch und Filter, Vergaser sorgfältig gereinigt, anschließend
alles wieder zusammengebaut.
Angetreten und lief .. zuerst.
Ein paar Sekunden später, sobald sie warm wurde, ging sie, trotz komplett eingeschraubter
Standgasschraube, aus.
Es ist der geschlossene Gasschieber mit einer 125 HD verbaut.
Ich muss immer ca. 1/4 Gas geben, dass die Maschine nicht abstirbt.

Folgende Dinge wurden erneuert:
Starterkolben
Zündkerze ; Kerzenstecker
Düsennadel
Luftfilter

Allerdings exakt das selbe Problem wie vorher.
Alle Verbindungen (Luftfilterkasten Rahmen, Faltenbald Rahmen, Faltenbalg Vergaser, Vergaser Zylinder mit Bremsenreiniger abgesprüht, allerdings kein Hochdrehen o.ä. .
Mir ist auch aufgefallen, dass sie inerhalb kürzester Zeit am Auslass bzw. Krümmer, im
Mittelschalldämpfer und am Endrohr extrem sifft. Dies äußert sich dann mit Siff auf dem Boden bzw. am Schutzblech.

Könnt ihr mir noch weiterhelfen? Bin mittlerweile echt ratlos.

Gruß,
Philipp
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Beitragvon Nichtraucher » 23.02.2019 23:03

Hi,

ich würde den Vergaser von Ansaugstutzen nehmen und schauen ob Sprit durchläuft wenn der Benzinhahn auf ist, also das Schwimmerventil nicht richtig schließt. Normal sieht man es, kann aber auch passieren dass die Suppe in den Zylinder läuft und der Motor überfettet. (Ich habe den Bing einer 125er BW Hercules auf meiner MZ)
Die Seriendüsen sind meiner Meinung nach etwas zu groß gewählt, ich schätze die BW ging auf Nummer Sicher, der Verbrauch war ja egal.

Und natürlich alles was an Löchern und Bohrungen im Vergaser ist, ordentlich mit Bremsenreiniger durchspülen oder ins Ultraschallbad legen.


Gruß
Willy
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Beitragvon Philipp1294 » 23.02.2019 23:13

Hi,

ersteinmal vielen Dank für die Antwort.

Du meinst also, dass im Standgas zu viel Benzin nachgefödert wird und die Maschine durch die Überfettung bzw. den zu hohen Spritanteil abstirbt?
Und wie sehe ich denn, ob Sprit in Vergaser nachläuft, nur, wenn ich ihn vom ASS nehme?

Gruß,
Philipp

-- 23.02.2019 23:16 --

Was mir noch eingefallen ist:
Ich habe zwischendurch SEHR viele Startversuche getätigt, da sie nicht anspringen wollte.
Nachdem ich die ZK getauscht hatte, sprang sie an.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass dadurch viel unverbrannter Sprit in die Auspuffanlage gekommen ist, da ich anfangs auch mit Choke und etwas Gas habe, versucht zu starten.
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Beitragvon Sachscupspezi » 24.02.2019 10:20

https://herculesig.de/Tips_und_Technik_d.html

Guten Morgen
Technische Daten der K180 genau beachten. Besorge dir eine Bedienungs/ Betriebsanleitung.

Auspuff frei?
Vergaser gereinigt?
Luftfilter erneuert ,b.z.w. mal kontrolliert ob verschmutzt?
Auf Dichtigkeit hast Du ja geprüft.

1. Richtige Zündeinstellung ist wichtig, bei deiner Maschine wohl kontaktlos Motoplat.

2. Die richtige Zündkerze verwenden,dort den Kontaktabstand Masse/ Mittelelektrode maximal auf 0,5mm einstellen.
Bei deinem Problem hört es sich so an ,als das Gemisch nicht richtig gezündet werden kann.
Zündfähiges Gemisch: richtiger Anteil Luft /Kraftstoff.
Vergasereinstellung am Vergaser und den Bautenzügen aller Schieber/ Kaltstarter.
Siehe Hercules IG Daten oben im Link.Hat Du den Vergaser 84/28/117?
Berichte Vergaser Typ 84 mal lesen . Einstellungen / Düsennadelwahl u.s.w.
Gruß Klaus

-- 24.02.2019 10:47 --

Ersatzteile: Greiner-oldtimerteile.de
Bezeichnung des Vergasers in die Suchleiste eingeben,z.B 84/28/117
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Beitragvon Nichtraucher » 24.02.2019 10:49

Moin Philipp,

ja das meine ich, zu viel Sprit.
Wenn das Schwimmerventil undicht ist, läuft die Schwimmerkammer über. In der Regel lässt der Vergaser dann einfach unter sich, es gibt aber auch, je nach Menge die nachfließt, Vergaser die den überflüssigen Sprit in Richtung des Zylinders entlassen, dann läuft die Suppe halt da rein, ins Kurbelgehäuse und bei vielen erfolglosen Startversuchen unverbrannt in den Auspuff, kann natürlich auch nur an den erfolglosen Startversuchen liegen.
Wenn man prüfen will ob das Schwimmerventil zumacht, kann man den Vergaser abnehmen, so halten wie er sonst auf dem Stutzen sitzt, den Benzinhahn öffnen, irgendwann kommt die Suppe raus, wenn nicht ist das Ventil schon mal OK.
Kann auch sein dass die Maschine läuft aber stark raucht und auch dabei viel unverbrannten Sprit durchlässt.

Der Schwimmer kann auch verstellt sein, so dass der Pegel zu hoch ist, dann kommt ebenfalls zu viel Sprit zum Zylinder. Darum würde ich mal, wie Klaus es schreibt, die Daten in der IG nachlesen, da sollte auch der Spritstand im Vergaser beschrieben sein.

Zunächst würde ich aber dreißig oder mehr Kilometer mit ordentlicher Drehzahl fahren, damit sich die Kiste selbst reinigt.

Gruß
Willy
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Beitragvon Sachscupspezi » 24.02.2019 10:49

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Beitragvon cluberer2003 » 24.02.2019 13:38

Hallo Philipp,

hast du ausreichend Spiel im Kaltstartzug?

Gruß Holger
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Beitragvon Sachscupspezi » 24.02.2019 20:39

@Holger
Vergasereinstellung am Vergaser und den Bautenzügen aller Schieber/ Kaltstarter.
Grüße Klaus
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Beitragvon cluberer2003 » 24.02.2019 22:46

Das ist viel zu allgemein, ich bin da gerne konkreter.

Gruß Holger
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Beitragvon Sachscupspezi » 26.02.2019 13:31

Ja stimmt . Genauer ist noch verständlicher.
Gruß Klaus
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