Hercules KX-5 umtypen auf Ultra 80

Beitragvon Sachscupspezi » 04.02.2019 23:57

Das ist richtig. Passendes Werkzeug ist sehr hilfreich und vereinfacht einiges.
Bei dem original Nachbauwerkzeug wie oben, ist der Preis noch passend .
Spezialwerkzeug sollte man sich schon besorgen,auch wenn man es nicht so häufig braucht oder garnicht mehr benötigt ,kann man es ja immer noch verkaufen.
Gruß Klaus
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Beitragvon orangejuice12 » 07.02.2019 14:37

Hallo zusammen,

danke schonmal für den Link zu dem Spezialwerkzeug. Das Werkzeug greift aber nicht in jeden Zahn, oder?

Jetzt nochmal einige Fragen:
Sollte ich die Wasserpumpe prophylaktisch inspizieren bzw. überholen?
Für den Fall, dass ich nach der Wasserpumpe schaue:
Klaus, du hast mich ja schon darauf hingewiesen, dass die Gleitringdichtung schwer zu bekommen ist. Weiß jemand von euch eine Bezugsquelle oder kann mir eine verkaufen?
Welches Drehmoment bekommt die Mutter vom Primärritzel?
Wo kann ich eine gescheite Deckeldichtung Kupplungsseite kaufen?

Und nochmal eine generelle Frage zur Wasserkühlung:
Ist Kalk im Kühlkreislauf ein Thema? Sollte ich danach schauen?
Das Thermostat werde ich mal im Kochtopf testen.

Gruß und Danke,
Jona

PS: Und noch was:
Ich suche einen guten Drehmomentschlüssel für die Arbeiten am Moped. Hier ist natürlich das Problem der recht große Bereich der Drehmomente, wenn man nur einen Schlüssel kaufen will. Hat jemand vielleicht eine Empfehlung, die nicht zu teuer ist?
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Beitragvon Sachscupspezi » 08.02.2019 07:49

Guten Morgen
Die Verzahnung der Halteplatte greift in das Primärrad ein.
Primärantriebsrad 75-80Nm + Schraubensicherung mittelfest.
Wasserpumpe Mutter 8-11Nm+ Schraubensicherung mittelfest.
Kupplungsnabe 80-90 Nm ohne Schraubensicherung.
Bei den Drehmomenten, ist es bei den unteren Werten schon gut, nach fest kommt ab.

Drehmomentschlüssel sollte man nicht von Lidl für 29,90€ kaufen . Bereich 30-100 Nm. Zum Beispiel von Proxxon. Drehmomentschlüssel kleinerer Bereich unter 10Nm bekommt man auch. Drehmomentschlüssel nach Gebrauch immer entspannen . Nicht jeder benutzt Drehmomente, man kann sich aber arg verschätzen. Die vorsichtigen ziehen zu wenig an, die kräftigen Leute liegen oft weit über den anzuziehenden Drehmomenten. Wenn man viel schraubt ,bekommt man wohl ein in etwa Gefühl dafür ,genau ist das aber auch nicht.

Quelle Gleitringdichtungen ? Geben die Schrauber meist nicht her. Preis ca.40€

Kalk darf keine Flusswege des Kühlmittels arg verengen.



Gruß Klaus

-- 08.02.2019 07:54 --

Gleitringdichtung prüfen, wurde glaub schon mal erklärt . Sonstige Dichtungen der Wasserpumpe besser erneuern. Kugellager Wasserpumpe beachten.

-- 08.02.2019 08:20 --

Holger hat mal einen schönen Bericht über die Instandsetzung der Wasserpumpe erstellt.
Googel mal. Oder Hercules Schulungsfilm Sachs Motor 80SW.
Die bekommt man als Hercules IG Mitglied. Oder auf youtube 50 SW im Internet wurde schon mal runter geladen.
Ich habe mir für den Eigengebrauch die Sachs Schulungsfilme von DVD auf USB Stick gezogen. 1:1 oder als Ultra ISO. Der VLC Mediaplayer kann auch ISO erkennen. Der Verkauf der Filme ist nur der Hercules IG gestattet.

Vorsicht bei der Montage: Ich habe mal eine Wasserpumpe instand gesetzt,dem Besitzer ist die neue Gleitringdichtung beim einpressen gebrochen.

-- 08.02.2019 08:42 --

Ps.

Das Haltewerkzeug ist ein 1:1 Nachbau vom original Sachs Spezialwerkzeug. Die Zähne, die in das Primärrad eingreifen, reichen aus um es zu blockieren.
Es gibt Haltewerkzeuge, zum Beispiel von Rollern ,die haben nur drei Zähne.
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Beitragvon cluberer2003 » 08.02.2019 12:08

Hallo zusammen,

habe heute eine Wasserpumpe von einem Sachs 80 SW, welchen ich gerade revidiere, überholt. Möchte das nachfolgend in Bildern dokumentieren. Vielleicht kann der eine oder andere ja was damit anfangen.

Zerlegt, Verschleißteile wie Gleitringdichtung, O-Ringe, Simmerring und Rillenkugellager entfernt. Welle gereinigt, Flansch ebenso. Die Wasserpumpenwelle ist wie neu, Keramikteil ohne Abnutzung/Beschädigung.

Neuteile liegen parat, Altteile sind rechts auch zu sehen.

Bild

Bild

Zuerst wird der Wellendichtring in den vorher erwärmten Flansch eingesetzt. Dichtlippe zeigt zum Rillenkugellager. Vorher Wellendichtring mit Heißlagerfett auffüllen/einschmieren. So tief einpressen, dass die Leckwasserbohrung frei ist.

Bild

Dann in den noch warmen Sitz die Gleitringdichtung eindrücken. Aufpassen: nur am äußeren Ring Druck ausüben. Ich mache das immer von Hand mit einem passenden Rohr.

Bild

Der äußere Ring muss bündig mit der Bohrung sein.

Dann das Rillenkugellager einsetzen.....

Bild

Jetzt die leicht eingeölten/eingefetteten O-Ringe in die Nuten einsetzen:

Bild
Anschließend die Welle einführen, vorher etwas Fett auf den Wellenabsatz geben, damit er schön reinflutscht :D

Bild

Buchse und Antriebszahnrad aufstecken, Mutter aufdrehen. In meinem Fall - da SW 80 - noch nicht festziehen. Das Aufstecken von Bundbuchse, Zahnrad und Mitnehmer erfolgt beim 80er im Unterschied zum 50 SW erst nach Montage des Primärantriebszahnrades.

....fertig!

Schwachstellen an diesen Wasserpumpen: Welle rostig, Bereich Simmerring eingelaufen, rostig bzw. Rostnarben. Dann sind solche Wellen nicht mehr verwendbar. Oder der Pumpenflansch ist demoliert, weil unsachgemaß ausgebaut. Eine defekte Gleitringdichtung erkennt man an nicht mehr ausreichenden Federdruck, d. h. Die verbaute Druckfeder schafft es nicht mehr den Gleitring an das Keramikteil zu pressen.

Gruß Holger
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Beitragvon orangejuice12 » 08.02.2019 13:18

Hallo,

danke euch beiden.
Den Bericht von Holger habe ich gesehen.
Nur benötige ich eben die Gleitringdichtung, um die Pumpe zu überholen (falls nötig).
Mal anschauen kann ich sie natürlich auch so.

Gruß,
Jona
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Beitragvon orangejuice12 » 03.03.2019 00:30

Hallo zusammen,

bei meinem Projekt ging es in letzter Zeit nur wenig weiter.
Ich habe keine Zeit für große Dinge, aber für die Cockpitkontrolllampen habe ich Zeit gefunden.
Die KX soll nach dem Umbau komplett auf 12V laufen. Eine Fernlichtkontrolllampe in 12V hatte ich schon, und eine 12V Temperaturwarnleuchte konnte ich auch erstehen. Leider gab es nur eine 6V Leerlaufkontrollleuchte, und keine 12V Blinkerkontrollleuchten. Also habe ich die Leerlaufkontrollleuchte und meine alten 6V Blinkerleuchten auf 12V LED umgebaut.
So sah das dann aus:
Alte Leuchten öffnen, Glühlampe raus, reinigen, LED einlöten, Widerstand an den Anschlusssteckern anbringen.


Bild

Die LED für die LLK habe ich grün angemalt, weil sie sonst zu hell ist, und die Leuchte dann eher blau erscheint. So gefällt mir die Farbe.
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Die Blinkerleuchten:

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Und alle zusammen:
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Gruß,
Jona
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Beitragvon cluberer2003 » 03.03.2019 11:22

Sauber gemacht, Jonas.

Gruß Holger
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Beitragvon Al Vino » 03.03.2019 11:53

...auch die kleinen Dinge wollen getan werden :D

Wolltest Du die Vorwiderstände nicht in die die Gehäuse integrieren? Ist fummelig, passt aber.
Will ich nähmlich auch demnächst mal in Angriff nehmen...

Grüße,
Al
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Beitragvon orangejuice12 » 03.03.2019 20:25

Hallo,

ja, bei den Blinkerleuchten wäre der Widerstand reingegangen, aber bei dem Leerlauflämpchen nicht. Daher hab ich jetzt einfach alle außen. Stört mich nicht, das wird schon noch Platz haben im Cockpit.
Aber du hast Recht, bei der Blinkerleuchte lieber den Widerstand innen verbauen.

Danke, Holger! Aber bitte Jona, ohne "s" :D

Gruß,
Jona
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Beitragvon orangejuice12 » 08.05.2019 19:11

Hallo Leute,

bei mir ist in letzter Zeit an der KX nichts passiert.
Ich habe jetzt mein schriftliches Abi zum Glück hinter mir, und daher wird es auch bald weiter gehen.
Momentan muss ich aber noch einen Rex 50 Roller fertig machen, damit Platz in Werkstatt und Hof ist!
Ein kleiner Fortschrittt hat sich aber dennoch getan:
Ich konnte mir nun die Vape-Zündung für meinen 80SW leisten.
Bild

Gruß,
Jona
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Beitragvon Mopedikürer » 08.05.2019 19:53

Du machst saubere Arbeit :D

:top:
Buenos Mofas

Mopedikürer

Labanich du Labanacken

Der späte Wurm muss durch den Vogel... :x:
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