Hercules KX-5 umtypen auf Ultra 80

Beitragvon orangejuice12 » 19.12.2019 10:59

Danke für deine Antwort, Holger!

Wie klappt das mit dem Anfahren, falls das Freifahren nötig sein sollte? Kuppeln kann ich ja nicht und den zweiten Gang einfach reinzuknallen ist ja wahrscheinlich auch keine gute Idee...
Und Anschieben im 2. Gang ist auch nicht, wenn die Kupplung klebt.

Gruß,
Jona
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Beitragvon Mopedikürer » 19.12.2019 11:29

Kupplung ziehen musst du schon, sonst drücken ja die Federn die Kupplung.

Man kann natürlich ohne zu kuppeln schalten, wenn die Drehzahl etwa stimmt.

Warmfahren (vorher Nacht warmer Keller wäre gut), dann bei gezogener Kupplung scharfe, ruckartige Lastwechsel durch gasgeben und runterschalten.

Natürlich auch mal probieren, wenn es noch kalt ist, vielleicht ist gar nicht so viel Anstrengung nötig.
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Beitragvon cluberer2003 » 19.12.2019 13:42

Zweiten Gang einlegen, anschieben, aufspringen.
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Beitragvon cluberer2003 » 19.12.2019 14:27

Nicht dabei schalten, immer im gleichen Gang bleiben.

Gruß Holger
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Beitragvon orangejuice12 » 20.12.2019 17:30

Hallo,

klappt das, Anschieben ohne Kupplung? Der hat doch viel zu viel Kompression, dass ich ihn bei vorhandenem Kraftschluss aus dem Stand heraus angeschoben bekomme.

Ein anderes Thema:
Der RX-9 Auspuff ließ sich nicht so ohne weiteres an der KX-5 montieren.
Ich hatte 360mm lange YSS Stoßdämpfer verbaut, bei diesen stößt der Auspuff an.
Ich habe wieder auf die originalen, undichten 350mm Dämpfer gewechselt, damit passt es.
Allerdings war noch ein Winkel für den Auspuffhalter nötig, den ich aus Edelstahl gebaut habe:
Bild Bild Bild Bild
Die Gummischeibe ist etwas dicker als der Abstand zwischen Winkel und Auspuffhalter, aber wenn die Gummischeibe beim Anziehen der Schraube gequetscht wird, ist der Abstand in etwa so wie im unbelasteten Zustand ist, wenn der Auspuff nur am Zylinder verschraubt ist. Damit bleibt der Auspuff spannungsfrei. Das obere Loch in meinem Haltewinkel ist groß und oval aufgeführt, sodass ich den Auspuff spannungsfrei in vertikaler Richtung ausrichten kann.

Nun muss ich noch sehen, ob ich das Gewinde der Gewindestange am Schalldämpfer nachschneiden kann, oder ob ich mir etwas anderes einfallen lassen muss. Die Mutter greift nicht mehr...

Gruß,
Jona
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Beitragvon Sachscupspezi » 20.12.2019 19:45

Hallo Jona
Gang 2 oder 3 einlegen. sobald Du auf das Moped aufspringst und mit deinem Gewicht belastet sollte es klappen.
Es ist aber relativ einfach, die Kupplung mal zu demontieren und gängig zu machen b.z.w. die Innenlamellen zu tauschen.
Gruß Klaus
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Beitragvon kotte » 22.12.2019 10:37

Sollte auch im ersten Gang klappen. Hat dann den Vorteil, das man langsamer ist.
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Beitragvon Mopedikürer » 22.12.2019 12:33

Ich habe keinen Kickstarter dran und werfe den Motor immer so an.
Bei 50ccm im Ersten kein Problem.
Der Kickstarter fängt sich gerne mal die Arbeits- oder Regenhose, er nervt mehr als dass er nützt und ich hab mich damit schon einige Male hingelegt damals.
Außerdem dauert es morgens oder nach dem Wochenende etwas, bis ein Vergaser Sprit ansaugt. Da kickt man ja zehnmal, bis es anspringt.
Stattdessen schiebe ich lieber ein paar Meter an.
Meist reicht auch nur ein Ruck und die Mühle läuft, uns das kommt fast so elegant wie ein E-Starter :mrgreen:

Ich dichte auch die Starterachse in der Schaltwelle immer mit Fett ab, da tropft dann auch nichts raus, auch wenn kein Dichtring vom Kickstarter beklemment wird.
Das Fett bleibt dauerhaft da drin, es wird nicht weggespült.
Buenos Mofas

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Beitragvon orangejuice12 » 22.12.2019 12:48

Hallo zusammen,
das klingt gut, aber es ist mir immernoch nicht ganz klar, wie das Anfahren bei mir mit klebender Kupplung gehen soll. Lege ich bei Stillstand des Motores den ersten oder zweiten Gang ein, und ziehe die Kupplung, dreht der Motor ja beim Schieben mit, da die Kupplung klebt. So kann ich nicht wie beim normalen Anschieben Schwung holen und dann einkuppeln. Und wenn ich das Moped dann trotzdem anschieben will, kann ich mein Körpergewicht ja nicht auf dem Moped haben, wenn ich es in Bewegung versetzen will, denn ich muss ja schieben.
Hab ich da noch was falsch verstanden? Oder hat der Motor weniger Widerstand als ich denke?

Gruß und Danke,
Jona
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Beitragvon Sachscupspezi » 22.12.2019 13:03

Hallo Jona
Quark nicht so viel :D :lol: :shock: :wink: . Einfach machen wie es beschrieben wird. Man bekommt die Kupplung meistens frei. Wenn nicht ,ausbauen und sauber machen.
Gruß Klaus
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Beitragvon Mopedikürer » 22.12.2019 13:11

Nein, du legst den Leerlauf ein.
Dann, auf dem Moped sitzend (frontal, in Fahrerposition, nicht etwa seitlich :wink: ) gibst du Schwung und klickst dabei den ersten Gang ein und schiebst mit den Beinen weiter, bis es anspringt.
Natürlich kannst du nicht auskuppeln, und du musst die Maschine aber unter Kontrolle halten können, per Abwürgen, Killschalter oder Zündschloss muss man schon zur Not den Motor auskriegen und er sollte auch nicht von alleine hochdrehen, sobald er anspringt...
Fahren ohne Kupplung ist aber möglich, Gewöhnungssache.
Was soll man machen, wenn der Zug mal reißt? Natürlich fährt man erstmal ohne weiter.
Es ist aber schon sicherer, wenn man auskuppeln kann, v.A. wenn der Motor etwas stärker ist als wie ein 50ccm.

Für die Kupplungszüge gelten wohl keine Sicherheitsstandards. Die halten bei mir keine 4 Monate.
Ein Bremszug ist mir noch NIE abgerissenen, auch nicht nach zwei Jahren und in sichtbar gammeligen Zustand.
Das kann kein Zufall sein.
Eigentlich braucht man auch nur zum Anfahren und zwischen 1. und 2. Gang kuppeln, aber wenn man jeden Wochentag an 20 Ampeln steht, dann reißt der Nippel am Handgriff irgendwann ab.
Nicht so aber bei der Handbremse. Die hält anscheinend ewig...
Buenos Mofas

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Beitragvon cluberer2003 » 22.12.2019 13:22

Nein, nicht Leerlauf und dann schalten. Zweiten Gang einlegen, dann anschieben. Die ersten paar Meter bremst das Hinterrad, dann aber den Poppes auf die Sitzbank drücken, dann springt das Ding schon an.

Gruß Holger
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Beitragvon cluberer2003 » 22.12.2019 13:24

Das ist doch jetzt wirklich nicht schwer zu verstehen. Natürlich sollte man den Motor vorher anwerfen, laufen lassen, ausmachen => damit er danach beim Anschieben auch gut anspringt.

Ohne Kupplung Gang einlegen ist nicht gut für den Ziehkeil, da wirken Wahnsinns Kräfte.

Gruß Holger
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Beitragvon orangejuice12 » 22.12.2019 13:25

Hallo zusammen,

alles klar, danke für eure Antworten :D
Dann werd ich das schon hinkriegen. Ich mach die Hercules erstmal soweit fertig, dass sie fahren kann, da fehlt noch einiges. Ich muss z.B. noch den passenden Kettensatz montieren, habe ich schon hier liegen.

Gruß,
Jona

PS: Ich hätte nicht gedacht, dass man den Widerstand des Motors beim Anschieben mit kraftschlüssiger Kupplung überwinden kann, deswegen hab ich's nicht verstanden. Das hab ich noch nie probiert.
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Beitragvon Mopedikürer » 22.12.2019 13:59

Autos hat man meistens im 3. Gang angeschoben.
Ging auch immer, wenns kein Automatik war. :D

cluberer: Du hast natürlich recht, man sollte auch den Motor nicht absichtlich schädigen.
Aber beim Anschieben mal den Gang reinklicken tut da nichts, solange es nur klickt und klackt ist alles i.O.
Beim Schalten von 1 nach 2 kracht es gerne ohne Kupplung. Nicht zu empfehlen, wenn es vermeidbar ist...

Daher würde ich auch eher gleich in den zweiten schalten zum Anwerfen, da ist man gleich im besten Bereich zum Freifahren - hat Holger aber auch schon gesagt.

So pfleglich man seinen Motor behandelt, auch mit Kupplung wird man sich irgendwann mal verschalten. Ziehkeil ist einfach, aber nicht das Beste.
Auch wird der Keil aus dem Leerlauf heraus an den 1. Gang anschlagen (Nein, der 1. Gang dreht und schlägt an den stehenden Keil) selbst wenn man die Kupplung voll durchzieht. Die Vorgelegewelle und die Schalträder drehen sich trotz auskuppeln mit, während die Ritzelwelle komplett still steht.
Genau genommen ist es besser, an der Ampel gleich den 1. Gang einzulegen und die Kupplung zu ziehen.
Bei kurzen Wartezeiten mache ich das so, weil es praktisch ist und es schont den Kupplungszug, da ich ihn nicht ein zweites Mal anziehe.
Natürlich belastet das die Lagerung der Kupplung, Buchse und Drucklager. An ner Schranke und wenns länger dauert mach ich den Motor ganz aus.

Die Schadstellen (Fressstellen) an der Ritzelwelle treten i.d. Tat fast nur am 1. Gang auf.
Grund dafür sind vom Keil beim Anschlagen aufgeworfene Stellen an den Nuten des Schaltrades, die sich dann im weiteren Betrieb mit der Welle verschweißen und die Laufspur und das Rad mehr oder weniger verhunzen.
Ich habe das aber eigentlich nur am 1. Gang gesehen.
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