Schaltautomat Hercules Kx5 Einstellen aber wie?

Beitragvon -Herculeskx5- » 01.02.2018 20:48

Hallo,

Ich habe eine Hercules kx5, den Motor habe ich komplett überholt, aber jetzt ist wie bei vielen anderen das Problem:

4 und 5 Gang gehen nicht rein, oder nicht der 1.
Egal wie ich die Schaltung einstelle nie passt alles.

Durch cluberer2003 habe ich vieles aus anderen Beiträgen erfahren...
Kein Axialspiel vorhanden..
Keine Feder Gebrochen..

Nichts klappt bitte um eure Hilfe.

Ich weis nicht was ich noch tun soll. Der Motor springt auf den ersten Kicker an...
Ich verstehe einfach nicht wie der Schaltautomat funktioniert.. Heute 4 stunden probiert.. kein Erfolg.

Kann mir jemand das erklären auch gerne cluberer2003 falls du das liest.

Vielen Danke,
MfG Michi
-Herculeskx5-
 
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Beitragvon Sachscupspezi » 01.02.2018 22:03

Ich hab ein Distanzstück um für die Schaltungeinstellung den 3. Gang richtig einzulegen. Bei ausgehängter Feder Richtung zweiter und vierten Gang schalten ,dabei jeweils eine Raste ( an der Schaltnabe) überspringen, Auf Anschlag fest halten und das Spiel am Schalthebel Unterteil beobachten, es sollte in beiden Gangrichtungen gleichmäßig sein. Gleicher Hebelweg. Ist das Spiel ungleich, Haltepatte lösen und dementsprechend verstellen bis das Spiel in Richtung zweiter und vierter Gang am Schalthebel Unterteil gleichmäßig ist.

Danach Verasstung einstellen. Verrastung muss in Ausparrung dritter Gang (Mitte)und auch gleichmäßig abheben. Feder einhängen und die gleiche Vorgehensweise wie oben. Dritter Gang ist immer noch eingelegt. Richtung 2 und 4 Gang schalten ,eine Raste jeweils überspringen auf Anschlag festhalten und beim abheben der Rastenklinke das Spiel an der Verrastung beobachten. Durch verdrehen der Halteplatte kann auch vorhandenes ungleichmäßiges Spiel korrigiert werden.

Der Holger stellt mit anderer Vorgehensweise ein. Müsstest da mal fragen.
Gruß Klaus

-- 01.02.2018 21:11 --

Bei Einstellung Verrasstung nur die Linke Imbusschraube lösen ,um die Rastenklinke in Mitte 3 Gang zu stellen.

-- 01.02.2018 21:17 --

Auch wenn das Du vorhandenes ungleichmäßiges Spiel an der Rastenklinke korrigierst. Nur die Linke lösen.
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Beitragvon cluberer2003 » 01.02.2018 22:44

Ausgangslage muss so sein: (Die ersten drei Punkte vernachlässigen; dazu müsste das Getriebe zerlegt sein..)

-Abtriebswelle darf - vor allem im Bereich erste Gang Spur - nicht eingelaufen sein
-Schalträder dürfen nicht ausgeleiert sein, dürfen auf der Abtriebswelle nicht zu sehr kippen
-Bereich der Schalträder Mitnahme Ziehkeil darf nicht ausgenudelt bzw. gerundet/verschlissen sein
-Schaltnabe darf kein Spiel auf der Schaltwelle haben
-Schaltautomat darf kein Spiel auf der Kickstarterwelle haben
-Abtriebswelle darf max. 1/10 mm Spiel im Gehäuse zwischen den Lagern haben

Wenn das alles i. O. ist, machst du folgendes:

3. Gang einlegen, Zugfeder vom Automaten ist ausgehängt. Dann Winkel mit Rastenklinke von Hand/mit dem Finger gegen die Einkerbungen der Schaltnabe hochdrücken. Wir sind jetzt im dritten Gang. An der Kupplungshabe drehen. Bei korrekter Einstellung dreht sich das Getriebe, der Ziehkeil nimmt logischerweise das Dritte-Gang-Zahnrad mit. Jetzt die Schaltstange von einer zweiten Person leicht nach innen drücken und wechselweise leicht nach außen ziehen, dabei weiter an der Kupplungsnabe drehen. Hier soll festgestellt werden, "wo genau in welcher Spur der Ziehkeil läuft". Kommt man bei leichtem Drücken nach innen, sprich Richtung vierter Gang eher in den Leerlauf als wenn man an der Schaltstange leicht nach außen, Richtung zweiter Gang, zieht oder umgekehrt? Man kann dieses Spiel von Hand in jedem Gang machen. Einfach immer in die entsprechende Kerbe nach dem Schalten andrücken. Wenn man diese Erkenntnis hat, löst man die linke Schraube M 6 mit Inbusskopf vom Automaten. und richtet den Winkel mit Rastenklinke entsprechend aus, entweder weiter nach links oder weiter nach rechts. Hiermit bestimmt man die "Spur" des Ziehkeils an/zwischen den Getriebe/Gangrädern. Man muss es eben idealerweise so einstellen, dass das entsprechende Gangzahnrad den Ziehkeil immer genau mittig in der Aussparung packt. Wird es an den Flanken mitgenommen, ist es nicht mehr weit und es greift ins Leere. Das ist dann das berühmte "Gängerausspringen".

Ist in Worten schwierig zu beschreiben. Man sollte sich mit einem Ausdruck der Fachbegriffe, z. B. von Wawa, Teileliste Sachs 50/5 AKF, vors Moped setzen. Ist nicht zu schwer.

O. g. Beschreibung macht nur Sinn, bei korrekt ausgeglichener Schaltwelle und Schaltnabe. Ebenso muss die Schaltung (abgesehen von den herausspringenden Gängen) sich hoch- u. runterschalten lassen. Wenn letzteres nicht geht, bzw. nur manchmal, muss man die Aufnahmeplatte so in den Langlöchern einstellen, dass die Schaltklinke auch immer die richtige Kerbe für den nächsten Gang hoch bzw. runter greifen kann.

Nach erfolger Einstellung alles wieder montieren. Zugfeder einhängen. Durchschalten, dabei immer unterstützend an der Kupplungsnabe drehen.


Gruß Holger
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Beitragvon -Herculeskx5- » 01.02.2018 23:06

Das ist meistens das Problem, dass die Schaltklinke nicht den nächsten gang greift..

und um das zu beheben muss ich die ganze "Grundplatte/Aufnahmeplatte" verschieben? oder nur die Linke Sechskant Schraube?

Ich werde es aber Morgen noch einmal genau so probieren wie ihr das gesagt habt..


Vielen Vielen Danke schonmal!

MfG
-Herculeskx5-
 
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Beitragvon Sachscupspezi » 02.02.2018 01:52

Aufnahmeplatte lösen,beide sonst kannst die nicht verschieben,logisch.
Für die Rastenklinke nur die Linke ,auch logisch.
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Beitragvon Mopedikürer » 10.02.2018 14:05

Wenn die Klinke nicht greift, klemmt meist die Nabe!

Passiert auch nach Montage des Motordeckels mit den Scheiben zwischen Automat und Deckel. Wenn da zuviel liegt oder das Halteblech der Feder verbogen ist.
Diese Scheiben kann man eigentlich auch ganz weglassen, solange der Automat spielfrei sitzt.

Zu dem Fühlen:
Die Runde Schaltstange hat i.d. Welle keine Raste. Also fühlt man dort erstmal nichts.
Dreht man aber etwas, dann fühlt man beim Verschieben die Mulden der Welle, in denen der Ziehkeil bei korrekter Stellung in jedem Gang liegt.
So kann man schon diese Schaltung OHNE Distanzierung und völlig alleine exakt einstellen.

Die Festlegung der externen Rastfunktion aber würde ich genau nach Sachs-Anleitung (wawatheduck) vornehmen.
(Weiß jetzt nicht mehr warum, ist aber wirklich besser, als das einfach so zu machen)
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Beitragvon cluberer2003 » 10.02.2018 18:51

Vergiß die Orig.-Anleitung. Machs so wie oben von mir beschrieben. Einmal so gemacht, nie mehr anders. Versprochen.

Gruß Holger
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Beitragvon Mopedikürer » 10.02.2018 19:27

Nur den letzten Teil....

der erste ist unnötig.

Der letzte hat noch nen tieferen
Sinn.
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Beitragvon -Herculeskx5- » 11.02.2018 22:45

Werde es morgen noch einmal Versuchen...

Aber was mach ich wenn die Schaltklinke manche Gänge einfach nicht greifen will.
Wo ich den Automat das erste mal eingebaut habe, da ging der 1,2und3 Gang rein problemlos, nur nie der 4und5e. Seitdem habe ich es nie wieder hin bekommen das überhaupt ein Gang perfekt rein geht.

Welche Nabe meinst du Mopediküre wo klemmen könnte.

Ich bin echt am verzweifeln.. der Motor läuft wie eine 1. Nur das mit den Gängen passt nicht.

Wenn ich den Ziehkeil von Hand schalte läuft alles Problemlos.

Das mit dem einstellen ist mir einfach noch nicht so ganz klar.

Aber nochmal vielen Dank!
Falls jemand noch was weiß, bitte schreiben. DANKE

Gruß Michi
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Beitragvon Sachscupspezi » 11.02.2018 23:43

Mit dem Distanzstück 25,4 mm laut Sachs und dem selbst gefertigten Festsetzwerkzeug geht das sehr gut. Das Distanzstück ist real minimal etwas anders vom Maß her.

Wenn man das nicht hat ,muss man andere Wege gehen,dazu braucht man einen zweiten Mann wie es beschrieben wurde. Ich kann es alleine machen . Das dauert nicht sehr lange und die Schaltung ist eingestellt. Wichtig ist das der Schaltkeil in genauer Mittelstellung dritter Gang liegt. Hab das beim 50/5 AKF schon oft mit dem Werkzeug gemacht.

Bei beiden Vorgehensweisen müssen alle Bauteile der Schaltung in Ordnung sein und richtig distanziert sein.
Du hast kein Distanzstück .deswegen kannst Du es nur so machen wie Holger sagt.
Die Methode ist wohl gut,ich denke nicht das die Methode besser ist. Es wird nur gemacht ,da kaum einer das Distanzstück hat. Sachs hat diese Methode mit Distanzstück angewandt. Und das passte dann.
Es ist kein Vorteil bei der anderen Methode,sonst hätten die das wohl so gemacht.

Hast Du da irgendwo was falsch gemacht wird es nicht passen. Schalträder, Ziehkeil , Kurve Schaltnabe ,Zapfen Schalthebel Verrastung u.s.w alles muss sitzen. Bei beiden Vorgehensweisen.
Hercules IG Film 50/5AKF wäre eine Hilfe.
Gruß Klaus

-- 11.02.2018 22:46 --

Holger hat alles erklärt. Du musst es nur verstehen und sicher sein, das alle Teile in Ordnung sind und die Wellen richtig ausgeglichen sind. Alles was da noch anders gesagt wird würde dich noch mehr verwirren.
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Beitragvon Mopedikürer » 11.02.2018 23:47

@Klaus:

Sein Problem ist nicht die Grundeinstellung, sondern seine Klinke greift nicht!!

@wo hat das Problem:

Die Schaltnabe.

Das Ding, wo per Langloch den Hebel steuert.

Die darf nicht Klemmen und aber auch kein Spiel haben.
Wenn nichts an Scheiben verändert wurde und es vorher ging - ich hätte da das Einhängeblech im Verdacht.

Tu doch einfach mal alle Scheiben VOR dem Seegerring weg, so dass da nur noch das Blech ist.

Du sagst, die Klinke greift nicht, aber von Hand funktioniert es. Also ohne Deckel gehts?
Und das die Klinke nicht greift spürst du nur, da beim Fahren der Deckel drauf ist, gell?

Oder greift die Klinke schon am offenen Motor sichtbar ins Leere?
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Beitragvon Sachscupspezi » 11.02.2018 23:49

Mit Bauteile der Schaltung, ist die Hauptwelle mit eingeschlossen.

-- 11.02.2018 22:54 --

Ich verstehe das schon . Alles muss passen wie oben schon beschrieben. Wo es klemmt oder hapert sehen wir ja nicht.
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Beitragvon cluberer2003 » 12.02.2018 08:10

Guten Morgen Michi,

ich kann Dir anbieten, dass wir das zusammen anschauen. Hab grad mal gegoogelt. 2 Std. 45 min. bist du bei mir. Also....: Angebot steht.

Dann hast du was gelernt und die Schaltung funktioniert. Falls Teile defekt bzw. nicht richtig funktionieren, ich hätte alles da. Die anderen Sachen könnte ich nebenbei auch mal ansehen.

Gruß Holger
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Beitragvon Sachscupspezi » 09.12.2018 18:17

Hallo
Ich hab es mit dem Distanzstück mehrfach getestet, an der ausgebauten Hauptwelle. Im Motor, mit den ersten drei aufgelegten Schalträdern. Der Schaltkeil sitzt immer perfekt im dritten Gang.

Vorraussetzung ist, das der Schaltkeil richtig auf die Schaltstange montiert ist.Man hat ein festes Maß vom Schaltschuh auf den Bund der Hauptwelle.Somit befindet sich der Ziehlkeil immer perfekt im dritten Gang. Das Distanzstück klemmt zwischen Schaltschuh und dem Bund der Hauptwelle.
Das ist unabhängig von der Lagerung der Hauptwelle, diese muss natürlich auch stimmen.

Mit diesem Werkzeug, ist die Einstellung 3. Gang in 2 Minuten erledigt. Was besseres gib es nicht.
Gruß Klaus
IMG_0957.JPG
IMG_0957.JPG (2.9 MiB) 325-mal betrachtet
IMG_0959.JPG
IMG_0959.JPG (3.44 MiB) 325-mal betrachtet


-- 09.12.2018 18:58 --

Das Distanzstück bleibt bis zum Ende der Schalteinstellung ( der Rastenklinke) montiert.

-- 10.12.2018 00:02 --

file:///C:/Dokumente%20und%20Einstellungen/User/Eigene%20Dateien/Downloads/gefederter%20Schaltautomat%20(1).pdf

-- 10.12.2018 00:03 --

file:///C:/Dokumente%20und%20Einstellungen/User/Eigene%20Dateien/Downloads/gefederter%20Schaltautomat%20(1).pdf

-- 10.12.2018 00:06 --

www.oldmoped.de/app/download/2242017/ge ... utomat.pdf
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