Sachs 50/5 AKF Zündung einstellen

Beitragvon orangejuice12 » 19.07.2017 16:58

Hallo zusammen,

gerade bin ich dabei, bei meiner KX-5 die Zündung einzustellen.
Ich konnte Unterbrecher- sowie Grundplattenschrauben lösen (Denn manchmal hatte ich schon das Problem, dass diese festsaßen).
Der Unterbrecherabstand war zu klein. Ich drehte das Polrad auf die höchste Nockenstellung und stellte den Unterbrecher per Hand auf ca. 1-2mm. Dann legte ich eine Fühlerlehre 0,4mm dazwischen und löste die Schraube wieder. Der Unterbrecherkontaktabstand war somit eingestellt. Dann kontrollierte ich mittels Holgers Methode den ZZP -> zu spät. Also löste ich die Grundplattenschrauben.
Dann gingen die Fragen los:
Die Grundplatte lässt sich nur einige Millimeter bewegen. Beide Anschläge Links und Rechts mit einem metallischen Klack. Die Langlöcher sind unterschiedlich lang. Das rechte ist sehr lang, da kommt man mit der Schraube nicht an die Enden. Das linke und das obere sind kürzer. Da scheint die Grundplatte wohl anzuschlagen.
Ist es so, dass sich die Grundplatte nur so wenig verdrehen lässt?
Ich habe die Grundplatte dann ein wneig hin und hergedreht, in der Hoffnung, sie lösen zu können, weil ich dachte, dass man sie weiter verdrehen können muss. Ohne Erfolg. Also auf Anschlag Früh festgeschraubt. ZZP kontrolliert -> passt.
Dann fiel mir allerdings ein, dass man den Unterbrecherkontaktabstand ja immer nur dann einstellt, wenn die Grundplatte ca. auf Mitte gestellt ist.
Das wollte ich dann tun, allerdings stellt sich dann die nächste Frage: Welches Langloch muss ich betrachten, um die Mittelstellung zu erreichen?
Und was ich mich auch fragte:
Gehört der Unterbrecher nach da unten? In der ET-Liste sieht es so aus, also ob er oben wäre. Allerdings würde das mit dem ZZP ja hinten und vorne nicht stimmen, wenn der Unterebrecher dort nicht hingehören würde (= die Grundplatte falsch eingebaut wäre).
Hier noch Bilder von dem Ganzen:
BildBildBild
Bild

Langlöcher:
Oben:
Bild
Rechts:
Bild

Vielleicht könnt ihr mich aufklären. Ich werde derweil einer anderen Arbeit an der KX nachgehen :).
Ich baute nach erfolgter Einstellung dann noch eine neue Bosch W5 BC ein und hängte den Gaszug im Vergaser ein, da dieser gestern herausgesprungen war.
Die KX lief damit sehr gut, besser als vorher.
Als die Grundplattenschrauben lose waren, schliff das Polrad an den Spulenkernen. Im angezogenen Zustand war das nicht der Fall.
Noch etwas anderes: Ist es normal, dass das Gasgriff sich in sehr kleinen Rasterungen drehen lässt? Griffarmatur ist gefettet, Zug geschmiert und der Gasschieber erhielt einen Tropfen Öl vor dem Einbau.

Gruß und vielen Dank,
Jona
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Beitragvon Sachscupspezi » 19.07.2017 18:21

Hier mal Bilder
Den Rest hat Holger ja schon erklärt.
Gruß Klaus
vlcsnap-2017-07-19-19h16m33s113.png
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vlcsnap-2017-07-19-19h16m48s9.png
vlcsnap-2017-07-19-19h16m48s9.png (847.42 KiB) 932-mal betrachtet


-- 19.07.2017 19:52 --

Verdrehen der Grundplatte nötig falls sich der Kontakt nicht bei M anfängt zu öffnen.
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Beitragvon orangejuice12 » 19.07.2017 20:47

Hi Klaus,

danke, das hilft mir schon einmal.
Allerdings weiß ich jetzt immernoch nicht, ob es normal ist, dass man die Grundplatte nur einige Millimeter verdrehen kann und wo die Mitteleinstellung ist.

Gruß und Danke,
Jona
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Beitragvon cluberer2003 » 19.07.2017 20:59

Hallo Jona,

wenn du den Unterbrecherabstand eingestellt hast und danach der ZZP gepasst hat, ist alles gut. Du brauchst keine Mittelstellung.

Gruß Holger
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Beitragvon Sachscupspezi » 19.07.2017 21:11

In den drei Langlöchern, wo die drei Befestigungsschrauben auf Bild zwei zu sehen sind, wird die Ankerplatte angeschraubt. Du hast nur den Weg zur Verfügung ,bis irgend eine der drei Schrauben das Ende des Langlochs erreicht hat,ob du nach links oder rechts drehst. Mehr geht doch nicht. Die Grundplatte in allen Langlöchern vermitteln geht doch nicht. Oben links neben der weißen Spule circa mittig ,unten am Kontakt circa Anschlag, links circa mittig. Kontaktabstand 0,4mm bei höchster Nockenstellung einstellen. Kontrolle ob bei M der Kontakt anfängt zu öffnen. Falls nicht Ankerplatte dementsprechend in Richtung früh=gegen die Laufrichtung des Motors , oder Später= in Laufrichtung des Motors verdrehen .
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Beitragvon orangejuice12 » 19.07.2017 21:41

Hallo,

danke ihr beiden, ich werde es mir nochmal anschauen. Klingt ja aber gut.
Bei den Mofazündungen kann man alle drei Langlöcher gleichzeitig mitteln, daher meine Verunsicherung.

Eine Frage habe ich aber noch:
Teilweise sind das Polrad und Spulen im Weg, sodass ich einen passenden Schraubendreher nicht gerade ansetzen kann. Setzt man ihn schräg an, um an der Spule vorbei zu kommen, greift er nicht. Ich nahm dann einen kleineren und somit dünneren Schraubendreher, mit dem ging es dann. Dieser greift allerdings beim Anziehen nicht so gut wie der große bei den anderen Schrauben (wo ich ran komme), sodass ich die eine Problemschraube nicht so fest anziehen kann.
Gibt es da Tricks? Wie stark müssen die Schrauben angezogen werden?

Gruß und Gute Nacht,
Jona
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Beitragvon Sachscupspezi » 19.07.2017 21:53

So wild brauchen die nicht angezogen werden. Etwas Sicherungslack kann man ja verwenden. Ich nehme normalen Autolack zum sichern der Schrauben. Nur ganz wenig auf das Gewinde aufgeben. Passenden Schraubendreher auf jedenfall benutzen. Da hab ich keine Probleme mit.
Gruß Klaus

-- 19.07.2017 22:55 --

Wenn schon eine Schraube stärker angezogen ist verdreht sich da nichts.
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Beitragvon orangejuice12 » 20.07.2017 06:36

Hi,

okay. Mit dem passenden Schraubendreher kam ich nicht an der Spule vorbei...
Aber ich werde noch einmal schauen.

Gruß,
Jona
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Beitragvon cluberer2003 » 20.07.2017 13:26

Hallo Jona,

alles richtig gemacht. Mit einem passenden Schraubendreher kommt man tatsächlich nicht an der Spule auf ca. 8/9 Uhr gescheit vorbei. Etwas kleineren nehmen, am besten mit isolierter Klinge und leicht schräg ansetzen.

Wie gesagt, mit einem passenden Schraubendreher kommt man nicht ran, vor allem nicht, wenn die Zündung richtig eingestellt ist.

50 % der Spulen sind an dieser Stelle beschädigt, da mache ich jede Wette.

Gruß Holger
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Beitragvon Sachscupspezi » 20.07.2017 17:52

@ Holger
Wie soll man Schrauben anziehen wenn der Schraubendreher nicht passt,also passenden Schraubendreher nehmen.
Bestimmt nicht größer. Ich beschädige keine Spulen da ich einen passenden Schraubendreher nehme.

-- 20.07.2017 18:56 --

Das braucht man auch nichts erklären mit etwas technischen Verstand weiß jeder sich da wohl zu helfen.

-- 20.07.2017 19:02 --

Das braucht man auch nichts erklären mit etwas technischen Verstand weiß jeder sich da wohl zu helfen.

-- 20.07.2017 19:02 --

@ Holger
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Beitragvon cluberer2003 » 20.07.2017 20:00

Hallo Klaus,

mit einem Schraubendreher, der genau für die Schraube passen würde, kommst du senkrecht im 90 ° Winkel zur Ebene angesetzt nicht an die Schraube um diese zu drehen, ohne an die Spule zu geraten. Darauf kannst du einen lassen. Wenn doch, ist entweder die Spule an dieser Stelle schon eingedrückt oder die Grundplatte so montiert, dass der ZZP vorne und hinten nicht passt.
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Beitragvon Sachscupspezi » 20.07.2017 21:57

Das ist richtig. Ich nehme Schraubendreher mit dem ich an den Spulen vorbei komme ohne diese zu beschädigen ,der ist dann der passende Schraubendreher. Ich meine nicht unbedingt passend für den Kreuzschlitz. Hab auch etwas abgewinkelte. Ich bekomme alle Zündungen ohne sie zu beschädigen verbaut. Meine Ducati Zündungen haben noch keine Schäden an den Spulen, bei von mir durch geführter Montage/Demontage erlitten.Die Zündung verstelle ich ja nicht,nur das ich die Schrauben unproblematischer anziehen kann.KX 5 hab ich schon einige geschraubt.
Gruß Klaus
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Beitragvon Mopedikürer » 21.07.2017 23:30

:mrgreen:

Ich denke mal, ihr versteht euch schon....

Jedes Kind würde doch einen kleinen Schlitzschraubendreher verwenden...
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Beitragvon Sachscupspezi » 22.07.2017 08:44

Genau so ist es. Man ist ja nicht blind . Spulen zerstören ist ja nicht das Ziel.
Gruß Klaus
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Beitragvon Mopedikürer » 22.07.2017 09:08

Nein, sie bieten aber immer mal Anlass zu geistreicher Unterhaltung.
:lol:
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