Bing 17/14/104 undicht

Beitragvon Malte » 21.09.2016 16:05

Hallo, ich bin noch relativ neu in diesem Gebiet und fange einfach mal bei euch an.
Ich habe gerade einen Scheunenfund in Arbeit, den ich wieder fit machen will. Eine Hercules Supra 4 Gp mit Bing Vergaser 17/14/104. Und da liegt der Hase auch schon im Pfeffer, denn der Vergaser ist undicht. Ich habe ihn also auseinander gebaut und mit Bremsenreniger, Druckluft und einem Pinsel gereinigt. Dabei ist prombt die Dichtung hin zur Benzinkammer zerbröselt, zudem fehlte die Dichtung an der Vergaserdüse. Das habe ich mittlerweile behoben. Jedoch ist der Vergaser immer noch undicht, es leckt rundherum um die Benzinkammer, jedoch nicht im Stand, je höher die Drehzahl desto eher einem Wasserfall gleichkommend. Wie bekomme ich das ordentlich dicht?
Ich habe mich bereits auf die Suche begeben und bin mitunter darauf gestoßen, dass die Benzinkammer verzogen seien könnte, hierzu ist meine Beobachtung eindeutig. An den beiden Schrauben liegt die Benzinkammer deutlich enger an, als an den anderen beiden Seiten. ABER, es leckt wirklich rundherum,am deutlichsten halt an der tieferliegenden Ecke ohne Schraube.
Über Rückmeldungen würde ich mich freuen.
Liebe Grüße Malte
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Beitragvon Helme » 22.09.2016 03:47

Hallo Malte, ich würde den Deckel etwas planschleifen.
Schleifpapier auf eine plane Fläche und immer wieder den Deckel um 90 Grad verdrehen, das ist wichtig.
Viel Erfolg dabei. :wink:
Man kann alt werden wie ne Kuh,man lernt immer was dazu. :)
Gruß Helme
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Beitragvon Malte » 22.09.2016 07:28

Ok, Danke für den Tipp.
Was nehme ich dann für ein Papier? Eher 500er oder 1000er?
Ich habe Vollständigkeitshalber noch mal ein paar Bilder gemacht, ich glaube schon, dass es hier ein mm ist, um den es geht, ist das planen dann immer noch ratsam?
LG Malte
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Beitragvon cluberer2003 » 22.09.2016 10:17

Das mit dem planen kann man versuchen. Würde ich auch tun. Man kann sich aber auch eine neue Schwimmerkammer besorgen. Wichtig: nicht zu fest anziehen, sonst verzieht sie sich wieder.

Oder: planschleifen, eher auf 200er Papier, ggf. mit 500er nachziehen. Dann in Fahrtrichtung vorne links noch eine Bohrung mit Gewinde setzen. Hab ich auch schon mal gemacht. Man muss vom Vergasergehäuse etwas Material wegdremmeln, damit der Schraubekopf Platz hat. Ist nicht viel, geht gut und hält danach auch dicht.

Gruß Holger
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Beitragvon Malte » 22.09.2016 10:30

Danke Holger.
Also Schwimmerkammern habe ich bisher nirgends gefunden, zumindest nicht meinen Preisvorstellungen entsprechende.
Ich hatte auch überlegt eine weitere Bohrungen zu setzen, aber das sah ich als letzten Ausweg. Will das Schätzchen nicht mehr verfudeln, als unbedingt nötig. Ich versuche dann jetzt erstmal zu planen und falls es nicht hilft werde ich die Bohrungen setzen.
Ich berichte von Erfolg oder Misserfolg.
LG Malte

-- 22.09.2016 16:05 --

Hallo, ich bins noch mal, nach einem nervenaufreibenden Tag, der am Ende zu einem Ergebnis geführt hat, was doch extrem kontrovers diskutiert wird und wobei ich mir nicht sicher bin ob ich hier jetzt gesteinigt werde oder ihr die Hände über dem Kopf zusammenschlagt.
Der Reihe nach.
Meine Vorgehensweise bestand daraus zunächst zu versuchen die Benzinkammer zu planen. Falls es nicht klappt oder nicht gut genug, wollte ich eine dritte Schraube verwenden.
Gesagt getan, zunächst geplant wie der Teufel, es war schon echt stark verzogen. Ich habe es zwischendurch immer wieder mit einem Haarlinial gelehrt, was aber nicht so leicht war, da man damit nicht die Verwringung messen kann. Es hat leider nicht geklappt. Dann waren bereits 90 Minuten Arbeitszeit verstrichen.
Plan b: dritte Schraube.
Bohren, dremeln, Gemeinde schneiden, kein Problem.
Ergebnis: ernüchternd.
Also noch mal geplant, Versuch, Fehlschlag, von vorne.
Drei Mal.
Habe dann nochmal weiter geforscht, mit Bekannten gesprochen, seines Zeichens Bastler von Beruf Schlosser im Ruhestand.
Die Lösung: Dichtmittel.
Vorsichtig und behutsam aufgetragen, zusammengeschraubt und wieder demontiert um zu prüfen, dass es nirgendwo hingeht, wo es nicht hin soll und bis jetzt, nach einem kurzen Test hält es.
Kann man das so lassen oder war das schon ein Fehler das überhaupt zu machen?
LG Malte
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Beitragvon Helme » 23.09.2016 03:53

Wenn hält und dicht ist dann passt das doch, mußt halt bei der Abnahme vom Deckel wieder neu abdichten.
Im Normalfall wird der ja nicht so oft heruntergemacht.
Viel Spass noch mit deinem Moped. :wink:
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Gruß Helme
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Beitragvon Nordstern » 23.09.2016 08:25

Der Erfolg rechtfertigt die Mittel.
Gute Fahrt
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Beitragvon cluberer2003 » 23.09.2016 13:48

Wenn es dicht ist, passt doch alles. Eine neue Schwimmerkammer oder einen Schlachtvergaser mit Schwimmerkammer kannst du dir immer noch zulegen.

Gruß Holger
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Beitragvon Malte » 23.09.2016 13:54

Astrein, dann lass ich's jetzt so.
Danke euch und Allen ein schönes Wochenende!
LG Malte
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Beitragvon Mopedikürer » 23.09.2016 16:57

Wenn es hält, dann tu dir keine unnötige Arbeit mehr an.

Meine einzige Idee dazu wäre, dass wenn man so ein Teil hat, man es ohne Dichtung oder mit Edding o.Ä. bemalt ohne Dichtung fest verschraubt.
So könnte man an Druckspuren oder durch Abfärbung des Farbstiftes sehen, wo das Gehäuse auf Stoß liegt und wo die Lücke ist.

Eine Andere Frage zu diesem Vergaser habe ich noch:

Ein Kamerad hier hat sich auf seinen 501 ckf einen Kx5 Zylinder gebaut.
Er kann ihn Fahren, muss aber irgendwie immer erst Vorsichtig Gas geben und Drehzahl kommen lassen, als ob er zuviel Luft kriegt.
Allerdings haben auch Düsen i.d. nächsten Übergrößen nichts genützt.

Ist viell. einfach die Luftschraube zu weit draußen?

Oder spielen Kx5 Satz und 17/14 nicht gut zusammen?
Oder die Auspuffanlage der Supra nicht?

Viell. könnte man den Hasen kahlrasieren, um zu sehen, wo er im Pfeffer liegt?
Buenos Mofas

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