Alte Polräder 50s

Beitragvon Mopedikürer » 07.07.2016 00:24

Moin, Servus, Grüazi!

Wenn ich das richtig sehe, betrifft dies die Kurbelwellen des Sachs 50s der frühen 70er Jahre:

Keilnut.png
Keilnut.png (420.26 KiB) 1013-mal betrachtet


Was aber hat es damit auf sich? Welche Alu-Schwungräder sind da gemeint?

Sind die gemeinten Alu-Schwungräder die der kontaktlosen motoplat? Dann verstehe ich aber nicht, warum ihre Keilnut auf ca. 1 Uhr steht, wo doch die Keilnuten aller 50s Kurbelwellen, die ich gesehen habe auf ca. 11 Uhr (etwas davor) stehen.

Dazu stelle ich fest, dass die ganze Zündung des Sachs 501 um 120° bzw. 20 Bogenminuten nach links verschoben ist, sowohl Aufnahme und Grundplatte als auch die Keilnut a.d. Kurbelwelle, sie steht dort zwischen 6 und 7 Uhr.
Die Keilnut im Polrad liegt stets in der Mitte der Nocke, die den Unterbrecher steuert.

Meine 501er Unterbrecherzündung konnte ich unverändert in einen 50s mit altem, kleinem Polrdadkonus einbauen, alles ist nur 120° nach rechts verdreht, aber Abriss und ZZP waren wie gehabt einstellbar.

Nun habe ich ein Bosch Polrad 25/5/4 Watt rechtsdrehend, Stahl mit zusätzlichem Gewichtsring. Es stammt von einem 50s und soll auf eine 50s-Kurbelwelle, deren Keilnut auf kurz vor 11 Uhr steht - so wie es laut Anleitung fürs Stahlrad sein soll.
Aber beim ZZP sind die Magnete schon über 2cm (!!) von den Polschuhen abgerissen - das kann so nicht richtig sein.
Setze ich das Polrad mit der Keilnut etwa auf die Position der Kurbelwelle, wo nach Anleitung der Keil für ein gewisses Alupolrad stecken soll, dann komme ich in den Bereich des Abrisses, in dem man den ZZP festlegen kann.

Aber ich meine doch trotzdem, dass dieses 25 Watt- Polrad auf einen 50s ohne Probleme passen sollte.
Oder wie soll da bei der Bosch das Abrissmaß sein?

Nebenbei ist mir aufgefallen, dass die Anordnung der Magneten, bzw. ihre Stellung zur Nabe/Nocke/Nut gleich ist wie bei einem linksdrehenden Mofa Polrad. Die Magnete sind etwas versetzt, was ja auch logisch ist, da bei links- und rechtsdrehende Zündungen immer die jeweils andere Kante der Magnete vom Polschuh abreißt.
Drehe ich das Polrad von OT aus 1,5mm (Kolbenhub) nach rechts, so erhalte ich ein annehmbares Abrissmaß für eine linksläufige Anlage. Es ist aber ein Rechtslaufpfeil drauf.

Wer kann da etwas zu sagen?

MfG
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Beitragvon cluberer2003 » 07.07.2016 07:22

Wohl eher Mitte 60er Jahre..., nicht Anfang 70er.

Gruß Holger
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Beitragvon Mopedikürer » 07.07.2016 20:03

Also das ist das Polrad des 50s aus Portugal, BOSCH 0 212 124 027, 6V25-4/5W, rechtsläufig:
Bild
Man beachte die Abrisskante des Magneten auf 1 Uhr.

Hier zum Vergleich ein linksläufiges Mofa-Polrad:
Bild
Die 4 Magnete stehen genauso zur Nabe wie bei dem Polrad oben.

Zum Vergleich ein älteres, rechtsläufiges 501er Polrad:
Bild
Der Magnet fängt da an, wo er beim linksläufigem aufhört.

Wie gesagt, das 501er Polrad passt auf einer 50s Welle mit Konus 1:5 und die Zündung ist einstellbar, weil sowohl Die Grundplatte (ihre Aufnahme) als auch die Keilnut a.d. Welle um 120° (20 Minuten) nach rechts versetzt sind.

Meine Frage lautet nun: Bedarf es einer Welle, wo die Keilnut wie auf auf dem Screenshot ganz am Anfang steht, die Keilnut, wo eigentlich steht "für Alu-Schwungrad"?

Sind i.d. Zeichnung die Bezeichnungen vielleicht vertauscht worden? Denn auf der Position vom Alu-Schwungrad nach Zeichnung würde mein Polrad in einen einstellbaren Bereich gelangen.
Und ALLE 50s-Wellen, die ich hier habe - fast 10 Stück - haben die Keilnut, die laut Zeichnung fürs Stahl-Schwungrad ist - aber alle haben nunmal die Alu-Räder getragen...

Die Reparaturanleitung von 1975 sagt, dass die Kontaktzündungen durch Motoplat Electronico ersetzt werden können, es gibt also nach 1970 wohl auch nur EINE Position für die Keilnut.

-- 07.07.2016 20:30 --

Dort sieht man ein solches Polrad ohne das zusätzliche Gewicht:

http://www.ebay.de/itm/Bosch-Zuendung-6V-25-4-5W-Zuendspule-Hercules-K-50-SB-1-5-DKW-RT-159-Sportbike-/252277214063?nma=true&si=i9oJUZwQTjpvA1yhZCD4ciCC3%252FA%253D&orig_cvip=true&rt=nc&_trksid=p2047675.l2557

Die Magnete stehen genauso zur Keilnut wie bei meinem, und auch die Nummer meines Polrades ist bekannt am 50s.

Hat diese Zündung vielleicht einfach ein ganz anderes Abrissmaß? Vielleicht, weil die Hochspannungsspule außen liegt?

Alter, Holger.... ich kann nicht mehr schlafen... zumindest jetzt noch nicht... :D

-- 07.07.2016 20:47 --

@Holger: Vielleicht habe ich einen neuen Nickname für dich. Oder vielleicht eher für mich.... Was sagst du zu:
blaubärer2013
?
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Beitragvon Mopedikürer » 08.07.2016 14:05

Also das Polrad 212 124 027 ist ein gängiges 50s Polrad und gewiss kein vor- oder früh-1970er. Das sieht man am Rand, den Prägungen und der Skalierung.
Kann sein, dass es einen Vorläufer gleicher Nummer und Bemaßung hat wie auch das 210 122 019 vom 501.

Aber dieses 50s-Polrad kann kein falsches Polrad sein.

Ich glaube eher, dass an dieser Zündung ein völlig anderes Abrissmaß gilt, als an den Zündungen, bei denen Primär- und Sekundärwicklung(Hochspannungsw.) der Zündspule auf einem Anker in der Zündung liegen.
Wir haben bei der 50s Zündung eine außenliegende Hochspannungswicklung.
Dort ergeben sich auf dem Oszilloskop wahrscheinlich ganz andere Phasenverschiebungen, die den Abriss an einem späteren Punkt verlangen.

Ich habe es ja nun mit einigen Fotos von anderen 50s Polrädern Bosch Unterbrecher verglichen, es gehört genau so.
Buenos Mofas

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