Lebensdauer BO17 Lagerung

Beitragvon Mopedikürer » 08.05.2016 11:49

Moin und Servus!

Gerade habe ich an meinem vor rund 20.000 km überholten 501 4 bkf feststellen müssen, dass das revte KW Lager nun am Ende ist.
Ich habe den Motor meist 2x40 km pro Tag gefahren, mit geteiltem Zylinder so mit 8000 Umdrehungen quasi Dauerbelastung, bis auf die letzen Monate, da der Kolbenbolzenclip rausgerauscht ist und ich einen anderen Satz verwenden musste, der es so bis 7500 Umdrehungen macht.

Ich bin nun aber den Sprint-Satz eines Keraden probegefahren, bei der letzten Ausfahrt starb der Motor bei starker Hitze plötzlich ab, und fuhr dann mit schwacher Leistung weiter, die sich mit sinkender Temperatur wieder erhöhte, aber nach Vollgas starb er wieder ab.

Zu Hause habe ich am heißen Motor gemerkt, dass das Polrad wackelte, und auch nach dem Abkühlen war radiales Spiel drin. Das Lager ist also definitiv kaputt.

Ich frage mich gerade, wie lange oder kurz eine Bo-Lagerung am 50s mit 6,25 PS oder noch stärkeren Zylindern halten soll.

Bzw. wie lange kann so eine Lagerung höchstens halten?

Beim 50s ist ja immerhin noch ein drittes Festlager, welches doch viell. Axialkräfte vom schrägverzahnten Primärtrieb auffängt?
Wahrscheinlich hält es aber mit geradverzahntem Primärtrieb deutlich länger.

Ich meine, dass Cluberer2003 irgendwann mal was von 20000 km gesagt hat bzgl. der Lebensdauer der BO Lagerung.

Es war ein SLF mit Kunststoffkäfig. Das 6203er auch SLF, habe es aber noch nicht geprüft.

Bin ich unter den Umständen mit 20000 km gut weggekommen? Ich dachte 25000 hätten drin sein sollen.
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Beitragvon citybiker » 08.05.2016 17:32

Bei mir haben die bisher 1000Km mit 30 Ps gehalten.
Gruß Hans-Joachim
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Beitragvon Mopedikürer » 08.05.2016 21:02

Ja, aber wie lange halten sie so normalerweise beim 50s und beim 80sa/sw?

Ich meine 20000 bis 25000km, manchmal länger.

Ich meine auch, dass hohe Temperaturen den Lagern schaden, weil selbst ein stramm wie möglich eingemessenes Lager - kurz vor dem strammen, aber komplett spielfrei - bei einem über 50-60°C warmen Gehäuse schon wieder spürbar luftig wird.

Mein Motor ging bei höchsten Belastungen auf einmal - würg! - aus, danach lief er kraftlos weiter, berappelte sich bei langsamer Fahrt und starb bei Vollgas wieder ab.
Kalt lief er erst mal wieder ganz normal, hat aber schon geringes Spiel im Lager.

Viell. ist es auch nicht so toll, bei Frost zu fahren, wenn das Gehäuse einer bei Zimmertemperatur spielfrei eingemessenen Welle sich stärker zusammenzieht und erst einige Minuten warmlaufen muss, und das jeden Wintermorgen.
Oder wenn eine Zündung nicht optimal eingestellt ist und das Lager wegen Überhitzung ständig mit zu viel Spiel läuft. (Was bei mir eher nicht vorkam nach Einbau dieser Lager)

Also raus mit der Sprache: Was können die 50s und 80sa/sw an Laufleistung erzielen, hinsichtlich der Bo17 Lager?

8)

-- 08.05.2016 22:53 --

Also:

Der Grund für den Lagerschaden muss nicht Materialermüdung gewesen sein.

Leider hat der gebrauchte Sprint-Satz von dem Kameraden doch einen Klemmer/Reiber gehabt, der Kolben sieht arg mitgenommen aus, und leider hat auch die Laufbahn im Zylinder eine rauhe Fläche... :(

Aber ich habe nichts falsch gemacht, keine zu kleine Düse oder so.

Der Satz hatte maximal 0,1mm Laufspiel. Echter KS-Kolben. Ich fürchte es lag an dem lädierten Kolbenboden, der hatte schon was abgekriegt, aber auch das bezweifle ich. :roll:

Wenn einem beim Fahren auf einmal der Motor abstirbt und man vor Schreck die Kupplung zieht vor dem Geräusch, dann weiß man nie, was es wirklich war.
Es kann ein Nadellager oben oder unten sein, ein Stück vom Kolbenring, ein Bolzenclip, ein traditioneller Kipper/Klemmer/Reiber, oder einfach nur ein Zündausfall.

Einerseits bin ich erleichtert, dass nicht meine Lagerung der Grund ist, andererseits habe ich einen teuren Schaden verursacht, und ich weiß nicht, woran es wirklich lag.

Viell. hätte ich den Kolben doch nicht fahren sollen, viell. hätte ich doch die 68er und nicht die 66er Düse fahren sollen? (Im 12er Bing) Ich weiß es nicht.

-- 08.05.2016 22:56 --

In Zukunft gehe ich auf Nummer ganz sicher. Holger hätte den Kolben wahrscheinlich nicht genommen, und wenn er einen Klemmer gehabt hätte, dann hätte er sich nicht fragen müssen, ob er bescheuert ist...
Ich muss mich das jetzt fragen. Und ich fürchte....
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Beitragvon Pabstat » 09.05.2016 00:01

Argghh! :D :D

Man sollte zuerst die PN lesen, bevor man die neuen Beiträge durchliest....dann wird einem nicht so komisch. :D
Gruß

Philippe
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Beitragvon Mopedikürer » 09.05.2016 00:11

Was richtig heftig ist: Der Zylinder ist auf 38,6 mm.

Ich habe vor Jahren einen Kolben 38,9 mm gekauft, KS mit rotem Punkt. Genau das, was wir jetzt brauchen.

Aber: Dieser Kolben ist in meiner Bude verschollen, ich habe schon alle Kartons durchsucht, er ist unauffindbar.
Ich hoffe, dass ich ihn nicht mal weggeschmissen habe mit etwas Papp- und Papiermüll.....

-- 09.05.2016 00:34 --

Was mich jetzt wieder verrückt macht:

Warum hat der Kolben gefressen?

Kann es sein, dass der Kolben, am Kolbenboden schadhaft, den Reiber verursacht hat und dadurch die Lager einen mitgekriegt haben?

Oder war das Lager schon ärger durch als ich geahnt hatte nach den 10km Sprint heizen, so dass der plötzliche Ausfall der Zündung dann bei über 8000 Runden den Reiber verursacht hat?

Was hat jetzt was kaputt gemacht? Wer bzw. was hat angefangen...?
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