Suche Ersatzteile für Sachs 50 S Motor

Beitragvon tobias1403 » 20.04.2016 14:33

Hallo habe folgendes Problem
Restauriere zur zeit eine Hercules k50 se
Motor hatte folgendes Problem
beim Starten zog er Getriebeöl mit
Motor wurde zerlegt und da is mir aufgefallen das die kurbelwellenwand getriebehälfte polradseitig
einen riss hat
jetz folgendes
wie repariere ich diese schaden bzw. hat da jemand schon erfahrung mid diesem problem gesammelt?
hat jemand zufällig solche ersatzteile für den motor rumliegen?
es ist ein motor sachs 50 s 3te generation
bin jetz schonmal dankbar um euro hilfe :)
tobias1403
 
Beiträge: 1
Registriert: 20.04.2016
Postleitzahl: 94669
 

Beitragvon oakdesign » 20.04.2016 21:14

Wenn Reparatur dann ist schweißen wohl die professionellste Methode. Ein Bekannter hat gerade erst ein 50s Gehäuse geschweißt. Allerdings brauchst dafür ein dementsprechendendes WIG Gerät.

Ich selbst habe schon mehrere Gehäuse Reparaturen mit Flüssigmetall durchgeführt in nutze dazu Weicon F2 mit Alu Anteil. Diese Reperaturen waren allerdings alle kosmetischer Natur Ausbrüche zum Polrad oder oberhalb Rizel auch schon mal ein kleines Loch im Deckel Kupplungsseitig.

Persönlich würde ch aber im Bereich des Kurbelwellengehäuses da eher nicht mit Flüssigmetall arbeiten.
Wenn es ein Ersatzgehäuse werden soll, dann aber zwei zusammengehörende Hälften und nicht nur die mit dem Riss tauschen.
Teilweise haben die 50s jeweils einen Gussbuchstaben auf den Gehäusehälften eingeprägt.

Gruß Richard
oakdesign
 
Beiträge: 3
Registriert: 19.04.2016
Postleitzahl: 85072

Beitragvon Mopedikürer » 20.04.2016 23:03

Für den Hausgebrauch ist Aluminium-Lot ne gute Alternative.
Das Blöde dabei: Der Lack vergilbt dabei, ich habe schon echt krasse Reparaturen gemacht, aber immer danach gestrahlt und lackiert.

Wenn du Beziehungen hast, dann lass es Schweißen. Dabei erhitzt man das Gehäuse auf nur 150 Grad mit der Heizplatte vor und setzt dann die Naht.
Dann lässt man es a.d. ausgeschalteten Heizplatte abkühlen.

@Richard:
Ich meine, mig geht auch, gibt Aluminiumdraht. Auf jeden Fall Schutzgas.

Danach wird man sicherlich die Dichtfläche planschleifen müssen, der Riss wird ja bis dort hinangehen.
Dasselbe auch nach dem Verlöten mit Alulot.

Auf Kaltmetall ist nicht unbedingt Verlass, da ist viel Öl, Sprit und Vibration im Spiel.
Und wenn es rausbricht, dann macht es Schäden im Zylinder.

-- 20.04.2016 23:26 --

Vom 50s gibt es auch verschiedene Versionen, du solltest nicht die 5 Lamellen Kupplung in ein Gehäuse für 3 Lam. Kuppl. einbauen, die Schmierung der Kupplung erfolgt über eine Bohrung durch die Vorgelegewelle ins Zentrum der Kupplung, für Gleitlager bzw. Nadellager und Axiallager.
Um den ölfluss zu optimieren ist dort hinter dem rechten Lager der Vorgelegewelle eine Blechscheibe mit einem Loch i.d. Mitte, passend zur Ölbohrung der Welle, die vom Wellenstumpf oder Lager geschleudertes Öl sammelt und der ölbohrung der Welle zuführt.

Wie wichtig das wirklich ist weiß ich auch nicht, die alten Kupplungslager liefen auch so.

Macht aber Sinn, Öl von der Mitte der Welle nachzuführen, da das übrige Öl der Kupplungsseite permanent von der Kupplung verdrängt und weggeschleudert wird, solange sie dreht.

-- 20.04.2016 23:49 --

Hast du denn Erfahrung und vernünftiges Messzeug um die Kurbelwelle einzumessen?
Ich sage mal so: Beim 4 Gang 501er kann man noch hin und her probieren, beim 5 Gang braucht es schon etwas Erfahrung und Fähigkeit, das Axialspiel zu bewerten.
Außerdem wird noch ein drittes Lager verbaut, und da sollte man schon wissen, worauf man zu achten hat und keine falschen Schlüsse ziehen...
Ist keine Zauberei, aber lange zu erklären.
Besser, man übt erst mal a.d. 4 Gängern, bis man einigermaßen sicher ist.
Ist meine Meinung, und auch ältere Füchse sagen, dass das so ganz ohne Erfahrung heikel ist.

Ich meine, kann sein, dass du auch ein Fuchs bist und gleich merkst, worum es geht.
Aber bis ich meine eigene Messung verstanden und eine treffsichere Methode gefunden habe hat es etwa 4 oder 5 überholungen gebraucht.
Bis dahin musste ich immer ein oder zweimal nachkorrigieren, bis das Axialspiel optimal war. Und auch das muss man erst mal bewerten können, und am 5 Gang mit eingebautem linken Simmerring ist das kaum möglich, wenn man nicht weiß, wie sich die Welle anfühlen muss, was zuviel oder was zu wenig ist.
Buenos Mofas

Mopedikürer

B-Ware -- bewahre!
Benutzeravatar
Mopedikürer
 
Beiträge: 4297
Bilder: 29
Registriert: 18.10.2012
Plz/Ort: Hercules-Sachsen
Fahrzeug(e): Hercules Mk2 1976

Beitragvon Mopedikürer » 21.04.2016 11:07

tipps/Sachs-501-4-Motorueberholung.php

Ist für den sehr ähnlichen 501 ohne das 3. KW-Lager.

Sonst ist das eine Anleitung, die viele Kniffe zeigt, die man bei deinem Motor kennen sollte.

Ohne einige nicht ganz so billige Werkzeuge kommt man jedoch nicht zurecht.
Und man muss sich in etwa so intensiv damit auseinandersetzen, wie ich es beschrieben habe.

Und man sollte ein Geschick für derartige Dinge besitzen.
Buenos Mofas

Mopedikürer

B-Ware -- bewahre!
Benutzeravatar
Mopedikürer
 
Beiträge: 4297
Bilder: 29
Registriert: 18.10.2012
Plz/Ort: Hercules-Sachsen
Fahrzeug(e): Hercules Mk2 1976
 

Zurück zu Hercules/Sachs

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 13 Gäste


Werbung
Facebook-Seite von 50er-Forum