Oldtimer-Motorrad kaufen – Worauf man achten sollte

Schon bei der Anschaffung eines Rollers gibt es viele Dinge zu beachten. Noch komplizierter wird es, wenn man mit einem Oldtimer-Motorrad liebäugelt. Auch in diesem Bereich ist die Auswahl enorm, allerdings gibt es ein paar Aspekte, die man unbedingt berücksichtigen sollte, bevor das gewünschte Fahrzeug in die Garage einzieht. Wichtig zu wissen ist zum Beispiel, dass nicht jedes ältere Motorrad oder Moped als Oldtimer gilt. Ein Zweirad darf erst als Oldtimer bezeichnet werden, wenn es vor wenigstens 30 Jahren das erste Mal in Verkehr gekommen ist. Dies schreibt die Fahrzeug-Zulassungsverordnung vor. Außerdem muss sich das Fahrzeug in einem guten Erhaltungszustand befinden und noch größtenteils dem Originalzustand entsprechen. Doch worauf sollten Kaufinteressenten noch achten?

Tipp 1: In einer spezialisierten Online-Börse suchen

Im Internet gibt es viele Online-Marktplätze. Die meisten umfassen eine breite Auswahl an verschiedenen Produkten, darunter auch vereinzelte Oldtimer-Motorräder. Besser ist es aber, sich direkt in einer spezialisierten Börse umzuschauen. Viele Menschen möchten beispielsweise bei Classic-Trader ihren Oldtimer verkaufen, weil es sich dabei um eine spezialisierte Plattform handelt. Dort ist die Chance für Verkäufer größer, ihr Fahrzeug an eine Person zu verkaufen, die den Wert des Oldtimers zu schätzen weiß. Aus diesem Grund gibt es bei Classic-Trader deutlich mehr gute und faire Angebote für Kaufinteressenten als in allgemeinen Online-Marktplätzen – auch im Bereich der Oldtimer-Motorräder.

Tipp 2: Das eigene Budget und die Reparaturkosten realistisch einschätzen

Außerdem sollten Käufer vorab ihr Budget klar definieren. Gut restaurierte Oldtimer-Motorräder sind natürlich teurer als Modelle, die man erst noch selbst restaurieren muss. Das sollte beim Kauf berücksichtigt werden. Wenn noch viele Reparaturen anstehen, müssen die notwendigen Restaurationskosten realistisch abgeschätzt werden, damit man das Budget im Nachhinein nicht überschreitet. Die Kosten für Ersatzteile werden dabei häufig unterschätzt, denn gerade für ältere Modelle gibt es oft nur noch wenige Ersatzteile und wenn, dann für einen teilweise utopischen Preis.

Tipp 3: Das richtige Modell wählen

Die Modellwahl sollte ebenfalls mit Bedacht getroffen werden. Es ist verständlich, dass sich die meisten Menschen für einen seltenen Exoten interessieren, allerdings sollten gerade Einsteiger vernünftig denken. Für ein Oldtimer-Motorrad einer etablierten Marke ist es leichter, sich die notwendigen Ersatzteile zu besorgen. Außerdem gibt es mehr Spezialisten, die bei technischen Problemen helfen können. Darüber hinaus ist die Oldtimer-Clubszene bei etablierten Marken umfangreicher. Beliebte und bekannte Oldtimer-Motorräder werden beispielsweise von folgenden Herstellern angeboten:

  • Triumph
  • NSU
  • Harley Davidson

Von diesen Marken gibt es viele Oldtimer-Motorräder, die teilweise auch zu echten Schnäppchenpreisen angeboten werden. Hier lohnt es sich daher, die Augen nach preiswerten Inseraten offen zu halten.



Tipp 4: Schon vorab über Ersatzteile informieren

Wer vorhat, ein Oldtimer-Motorrad günstig zu kaufen und es selbst zu restaurieren, sollte sich vorab schon über die benötigten Ersatzteile informieren. Es kann nämlich sehr problematisch sein, diese Ersatzteile zu beschaffen. Fündig wird man am ehesten im Internet oder auf regionalen Teilemärkten. Aber auch auf großen Oldtimerveranstaltungen ist die Auswahl an Ersatzteilen für gängige Modelle groß. Sie finden in ganz Deutschland zu bestimmten Zeitpunkten statt. Von Oldtimer-Motorrädern, für die man auch auf solchen Veranstaltungen oder im Internet kaum noch Ersatzteile auftreiben kann, sollte man lieber die Finger lassen.

Tipp 5: Die Voraussetzungen für das H-Kennzeichen kennen

Wer sich ein altes Motorrad kauft, möchte natürlich auch das begehrte H-Kennzeichen dafür erhalten, um von den zahlreichen steuerlichen und finanziellen Vorteilen zu profitieren. Allerdings muss ein Motorrad bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit es als Oldtimer eingestuft wird. Zunächst ist ein Gutachten von einem amtlich anerkannten Sachverständigen erforderlich. Wenn die Fahrzeugpapiere vorliegen und das Motorrad zugelassen ist, muss der Sicherheitszustand überprüft werden. Außerdem ist es wichtig, dass das Motorrad als kraftfahrtechnisches Kulturgut bewertet wird, damit man ein H-Kennzeichen erhält.