Mopedführerschein

Mopedführerschein

(gültig für Deutschland)

Der Mopedführerschein mit der EU-Bezeichnung Führerscheinklasse AM kann ab 16 Jahren erworben werden. Der Besitzer des Führerscheins ist berechtigt, zweirädrige Kleinkrafträder mit bis zu 50ccm und mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h zu führen.
Vor dem 31.12.2001 zugelassene Zweiräder sind mit 50 km/h in der Betriebserlaubnis eingetragen und dürfen ebenfalls mit diesem Führerschein gefahren werden.
Vor dem 28.02.1992 in der ehemaligen DDR in den Verkehr gekommene Fahrzeuge (z.B. von Simson) dürfen mit der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h gefahren werden.
Der Mopedführerschein gilt im Gegensatz zum Mofa-Führerschein als vollwertiger Führerschein und nicht nur als Prüfbescheinigung. Eine Probezeit existiert mit der Führerscheinklasse AM nicht, so verringert sich diese auch nicht bis eine nächsthöhere Führerscheinklasse erworben wird.


Kosten

Die Kosten für den Führerschein können nur schwer allgemein beantwortet werden. Zunächst einmal unterscheiden sich die Kosten von Fahrschule zu Fahrschule und sind auch von den individuellen Fähigkeiten abhängig, also wie viele praktische Fahrstunden benötigt werden. Außerdem sind die Kosten von Region zu Region unterschiedlich. Dies hängt auch von der Konkurrenzsituation der Fahrschulen in einer Umgebung ab.
Um eine ungefähre Angabe zu geben muss mit etwa 500-800 Euro für den Führerschein gerechnet werden.

Ausbildung

Der Führerscheinanwärter muss eine theoretische und eine praktische Ausbildung absolvieren. Ein halbes Jahr vor dem 16. Geburtstag kann bereits mit der Führerscheinausbildung begonnen werden.
Die theoretische Ausbildung beinhaltet 12 Doppelstunden Grundstoff und 2 Doppelstunden Zusatzstoff. Der Grundstoff ist der selbe wie für jeden anderen Führerschein, also beispielsweise der selbe wie auch für den Autoführerschein. Der Zusatzstoff ist spezifisch mit Themen für den Zweiradfahrer zugeschnitten.
Für die praktische Ausbildung ist gesetzlich keine Mindestanzahl von Fahrstunden vorgeschrieben. Der Führerscheinanwärter soll so viele Fahrstunden absolvieren, dass er sicher und fehlerfrei am Straßenverkehr teilnehmen kann. Es ist also von den Fähigkeiten jedes einzelnen abhängig, wie viele Fahrstunden man benötigt.

Prüfung

Die thoretische Prüfung muss der Prüfling mit höchstens 10 Fehlerpunkten bestehen. Wenn die 10 Fehlerpunkte durch zwei falsch beantwortete Fragen mit 5 Fehlerpunkten entstehen, so gilt die Prüfung als nicht bestanden.
In der abschließenden praktischen Prüfung muss der Prüfling möglichst fehlerfrei am Straßenverkehr teilnehmen. Dabei muss der Prüfling eine 30-minütige Prüfungszeit innerhalb einer Ortschaft mit dem Zweirad fahren, wobei ein Prüfer des TÜV mit anwesend ist und den Prüfling auf fehlerfreies Fahren beobachtet.

Unterlagen

Nötige Unterlagen, die dem Führerscheinantrag beigelegt werden müssen sind: ein Passbild, Sehtest und ein Nachweis über einen Kurs über lebensrettende Sofortmaßnahmen.