Mofa statt Auto: Der Wechsel lohnt sich!

Wer täglich mit dem Auto unterwegs ist, kennt das: Auf dem Weg zur Arbeit ist der Tank schon wieder leer, dabei hat man doch gefühlt erst vor wenigen Tagen einen hohen zweistelligen Betrag an der Tankstelle bezahlt. Vor dem Büro angekommen, taucht dann das nächste Problem auf: Es ist erneut kein Parkplatz frei. Nach weiteren zehn Minuten Parkplatzsuche kommt man entnervt am Arbeitsplatz an. Der Tag könnte durchaus entspannter ablaufen, wenn der eigene PKW nur nicht so viel Ärger machen würde. Es lohnt sich daher, über ein alternatives Fortbewegungsmittel nachzudenken.

Geringe Anschaffungskosten


Wer viel Geld sparen und flexibler sein möchte, sollte sein Auto einfach verkaufen und auf Mokick, Mofa oder Moped umsteigen. Im direkten Vergleich können die Kleinkrafträder vor allem bei den Anschaffungskosten punkten. Einer der günstigsten Neuwagen auf dem Markt ist der Dacia Logan 1.4, den es bereits für rund 7.300 EUR gibt. Wer ein hochwertigeres Modell mit Extras fahren möchte, muss dafür mindestens 19.000 EUR investieren. Ein motorisiertes Zweirad mit 50ccm gibt es dagegen schon für unter 3.000 EUR.

Sparen bei Versicherung und Steuer


Steht das Fahrzeug erst in der Garage, kommen weitere Folgekosten auf den Halter zu - das gilt sowohl für das Auto als auch für das Zweirad. Die Kosten beinhalten bei einem neuen PKW unter anderem die KFZ-Steuer, Versicherung, Werkstatt-Kosten sowie Benzin. Allein die jährlichen Kosten für eine KFZ-Haftpflichtversicherung belaufen sich in Deutschland durchschnittlich auf rund 245 EUR. Wer sich dagegen ein Mofa oder ein anderes Kleinkraftrad zulegt, muss lediglich das Versicherungskennzeichen für den Zeitraum von einem Jahr erwerben. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 39 EUR - je nach Alter des Fahrers und der Versicherungsgesellschaft. Das Kennzeichen ist bei den meisten Versicherungen erhältlich. Wer einen PKW fährt, muss zusätzlich eine KFZ-Steuer zahlen, die sich unter anderem aus der Motorart, dem Hubraum, dem Schadstoffausstoß sowie dem Alter ergibt. Für einen neueren Benziner sind etwa 80 EUR im Jahr fällig. Kleinkrafträder mit 50ccm sind dagegen von der KFZ-Steuer befreit.

Kostenfaktor Benzin


Ein weiterer Kostenfaktor ist der Kraftstoff. Zwar werden moderne PKW immer sparsamer, trotzdem liegt der Verbrauch eines Kleinwagens wie dem Kia Rio 1.2 Spirit laut Hersteller noch bei 4,7 Liter auf 100 Kilometern. Kleinkrafträder sind dagegen etwas sparsamer. Hier liegt der Verbrauch bei Zweitaktern meist bei etwa 3 Litern auf 100 Kilometern. Wer noch mehr Geld sparen möchte, kauft sich ein Mofa oder einen Roller mit Elektromotor. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Weitere Kostenvorteile haben Zweiradfahrer bei den Reparaturen. Die Ersatzteile für Mofa, Moped und Co. sind weniger preisintensiv als neue Fahrzeugteile für ein Auto.

Die Parkplatzsituation in Großstädten


Ein weiterer Vorteil der Kleinkrafträder gegenüber dem Auto ist die Parksituation. Besonders in deutschen Großstädten herrscht ein akuter Parkplatzmangel. Während man mit dem PKW teilweise mehrere runden um den Block drehen muss, um am Ende einen Parkplatz zu erhalten, findet sich für ein Mofa oder Moped in der Regel immer ein freier Platz. Allerdings gibt es hier einige Einschränkungen: Es ist beispielsweise nur bei einer speziellen Beschilderung möglich, ein Moped einfach auf dem Gehweg abzustellen. Dies wäre eine Ordnungswidrigkeit und hätte ein Ordnungsgeld in Höhe von 15 EUR zur Folge. Für Fahrzeuge mit einem Versicherungskennzeichen gelten die gleichen Regeln wie für Autos. Dementsprechend muss bei kostenpflichtigen Parkplätzen auch ein Parkschein gezogen werden. In der Realität wird das Parken auf dem Gehweg jedoch in den meisten Fällen geduldet, solange dabei keine Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer behindert werden.

Vergleich: Auto vs. Kleinkraftrad


AutoMofa, Mokick, Moped (50ccm)
Anschaffungskostenab 7.300 EURunter 3.000 EUR
Versicherung pro Jahrca. 245 EURca. 39 EUR
KFZ-Steuerca. 80 EUR p.a.steuerbefreit
Kraftstoffverbrauchca. 4,7 Liter pro 100 kmca. 3 Liter pro 100 km


Sicher unterwegs mit dem Mofa


Das Fahren mit dem Auto ist nicht nur wesentlich teurer, sondern auch gefährlicher als die Fortbewegung mit einem Mofa oder Moped. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes kamen im Jahr 2014 in Deutschland 1.574 PKW-Fahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben. Im selben Zeitraum gab es lediglich 81 Unfallopfer, die auf Kleinkrafträdern unterwegs waren. Es gibt also durchaus viele Gründe, seinen Wagen zu verkaufen und auf ein Moped oder ein Mofa umzusteigen. Mehr Infos zum Thema Gebrauchtwagenverkauf gibt es bei www.wirkaufendeinauto.de!